Ist Trudering ein Stadtteil von München?

Trudering-Riem: Mehr als nur ein Stadtteil

14/11/2015

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Trudering-Riem ist der Stadtbezirk 15 der bayerischen Landeshauptstadt München. Dieses Gebiet im Osten Münchens blickt auf eine sehr lange und bewegte Geschichte zurück, die weit über die Gründung Münchens hinausgeht. Was heute ein bedeutender Teil der modernen Großstadt ist, begann einst als kleine Siedlung in waldreicher Umgebung.

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Übersicht

Historische Wurzeln Truderings: Das Dorf des "Truchtaro"

Die Geschichte Truderings reicht über 1200 Jahre zurück. Ursprünglich ein Bauerndorf, das lange Zeit als Doppeldorf unter den Namen Kirchtrudering und Straßtrudering existierte, wurde es erstmals im Jahr 772 urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde wird der Ort als "Truhtheringa" bezeichnet. Dieser Name wird auf einen Sippenführer namens "Truchtaro" zurückgeführt, der sich vermutlich um das Jahr 500 in diesem Gebiet niederließ. Archäologische Funde, beispielsweise beim Bau des Flughafens 1937, zeigen jedoch, dass die Besiedlung Truderings sogar noch älter ist und bis in die Hallstattzeit (700-400 v. Chr.) zurückreicht. Ein Grund für die frühe Besiedlung war wahrscheinlich der reiche Wasserbestand in der Gegend. Trotz dieser frühen Anfänge und der Entwicklung war Trudering im Laufe seiner Geschichte immer wieder durch Ereignisse wie Pestepidemien und Kriege stark gefährdet.

Schon vor seiner offiziellen Eingemeindung nach München am 1. April 1932 verlor Trudering zunehmend seinen rein bäuerlichen Charakter. Die günstige Lage an der Bahnlinie von München nach Rosenheim zog ab etwa 1890 viele Zuzügler aus München an, insbesondere Geschäftsleute aus Haidhausen. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstanden neue Siedlungen auf dem Gemeindegebiet, darunter Michaeliburg und Waldtrudering. Im Notjahr 1917 wurde Weideland aufgeteilt, um die Versorgung der städtischen Bevölkerung zu sichern, was zur Entstehung der Gartenstadt Trudering führte.

Ein bekannter Teil Truderings ist Michaeliburg. Benannt nach der gleichnamigen Gaststätte (inzwischen abgerissen), die Michael Obermeyer 1898 errichtete und die wegen ihrer Türme burgähnlich wirkte, wuchs hier schnell eine Siedlung. Die Bewohner tauften das Gebiet kurzerhand "Michaeliburg". Die Behörden waren von dieser Eigeninitiative zunächst wenig begeistert und verboten den Namen 1910. Die Bewohner ließen sich davon jedoch nicht beirren und gründeten nach dem Ersten Weltkrieg die "Siedlervereinigung Michaeliburg". Schließlich gaben die Behörden nach, und der Name wurde auch offiziell anerkannt.

Die Schenkungsurkunde von 772

Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung von Trudering stammt aus einer Schenkungsurkunde vom Jahr 772. In diesem Dokument vermachte ein Mann namens Hiltiprant Ländereien in "Truhtheringa", die er als Lehen von Herzog Tassilo III. erhalten hatte, an das Bistum Freising. Die Urkunde beschreibt, wie Hiltiprant nach einem schweren Reitunfall, bei dem er einen Schädelbruch erlitt, Herzog Tassilo bat, ihm die Schenkung zu gestatten. Herzog Tassilo stimmte aufgrund ihrer Blutsverwandtschaft und Hiltiprants Verdiensten zu. Die Schenkung umfasste Ländereien mit Leibeigenen, Höfen, Gebäuden, Wiesen, Weiden, Wäldern und Wasserläufen. Die Urkunde wurde in Freising verfasst und von Zeugen bestätigt. Trotz dieser Schenkung blieben weite Teile Truderings weiterhin in adeliger Grundherrschaft.

