14/11/2015
Die deutsche Sprache ist bekannt für ihre grammatikalischen Besonderheiten, und die Artikel – der, die, das, ein, eine – gehören zweifellos zu den größten Herausforderungen für Lernende. Jedes Nomen hat ein festes grammatikalisches Geschlecht, das Genus, und dieses bestimmt, welcher Artikel verwendet wird. Heute nehmen wir ein alltägliches Wort unter die Lupe, das in Büros und Haushalten gleichermaßen wichtig ist: den Drucker. Welchen Artikel braucht dieses Wort und warum?
Das grammatikalische Geschlecht (Genus) von „Drucker“ ist maskulin.

Das bedeutet, im Nominativ Singular, wenn „Drucker“ das Subjekt des Satzes ist, verwenden wir den bestimmten Artikel „der“.
Die korrekte Form lautet also:
der Drucker
Ein deutscher Muttersprachler wird immer „der Drucker“ sagen, wenn er sich auf ein bestimmtes Exemplar im Singular bezieht, zum Beispiel: „Der Drucker funktioniert nicht.“
Das korrekte Genus finden: Eine oft schwierige Aufgabe
Viele Deutschlerner fragen sich, ob es universelle Regeln gibt, um das Genus eines Wortes zu bestimmen. Die ehrliche Antwort ist: Leider nur sehr wenige wirklich zuverlässige. Oft führt kein Weg am Auswendiglernen vorbei. Wenn Sie ein neues deutsches Nomen lernen, sollten Sie sich am besten sofort den dazugehörigen Artikel einprägen. Zum Beispiel: lernen Sie nicht nur „Drucker“, sondern „der Drucker“.
Dennoch gibt es einige nützliche Hinweise, die Ihnen bei der Bestimmung des Genus helfen können. Diese Regeln basieren entweder auf der Endung des Wortes (Suffix) oder auf seiner Bedeutung (Semantik).
Genus bei bestimmten Wortendungen
Manche Wortendungen geben einen starken Hinweis auf das grammatikalische Geschlecht:
- Endungen wie -ling, -en, -ig, -ich weisen sehr oft auf ein maskulines Genus hin (der).
- Endungen wie -heit, -schaft, -ei, -in, -ung, -keit sind typisch für feminine Nomen (die).
- Endungen wie -tum, -ment, -chen deuten meist auf ein neutrales Genus hin (das).
Das Wort „Drucker“ endet auf „-er“, was im Deutschen eine sehr häufige Endung für Nomen ist, die eine Person oder ein Gerät bezeichnen, das eine bestimmte Handlung ausführt (hier: drucken). Die Endung „-er“ ist zwar nicht in der Liste der typisch maskulinen Endungen oben aufgeführt, aber statistisch gesehen enden sehr viele maskuline Nomen auf „-er“ (z.B. Lehrer, Bäcker, Fahrer, Computer). Bei „Drucker“ bestätigt sich diese Tendenz: Das Genus ist maskulin.
Semantische Regeln für das Genus
Auch die Bedeutung eines Wortes kann manchmal einen Hinweis auf das Genus geben:
- Typisch maskulin (der) sind oft: Tageszeiten, Wochentage, Monate und Jahreszeiten, Himmelsrichtungen, Wetterphänomene, viele alkoholische Getränke, Automarken.
- Typisch feminin (die) sind oft: Obstsorten, Namen für Schiffe, Zigaretten oder Cremes.
- Typisch neutral (das) sind oft: Biersorten, Farben.
Das Wort „Drucker“ fällt nicht direkt in eine dieser semantischen Kategorien. Es ist kein Tag, kein Monat, keine Frucht oder Farbe. Daher sind die semantischen Regeln in diesem spezifischen Fall weniger hilfreich als die Betrachtung der Endung oder einfach das Auswendiglernen des Genus.
Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass diese Regeln nicht unfehlbar sind. Es gibt Ausnahmen, die man ebenfalls lernen muss. Beispiele für Ausnahmen, die in den uns vorliegenden Informationen genannt wurden:
- die Sonne (obwohl oft Himmelskörper maskulin oder neutral sind, ist Sonne feminin)
- der Reichtum (obwohl die Endung -tum typisch neutral ist)
- das Bier (obwohl viele alkoholische Getränke maskulin sind und die Endung -er oft maskulin ist)
Diese Beispiele unterstreichen die Notwendigkeit, das Genus für jedes einzelne Wort zu lernen, auch wenn die Regeln eine gute erste Orientierung bieten.
