Wo befindet sich die Verwaltung von ALDI SÜD?

Aldi Süd: Produkte & Unterschied zu Aldi Nord

02/01/2020

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Aldi gehört zu den bekanntesten und größten Lebensmittelhändlern in Deutschland. Fast jeder kennt den Namen, doch nicht jedem ist klar, dass es eigentlich zwei voneinander unabhängige Unternehmen gibt: Aldi Süd und Aldi Nord. Diese Trennung wirft oft Fragen auf, nicht nur bezüglich der Produkte, die man in den Regalen findet, sondern auch hinsichtlich der Geschichte und der geografischen Verteilung. In diesem Artikel beleuchten wir, was Aldi Süd auszeichnet, wie es sich von seinem nördlichen Pendant unterscheidet und welche spannenden Fakten hinter der berühmten Aufteilung stecken.

Wo ist der Unterschied zwischen Aldi und Aldi Süd?
Laut eigenen Angaben hat Aldi Nord in Deutschland 2.200 Filialen und 40.000 Mitarbeiter. Aldi Süd verfügt über 2.000 Filialen und 50.000 Mitarbeiter. Insgesamt bringt es die Aldi Unternehmensgruppe auf 4.215 Filialen. Gemessen am Umsatz zählt Aldi zu den Top 5 Lebensmitteleinzelhändlern in Deutschland.

Die Frage nach den Produkten bei Aldi Süd ist naheliegend. Was erwartet Kunden, wenn sie eine Filiale südlich des sogenannten Aldi-Äquators betreten? Während Aldi Nord sich oft auf superniedrige Preise, insbesondere bei Obst und Gemüse, sowie ein starkes Angebot für Vierbeiner und Blumen konzentriert, verfolgt Aldi Süd ein etwas anderes Konzept. Laut den uns vorliegenden Informationen legt Aldi Süd Wert auf Qualität und bietet ein Sortiment, das stärker auf Bio-, Fairtrade-, veganen und vegetarischen Produkten basiert. Eine besonders bekannte Eigenmarke, die exklusiv bei Aldi Süd erhältlich ist, ist „GutBio“. Darüber hinaus wird die große Getränkeauswahl bei Aldi Süd positiv hervorgehoben. Es ist wichtig zu betonen, dass dies die Schwerpunkte sind, die den Unterschied zu Aldi Nord ausmachen. Eine vollständige Auflistung aller bei Aldi Süd erhältlichen Produkte ist anhand der gegebenen Informationen nicht möglich, aber der Fokus auf diese qualitäts- und ethikorientierten Bereiche scheint ein klares Merkmal zu sein.

Übersicht

Aldi Süd und Aldi Nord: Eine historische Trennung

Um die heutige Situation und die Unterschiede zwischen Aldi Süd und Aldi Nord zu verstehen, muss man einen Blick in die Geschichte werfen. Die Ursprünge des Aldi-Imperiums reichen über 100 Jahre zurück. Im Jahr 1913 legten die Brüder Theo Albrecht und Karl Albrecht in Essen den Grundstein für ihr später so erfolgreiches Unternehmen. Die Idee war, einen Discounter zu schaffen, der eine Konkurrenz zu bestehenden Händlern wie Edeka und Rewe darstellte, indem er Waren zu günstigen Preisen anbot. Der Name „Aldi“ selbst leitet sich von „Albrecht Diskont“ ab und unterstreicht diesen Ansatz. Die Gründer waren äußerst erfolgreich, und bereits zehn Jahre nach der Gründung gab es 100 Geschäfte.