Die edle Frau Uta und die Uta-Sage

Eine weitere wichtige Figur in der frühen Geschichte Truderings ist die edle Frau Uta. Zwischen 1080 und 1090 übereignete sie große Teile Truderings, etwa 550 Tagwerk Ackerland, an die Kirche. Obwohl die Urkunde nur in Drittschrift erhalten ist, zeugt sie von der Großzügigkeit Utas. Diese Schenkung inspirierte im Laufe der Zeit verschiedene Sagen. Eine bekannte Version der Uta-Sage erzählt von Utas grausamem Mann (oft Cuno genannt), einem Ritter, der seine Leibeigenen schlecht behandelte. Uta hatte Mitleid und versuchte heimlich, Brot und andere Gaben an Kranke und Hungernde zu verteilen. Eines Tages, als sie zum Schloss zurückkehrte, wurde dieses mitsamt dem Ritter Cuno von der Erde verschluckt. Das dabei entstandene Loch wurde die Uta-Höhle genannt. Tatsächlich gab oder gibt es eine Senke im Boden, die diese Sage beflügelte.

Der Grund und Boden aus Utas Schenkung wurde von der Truderinger Kirche an Bauern verpachtet, die dafür Abgaben leisten mussten. Die Kirche in Trudering selbst wird erstmals in der Utaischen Schenkung um 1085 erwähnt. Ursprünglich im gotischen Stil erbaut, ist der erste namentlich bekannte Ortsgeistliche Haring (1474), dessen Grabstein erhalten ist.

Trudering vom Mittelalter bis zur Neuzeit

Im 12. und 13. Jahrhundert wuchsen die beiden frühmittelalterlichen Siedlungskerne Kirchtrudering und Straßtrudering zu einem Doppeldorf zusammen. Mit der Gründung Münchens im Jahr 1158 gewann Trudering an Bedeutung, da die wichtige Salzstraße von Wasserburg bzw. Reichenhall/Salzburg über Truderinger Gebiet führte. Viele Patrizier aus München erwarben oder erhielten Lehen in Trudering.

Die Gemeindebildung Truderings erfolgte 1818, bestehend aus Kirch- und Straßtrudering. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, wie bereits erwähnt, weitere Siedlungen wie die Gartenstadt, Waldtrudering und Neu-Trudering. Die Eingemeindung in die Stadt München erfolgte am 1. April 1932. Letzter Bürgermeister war Michael Keller.

Geschichte Riems

Auch auf Riemer Gebiet wurden zahlreiche archäologische Funde gemacht, die bis ins 1. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Die urkundliche Erstnennung Riems wird auf 957/972 datiert (andere Quellen nennen 788). Vermutlich wurde Riem aber schon um 700 von einem fränkischen Ritter gegründet. Der Name "Riema" (9. Jahrhundert) wird unterschiedlich gedeutet, unter anderem als "Gürtel" (weil die Höfe wie ein Gürtel um die Kirche gebaut seien) oder als "Niederlassung am Kanal" oder "an der Traufe", was auf den Hüllgraben hinweisen könnte.

In Alt-Riem steht die älteste Kirche des heutigen Stadtteils Trudering-Riem, die St.-Martins-Kirche, deren steinerner Bau 1183 beurkundet ist. Jahrhundertelang war Riem eine wichtige Poststation und ein Rastort an der Strecke München–Mühldorf.

Ab 1818 war Riem eine selbstständige Gemeinde, später wurde es vorübergehend Dornach zugeschlagen. Von 1895 bis 1897 wurde die Galopprennbahn in Riem erbaut. Die Eingliederung in die Stadt München erfolgte am 1. Januar 1937.

Riem war von 1943 bis 1945 auch Standort eines Außenlagers des KZ Dachau. Das Reitstadion Riem wurde für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtet.

Bis 1992 befand sich in Riem der Internationale Flughafen München-Riem. Nach seiner Schließung wurde ein Teil des Geländes ab 1994 für den Bau des neuen Messegeländes und von Wohnungen genutzt. So entstand die Messestadt Riem. Der Tower und die Wappenhalle des alten Flughafens blieben als Denkmäler erhalten. Die Messestadt Riem ist durch die Autobahn vom alten Ortsteil Riem getrennt. Hier entstanden unter anderem das Einkaufszentrum Riem Arcaden (2004) und ein ökumenisches Kirchenzentrum.

Der größere Teil des ehemaligen Flughafen Riem Geländes wurde zum Riemer Park umgestaltet und war 2005 Veranstaltungsort der Bundesgartenschau. Im Jahr 2006 fand hier eine große Heilige Messe mit Papst Benedikt XVI. statt.