Der unbestimmte Artikel: Ein Drucker
Neben dem bestimmten Artikel (der, die, das) gibt es auch den unbestimmten Artikel (ein, eine). Diesen verwenden wir, wenn wir ein Nomen zum ersten Mal erwähnen, wenn es um ein beliebiges Exemplar geht oder wenn die Identität nicht genau bestimmt ist.
Die Form des unbestimmten Artikels hängt ebenfalls vom Genus des Nomens ab:
- Maskuline und neutrale Nomen verwenden im Nominativ den unbestimmten Artikel ein.
- Feminine Nomen verwenden im Nominativ den unbestimmten Artikel eine.
Da wir bereits wissen, dass „Drucker“ maskulin ist, lautet der unbestimmte Artikel im Nominativ Singular:
ein Drucker
Ein Beispielsatz wäre: „Ich brauche dringend ein Drucker.“ (Obwohl grammatisch korrekter: „Ich brauche dringend einen Drucker.“ – die Deklination im Akkusativ folgt anderen Regeln, die wir später kurz ansprechen).
Der Plural: Die Drucker
Wenn wir über mehrere Drucker sprechen, verwenden wir den Plural. Glücklicherweise ist die Wahl des bestimmten Artikels im Plural sehr einfach und immer gleich, unabhängig vom Genus des Nomens im Singular:
Der bestimmte Artikel im Plural ist immer die.
Es heißt also:
die Drucker
Zum Beispiel: „Die Drucker im Büro sind alle neu.“
Für den unbestimmten Artikel gibt es im Plural keine direkte Entsprechung im Deutschen. Man verwendet stattdessen Mengenangaben oder lässt den Artikel weg.
Beispiele für die Verwendung im Plural ohne unbestimmten Artikel:
- viele Drucker
- einige Drucker
- mehrere Drucker
- Drucker stehen im Lager. (Wenn man allgemein über Drucker spricht)
Deklination von „Drucker“ in den Fällen
Die bisher besprochenen Artikel beziehen sich hauptsächlich auf den Nominativ (Wer oder Was?). Deutsche Nomen und ihre Artikel ändern jedoch ihre Form (sie deklinieren) je nach Fall (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) und Zahl (Singular, Plural).
Um das Wort „Drucker“ in allen möglichen Satzkontexten korrekt zu verwenden, muss man wissen, wie es in allen vier Fällen im Singular und Plural dekliniert wird.
Die uns vorliegenden Informationen beschreiben die Deklination von „Drucker“ nicht im Detail, sondern stellen nur fest, dass man wissen muss, wie es dekliniert wird. Typischerweise folgen maskuline Nomen bestimmten Deklinationsmustern. Das Wort „Drucker“ gehört zu den Nomen, die im Genitiv Singular ein „-s“ hinzufügen und im Plural oft keine zusätzliche Endung im Nominativ, Genitiv oder Akkusativ haben, während im Dativ Plural ein „-n“ hinzugefügt wird, falls das Wort nicht bereits auf „-n“ oder „-s“ endet.
Ohne die spezifischen Deklinationsformen hier vollständig darzulegen (da sie nicht im Ausgangstext enthalten waren), ist es wichtig zu verstehen, dass sich der Artikel und manchmal auch das Nomen selbst je nach grammatischer Funktion im Satz ändern.
Zum Beispiel:
- Nominativ (Wer/Was?): Der Drucker ist schnell. / Ein Drucker steht hier. / Die Drucker sind neu.
- Genitiv (Wessen?): Die Patrone des Druckers ist leer. / Die Patrone eines Druckers ist leer. / Die Patronen der Drucker sind leer.
- Dativ (Wem?): Ich gebe dem Drucker Papier. / Ich gebe einem Drucker Papier. / Ich gebe den Druckern Papier.
- Akkusativ (Wen/Was?): Ich kaufe den Drucker. / Ich kaufe ein Drucker. (Falsch, muss "einen Drucker" sein) / Ich kaufe die Drucker.