Die weitreichendste Entwicklung in der Geschichte des Unternehmens war jedoch die Trennung im Jahr 1961. Über die genauen Gründe für diese Aufspaltung gibt es verschiedene Spekulationen. Ein weit verbreitetes Gerücht besagt, dass ein Streit über den Verkauf von Zigaretten der Auslöser war. Während einer der Brüder den Tabakverkauf befürwortete, soll der andere strikt dagegen gewesen sein. Offiziell werden jedoch betriebswirtschaftliche Gründe für die Teilung des Filialnetzes genannt. Unabhängig vom genauen Grund übernahm Karl Albrecht die Geschäfte im Süden Deutschlands, die fortan als Aldi Süd firmierten, während Theo Albrecht den Norden Deutschlands verantwortete und Aldi Nord entstand. Interessanterweise begann Aldi Nord nach der Trennung tatsächlich mit dem Verkauf von Zigaretten, während Aldi Süd diese erst 2003 in sein Sortiment aufnahm. Diese Anekdote stützt zumindest das bekannte Gerücht, auch wenn es offiziell andere Gründe gab.

Der Aldi-Äquator: Wo verläuft die Grenze?

Die Trennung von Aldi Süd und Aldi Nord führte zur Entstehung einer imaginären Linie, die Deutschland in zwei Hälften teilt – dem sogenannten Aldi-Äquator. Diese Grenze verläuft quer durchs Land. Sie zieht sich grob zwischen den Firmensitzen der beiden Unternehmen entlang: dem Sitz von Aldi Nord in Essen und dem Sitz von Aldi Süd in Mülheim an der Ruhr. Weiter im Osten verläuft die Grenze dann entlang der Ländergrenze zwischen Bayern und Thüringen. Diese geografische Aufteilung bestimmt, in welcher Aldi-Filiale man einkaufen kann, je nachdem, wo man sich in Deutschland befindet.

Auch in Bezug auf die Größe unterscheiden sich die beiden Unternehmen leicht, zumindest was die Filialen in Deutschland angeht. Laut eigenen Angaben betreibt Aldi Nord in Deutschland rund 2.200 Filialen und beschäftigt etwa 40.000 Mitarbeiter. Aldi Süd verfügt über etwas weniger Filialen, nämlich rund 2.000, beschäftigt aber mit etwa 50.000 Mitarbeitern in Deutschland mehr Personal. Zusammen kommt die gesamte Aldi Unternehmensgruppe in Deutschland auf über 4.200 Filialen und zählt gemessen am Umsatz zu den Top 5 der Lebensmittelhändler des Landes.

Welche Produkte gibt es bei ALDI SÜD?
HEUTE IM ANGEBOT: COOKIESMilchprodukte. Fleisch. Fisch & Meeresfrüchte. TK Obst & Gemüse.Nudeln, Reis & Hülsenfrüchte. Konserven. Backzutaten. ...Bonbons. Kekse. Riegel. ...Bier. Saft & Nektar. Spirituosen. ...Müllbeutel & Folien. Putz- & Spülmittel. Waschmittel.Hygieneartikel. Freiverkäufliche Arzneimittel. Pflegeprodukte.Babynahrung. Windeln.

Internationale Präsenz: Mehr als nur Deutschland

Die Aufteilung in Aldi Süd und Aldi Nord beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Beide Unternehmen sind auch international aktiv, allerdings in unterschiedlichen Ländern. Insgesamt gibt es Aldi-Filialen in 16 Ländern weltweit.

Aldi Nord ist laut den uns vorliegenden Informationen in acht Ländern außerhalb Deutschlands vertreten: Belgien, den Niederlanden, den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Portugal und Polen.

Aldi Süd ist sogar in einem Land mehr präsent, also in neun internationalen Märkten. Dazu gehören: Irland, Australien, Slowenien, Ungarn, China, Italien, die Schweiz und Österreich. Eine Besonderheit gibt es in Österreich. Wer dort nach einer Aldi Süd-Filiale sucht, wird unter diesem Namen nicht fündig. Stattdessen firmiert Aldi Süd in Österreich unter dem Namen „Hofer“. Dies hat historische Gründe. Kurz nach der Trennung in Deutschland übernahm Aldi Süd die Lebensmittelkette des österreichischen Händlers Helmut Hofer. Da der Name „Aldi“ in Österreich bereits von einem anderen Unternehmen registriert war, entschied man sich, den etablierten und bekannten Namen „Hofer“ beizubehalten. So konnte Karl Albrecht von der Bekanntheit der Marke Hofer profitieren.