Der Stadtbezirk 15 Trudering-Riem heute

Trudering-Riem ist der Stadtbezirk 15 Münchens und umfasst den östlichen Teil der Stadt. Er grenzt im Westen an Berg am Laim und Bogenhausen, im Süden an Ramersdorf-Perlach, im Norden an Johanneskirchen und im Osten an Gemeinden im Landkreis München wie Aschheim, Feldkirchen, Haar und Putzbrunn. Der Stadtbezirk ist in folgende Unterbezirke gegliedert:

  • Am Moosfeld
  • Gartenstadt Trudering
  • Kirchtrudering
  • Messestadt Riem
  • Neutrudering
  • Riem
  • Straßtrudering
  • Waldtrudering

Die alten Ortskerne von Kirchtrudering (St. Peter und Paul) und Straßtrudering (Kreuzung Truderinger Straße/Bajuwarenstraße) sowie von Riem (St. Martin am Martin-Empl-Ring) sind noch erkennbar.

Verkehrsanbindung

Der Stadtbezirk ist gut an das Verkehrsnetz angebunden. Wichtige Straßen wie die Wasserburger Landstraße und die Kreillerstraße verbinden ihn mit dem Mittleren Ring und der A 99. Die A 94 hat drei Anschlussstellen im Bezirk. Zahlreiche Hauptstraßen erschließen die Viertel und führen in angrenzende Gebiete.

Es verlaufen drei Eisenbahnstrecken durch das Gebiet: die Bahnstrecke München–Rosenheim (seit 1871), die Bahnstrecke München–Simbach (seit 1871, bildet teilweise die Nordgrenze) und der Münchner Nordring (seit 1909, Güterverkehr). Der Bahnhof Trudering wurde 1871 in Betrieb genommen, der Bahnhof München-Riem ebenfalls 1871. Beide Bahnstrecken wurden zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Mit der Inbetriebnahme des Münchner S-Bahn-Netzes 1972 wurden die Strecken in das S-Bahn-System integriert (Linien S4/S6 nach Grafing, S2 nach Markt Schwaben). Haltepunkte wie München-Berg am Laim (1897) und Gronsdorf wurden in den Einzugsbereich Truderings und Riems eingebunden.

Am Bahnhof München-Riem befindet sich das größte Umschlagterminal der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) in Deutschland, das 1992 eröffnet und 2012 erweitert wurde.

Ein zentraler Knotenpunkt im öffentlichen Nahverkehr ist der U- und S-Bahnhof Trudering, der seit 1972 von der S-Bahn und seit 1999 auch von der U-Bahn (Linie U2) bedient wird. Verschiedene MVG-Buslinien (139, 185, 192, 193, 194) verbinden die Wohngebiete mit dem Bahnhof Trudering. Seit 2007 ist Trudering auch an das Nachtliniennetz angeschlossen (Linie N79).

Die Messestadt Riem ist über die U-Bahnhöfe Messestadt West und Messestadt Ost (U2, seit 1999) angebunden. Messestadt West ist ein wichtiger Busknotenpunkt (Linien 139, 183, 190, 234, 263, 264). Der Bahnhof München-Riem ist ein weiterer Verkehrsknotenpunkt (S2, Buslinien 190, 194, 263, 264). Die Buslinie 183 verläuft südlich des Bahnhofs Riem. Nachts ist Riem über die Linie N74 erschlossen. Kleinere Einzugsgebiete werden durch den U-Bahnhof Moosfeld und den S-Bahnhof Gronsdorf erschlossen.

Gewerbe und Dienstleistungen

Geschäfte für den täglichen Bedarf und Supermärkte finden sich vor allem entlang der Truderinger Straße im Bereich des sogenannten "Truderinger Stachus" (Schmuckerweg), an der Wasserburger Landstraße bei der Phantasiestraße sowie in den Neubaugebieten an der Friedenspromenade. Abseits dieser Hauptachsen gibt es in weiten Teilen Truderings kaum Geschäfte. Entlang der Wasserburger Landstraße haben sich zudem viele Autohändler, Tankstellen und Fast-Food-Restaurants angesiedelt.

In der Messestadt Riem ist das Einkaufszentrum Riem Arcaden ein zentraler Anlaufpunkt für Einkäufe. Größere zusammenhängende Gewerbegebiete gibt es im Moosfeld (Stahlgruberring) und in den Randbereichen der Messestadt Riem.