Man sieht, wie wichtig es ist, die Deklinationstabellen für maskuline Nomen wie „Drucker“ zu lernen, um Fehler in anderen Fällen als dem Nominativ zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen zum Genus und Artikel von „Drucker“
Beim Lernen des Genus und der Artikel deutscher Nomen tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Hier beantworten wir einige davon, basierend auf den uns vorliegenden Informationen zum Wort „Drucker“:
Frage: Warum ist „Drucker“ maskulin und nicht neutral oder feminin?
Antwort: Das Genus im Deutschen ist oft nicht logisch. Bei „Drucker“ ist es einfach das festgelegte grammatikalische Geschlecht. Die Endung „-er“ ist zwar kein universeller Marker für Maskulina, kommt aber sehr häufig bei maskulinen Nomen vor, die ein Gerät oder eine Person bezeichnen, die etwas tut.
Frage: Kann ich das Genus eines Wortes wie „Drucker“ erraten, wenn ich die Regeln kenne?
Antwort: Die Regeln basierend auf Endungen (-ling, -en, -ig, -ich für maskulin, etc.) und Bedeutungen (Tageszeiten, Automarken für maskulin, etc.) können gute Hinweise geben. Bei „Drucker“ hilft die Endung „-er“ und die Tatsache, dass es ein Gerät ist (viele Werkzeuge/Geräte enden auf -er und sind maskulin). Aber da es Ausnahmen gibt (wie „das Bier“), ist das Auswendiglernen des Genus der sicherste Weg.
Frage: Was ist der Unterschied zwischen „der Drucker“ und „ein Drucker“?
Antwort: „Der Drucker“ ist der bestimmte Artikel für ein spezifisches, bereits bekanntes oder einzigartiges Exemplar im Singular. „Ein Drucker“ ist der unbestimmte Artikel für ein beliebiges, zum ersten Mal erwähntes oder nicht spezifisches Exemplar im Singular.
Frage: Wie sage ich „Drucker“ im Plural?
Antwort: Der bestimmte Artikel im Plural ist immer „die“. Es heißt also „die Drucker“. Einen unbestimmten Artikel im Plural gibt es im Deutschen nicht; man verwendet stattdessen Mengenangaben wie „viele Drucker“.
Frage: Reichen die Regeln zu Endungen und Bedeutungen aus, um das Genus immer zu wissen?
Antwort: Nein, leider nicht. Wie die Beispiele „die Sonne“, „der Reichtum“ oder „das Bier“ zeigen, gibt es Ausnahmen von den Regeln. Das Auswendiglernen des Genus zusammen mit dem Nomen ist unerlässlich.
Zusammenfassung und Fazit
Das Wort „Drucker“ ist ein maskulines Nomen im Deutschen. Sein bestimmter Artikel im Nominativ Singular ist „der“, und sein unbestimmter Artikel im Nominativ Singular ist „ein“. Im Plural wird immer der bestimmte Artikel „die“ verwendet, und es gibt keinen unbestimmten Artikel im Plural.
Obwohl es Regeln und semantische Hinweise zur Bestimmung des Genus gibt, sind diese nicht immer zuverlässig, da es Ausnahmen gibt. Für eine korrekte Anwendung ist es am besten, das Genus (und damit den Artikel) jedes neuen Nomens auswendig zu lernen. Das gilt auch für das Wort „Drucker“.
Wir haben gesehen, dass die Endung „-er“ oft mit maskulinen Nomen assoziiert wird, insbesondere bei Bezeichnungen für Geräte oder Personen, die eine Handlung ausführen, was bei „Drucker“ zutrifft. Dennoch sollte man sich nicht blind auf diese Faustregeln verlassen.
Die vollständige Beherrschung des Wortes „Drucker“ erfordert auch das Lernen seiner Deklination in allen Fällen im Singular und Plural, auch wenn diese spezifischen Formen hier nicht detailliert aufgeführt wurden. Das Wissen um den korrekten Artikel im Nominativ ist jedoch der erste und wichtigste Schritt.
Wir hoffen, dieser ausführliche Blick auf das Genus und die Artikel des Wortes „Drucker“ hat Ihnen geholfen, mehr Sicherheit im Umgang mit diesem wichtigen deutschen Nomen zu gewinnen und die allgemeine Herausforderung der deutschen Artikel besser zu verstehen.
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