Unterschiede im Produktsortiment und der Unternehmensphilosophie

Obwohl Aldi Süd und Aldi Nord eine gemeinsame Geschichte teilen und sogar eine gemeinsame E-Commerce GmbH sowie eine gemeinsame Online-Plattform besitzen, verfolgen sie unterschiedliche Konzepte bei der Produktauswahl und den Angeboten. Wie bereits erwähnt, legt Aldi Süd einen stärkeren Fokus auf Qualität, Bio-, Fairtrade-, vegane und vegetarische Produkte sowie eine große Getränkeauswahl. Die Eigenmarke „GutBio“ ist ein Beispiel für diese Ausrichtung. Aldi Nord hingegen setzt stärker auf superniedrige Preise, insbesondere bei frischem Obst und Gemüse. Auch das Angebot für Tierbedarf, Blumen und starke Eigenmarken sowie einige Markenprodukte im Snack- und Süßigkeitensortiment wird bei Aldi Nord hervorgehoben.

Diese unterschiedlichen Schwerpunkte spiegeln sich auch im Geschäftserfolg wider. Im Jahr 2023 konnte Aldi Süd mit einem Umsatz von 18,8 Milliarden Euro mehr erwirtschaften als Aldi Nord mit 14,3 Milliarden Euro.

Aldi Süd als Arbeitgeber

Neben der Rolle als Lebensmittelhändler versteht sich Aldi Süd auch als wichtiger Arbeitgeber. Mit rund 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern allein in Deutschland (und weltweit etwa 180.000) ist das Unternehmen ein verlässlicher und verantwortungsvoller Arbeitgeber. Die Kultur bei Aldi Süd wird als eine beschrieben, bei der gemeinsam angepackt wird, man stets in Bewegung ist und das Beste aus sich machen möchte, um heute besser als gestern zu sein. Das Engagement der Mitarbeiter wird wertgeschätzt und fair bezahlt. Neben einem attraktiven Gehalt erhalten Mitarbeiter beispielsweise Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie sechs Wochen Urlaub im Jahr und weitere Vorteile.

Aldi Süd guter Arbeitgeber?
ALDI SÜD wird als Arbeitgeber von Mitarbeitenden mit durchschnittlich 3,4 von 5 Punkten bewertet. In der Branche Handel schneidet ALDI SÜD gleich ab wie der Durchschnitt (3,4 Punkte). Basierend auf den Bewertungen der letzten 2 Jahre würden 62% der Mitarbeitenden ALDI SÜD als Arbeitgeber weiterempfehlen.

Es gibt vielfältige Jobmöglichkeiten in Voll- und Teilzeit, im Verkauf, in der Logistik oder in der Verwaltung, sowohl für Studenten als auch für Führungskräfte oder Quereinsteiger. Ein wertschätzender, hilfsbereiter und freundlicher Umgang miteinander wird als wichtig erachtet. Die zentrale Verwaltung von Aldi Süd befindet sich am ALDI SÜD Campus in Mülheim an der Ruhr. Hier arbeiten Kollegen in Bereichen wie Einkauf, Finanzen, Marketing, HR und Logistikmanagement. Auch die internationale Verwaltung und die internationale IT sind in Mülheim an der Ruhr angesiedelt, während die nationale IT auch einen Standort in Duisburg hat.

Steht eine Wiedervereinigung bevor?

Angesichts der gemeinsamen Wurzeln und der Tatsache, dass Aldi Süd und Aldi Nord eine gemeinsame E-Commerce GmbH und Online-Plattform betreiben, könnte man sich fragen, ob eine Wiedervereinigung geplant ist. Die uns vorliegenden Informationen deuten jedoch darauf hin, dass dies „wohl eher nicht“ der Fall ist. Die Unterschiede in den Konzepten und der Produktauswahl scheinen zu groß zu sein. Eine Wiedervereinigung würde für beide Unternehmen wahrscheinlich kaum Vorteile bringen, da sie sich erfolgreich mit ihren jeweils unterschiedlichen Ansätzen auf dem Markt positioniert haben.