Die Brauerei des Staatlichen Hofbräuhauses wurde in den 1980er Jahren nach Riem verlagert. In Waldtrudering gibt es eine Zweigstelle der Münchner Stadtbibliothek an der Wasserburger Landstraße.

Das Bayerische Rote Kreuz betreibt im alten Truderinger Rathaus eine Rettungswache mit mehreren Einsatzfahrzeugen, die den Stadtbezirk und umliegende Gebiete versorgt.

Bildungseinrichtungen

Im Stadtbezirk 15 gibt es sieben Grundschulen und zwei Hauptschulen, darunter Schulen in der Messestadt Riem. Seit 2005 gibt es eine private Realschule. Der Bau eines eigenen Gymnasiums in Trudering wurde 2009 beschlossen und 2013 eröffnet. Die Versorgung mit öffentlichen Realschulen und Gymnasien wurde zuvor von Schulen in Berg am Laim und Neuperlach übernommen. Ein großer Bildungscampus in Riem wurde 2023 eröffnet. In Riem befindet sich auch die Staatliche Berufsschule München-Land für landwirtschaftliche Berufe.

Soziale und kulturelle Einrichtungen

Der Nachbarschaftstreff Trudering, gegründet 2014, dient der sozialen Vernetzung der Bürger. Das Kulturzentrum Trudering, 2005 eröffnet, ist eines der größten Stadtteil-Kulturzentren Münchens mit jährlich etwa 45.000 Besuchern und Tagungsort des Bezirksausschusses.

Im sportlichen Bereich gibt es verschiedene Vereine. Der Floorball-Club München (FBCM) hat seinen Sitz in der Messestadt Riem und spielt in der Floorball-Bundesliga. Der FC Stern München in Trudering ist bekannt für seine Nachwuchsarbeit im Mädchen- und Frauenfußball. Die Handballer des TSV Trudering waren bereits in der Regionalliga vertreten. Der TSV Maccabi München ist der einzige deutsch-jüdische Verein in München. Weitere lokale Sportvereine sind der FC Dreistern Neutrudering, SV Gartenstadt Trudering, SC Arcadia Messestadt und TSV Waldtrudering.

Im Stadtbezirk gibt es verschiedene Kirchen, darunter die Friedenskirche in Trudering und die Sophienkirche in der Messestadt Riem, die ein ökumenisches Gemeindezentrum mit der katholischen Gemeinde St. Florian nutzt.

Statistik und Einwohnerentwicklung

Der Stadtbezirk Trudering-Riem hat in den letzten Jahrzehnten ein sehr starkes Einwohnerwachstum erlebt. Von 1987 bis 2012 stieg die Einwohnerzahl von rund 35.000 auf über 65.000, was einem Zuwachs von 86 Prozent entspricht. Dieser Anstieg ist neben der Nachverdichtung vor allem auf die zahlreichen Neubaugebiete zurückzuführen, insbesondere auf die Entstehung der Messestadt Riem auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens mit rund 5500 Wohnungen.

Hier ist eine Übersicht der Einwohnerentwicklung:

JahrEinwohner (Hauptwohnsitz)davon Ausländer (%)Einwohner je km²
200042.9965.828 (13,6 %)1.915
200145.4036.687 (14,7 %)2.022
200247.1867.456 (15,8 %)2.101
200347.9197.493 (15,6 %)2.134
200448.9147.546 (15,4 %)2.178
200550.9908.032 (15,8 %)2.271
200653.9158.723 (16,2 %)2.402
200756.4879.223 (16,3 %)2.516
200859.0319.876 (16,7 %)2.628
200960.87910.321 (17,0 %)2.710
201062.75611.078 (17,7 %)2.795
201164.98312.173 (18,7 %)2.895
201265.86912.466 (18,9 %)2.934
201367.00913.023 (19,4 %)2.985
201468.06313.747 (20,2 %)3.032
201569.83014.849 (21,3 %)3.110
201671.44816.239 (22,7 %)3.182
201772.00616.225 (22,5 %)3.207
201873.20617.039 (23,3 %)3.261
201973.47917.206 (23,4 %)3.273
202074.45617.647 (23,7 %)3.316
202174.88417.834 (23,8 %)3.335
202276.00218.989 (25,0 %)3.385
202375.72818.893 (24,9 %)3.373
202476.28019.517 (25,6 %)3.397

Prägende Ereignisse und heutiger Charakter

Die Nähe zum ehemaligen Flughafen München-Riem prägte lange Zeit den Stadtteil durch Fluglärm. Mehrere Flugzeugabstürze ereigneten sich in der Nähe, darunter der folgenschwerste am 6. Februar 1958 mit der Mannschaft von Manchester United (23 Tote), an den heute ein Gedenkstein erinnert. Weitere Abstürze folgten 1987 (neun Tote, Bus wurde gestreift) und 1989. Der Flughafen wurde 1992 geschlossen.

Ein weiteres tragisches Ereignis war das Busunglück am 20. September 1994 beim Bau des U-Bahnhofs Trudering, als die Tunneldecke einstürzte und ein Bus in die Baugrube fiel (drei Todesopfer). Ein Gedenkstein erinnert daran.

Heute gilt Trudering als gehobenes Wohnviertel Münchens mit gut situierten Bewohnern. Die Kaufkraft der Haushalte ist eine der höchsten in München. Insbesondere Waldtrudering zählt zu den teuersten Wohnlagen. Trudering hat durch viele Einfamilienhäuser, kleinere Wohnanlagen und einen "intakten Dorf kern" seinen kleinstädtischen Charakter bewahrt, im Unterschied zu den angrenzenden Gebieten wie Messestadt Riem oder Neuperlach. Ausnahmen bilden größere Bauprojekte wie an der Friedenspromenade oder Bajuwarenstraße. Das Selbstbewusstsein der Alteinwohner zeigt sich im Spruch am Kirchtruderinger Maibaum: "Mir sama Leit. Mir ham a Schneid. Mir ham a Geld. Drum san ma g’stellt."

Häufig gestellte Fragen zu Trudering-Riem

Ist Trudering ein Stadtteil von München?

Ja, Trudering ist Teil des Stadtbezirks 15 Trudering-Riem der Landeshauptstadt München.

Wie alt ist Trudering?

Trudering hat eine über 1200-jährige Geschichte und wurde erstmals im Jahr 772 urkundlich erwähnt.

Woher stammt der Name Trudering?

Der Name "Truhtheringa" (später Trudering) geht wahrscheinlich auf einen Sippenführer namens "Truchtaro" zurück, der sich um das Jahr 500 dort ansiedelte.

Wann wurde Trudering nach München eingemeindet?

Trudering wurde am 1. April 1932 in die Stadt München eingegliedert.

Wann wurde Riem nach München eingemeindet?

Riem wurde am 1. Januar 1937 in die Stadt München eingegliedert.

Wo liegt der Stadtbezirk Trudering-Riem?

Der Stadtbezirk 15 liegt im östlichen Bereich Münchens.

Gab es einen Flughafen in Riem?

Ja, der Internationale Flughafen München-Riem befand sich bis zu seiner Schließung im Jahr 1992 in Riem.

Was ist die Messestadt Riem?

Die Messestadt Riem ist ein neuer Stadtteil, der ab 1994 auf einem Teil des Geländes des ehemaligen Flughafens Riem entstand. Dort befinden sich das neue Messegelände und zahlreiche Wohnungen.

Wie viele Einwohner hat Trudering-Riem?

Laut den aktuellsten verfügbaren Daten (Stand 2024) hat der Stadtbezirk Trudering-Riem 76.280 Einwohner mit Hauptwohnsitz.

Gibt es ein Einkaufszentrum in Trudering-Riem?

Ja, in der Messestadt Riem gibt es das Einkaufszentrum Riem Arcaden.

Gibt es Schulen im Stadtbezirk?

Ja, es gibt mehrere Grund- und Hauptschulen, eine private Realschule, ein Gymnasium sowie die Staatliche Berufsschule München-Land.

Gibt es ein Kulturzentrum?

Ja, das Kulturzentrum Trudering an der Wasserburger Landstraße bietet Kulturveranstaltungen und ist Tagungsort des Bezirksausschusses.

Was ist die Uta-Sage?

Die Uta-Sage ist eine lokale Legende, die auf der Schenkung der edlen Frau Uta basiert und von einem versunkenen Schloss und einem bösen Ritter erzählt.

Trudering-Riem ist somit ein Stadtteil Münchens mit einer tiefen historischen Verankerung, der sich vom Bauerndorf zum modernen Wohn- und Arbeitsort mit vielfältiger Infrastruktur entwickelt hat und weiterhin wächst.

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