Vergleichstabelle: Aldi Süd vs. Aldi Nord

Um die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick darzustellen, haben wir eine kleine Tabelle erstellt:

MerkmalAldi SüdAldi Nord
Firmensitz (Deutschland)Mülheim an der RuhrEssen
Gründung1913 (als Albrecht Diskont)1913 (als Albrecht Diskont)
Trennung19611961
Geographische Verteilung (Deutschland)Südlich des Aldi-ÄquatorsNördlich des Aldi-Äquators
Filialen in Deutschland (ca.)2.0002.200
Mitarbeiter in Deutschland (ca.)50.00040.000
Umsatz 2023 (Deutschland)18,8 Mrd. Euro14,3 Mrd. Euro
Produktfokus (laut Text)Qualität, Bio, Fairtrade, vegan, vegetarisch, GetränkePreis, Obst/Gemüse, Tierbedarf, Blumen, Snacks/Süßigkeiten (Markenprodukte)
Bekannte Eigenmarke (laut Text)GutBio(nicht explizit genannt)
Internationale Märkte (laut Text)9 (u.a. Österreich/Hofer)8 (u.a. USA)

Häufig gestellte Fragen

Frage: Welche Produkte gibt es typischerweise bei Aldi Süd?

Antwort: Laut den uns vorliegenden Informationen legt Aldi Süd einen Schwerpunkt auf qualitätsorientierte Produkte, insbesondere Bio-, Fairtrade-, vegane und vegetarische Artikel. Die Eigenmarke „GutBio“ ist hierfür ein Beispiel. Auch die Getränkeauswahl wird als groß beschrieben. Eine vollständige Liste aller Produkte ist nicht verfügbar.

Frage: Warum gibt es Aldi Süd und Aldi Nord?

Antwort: Das Unternehmen wurde 1913 von den Brüdern Albrecht gegründet und spaltete sich 1961. Offiziell wurden betriebswirtschaftliche Gründe genannt, inoffiziell wird über einen Streit bezüglich des Verkaufs von Zigaretten spekuliert.

Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen Aldi Süd und Aldi Nord?

Antwort: Die Grenze, der sogenannte Aldi-Äquator, verläuft quer durch Deutschland, grob zwischen den Firmensitzen in Essen (Nord) und Mülheim an der Ruhr (Süd) und weiter entlang der Grenze zwischen Bayern und Thüringen.

Welche Produkte gibt es bei ALDI SÜD?
HEUTE IM ANGEBOT: COOKIESMilchprodukte. Fleisch. Fisch & Meeresfrüchte. TK Obst & Gemüse.Nudeln, Reis & Hülsenfrüchte. Konserven. Backzutaten. ...Bonbons. Kekse. Riegel. ...Bier. Saft & Nektar. Spirituosen. ...Müllbeutel & Folien. Putz- & Spülmittel. Waschmittel.Hygieneartikel. Freiverkäufliche Arzneimittel. Pflegeprodukte.Babynahrung. Windeln.

Frage: Warum heißt Aldi Süd in Österreich Hofer?

Antwort: Kurz nach der Trennung in Deutschland übernahm Aldi Süd die österreichische Lebensmittelkette des Händlers Helmut Hofer. Da der Name „Aldi“ in Österreich bereits vergeben war, entschied man sich, den etablierten Namen Hofer beizubehalten.

Frage: Ist Aldi Süd ein guter Arbeitgeber?

Antwort: Laut den uns vorliegenden Informationen versteht sich Aldi Süd als verlässlicher und verantwortungsvoller Arbeitgeber für rund 50.000 Mitarbeiter in Deutschland. Das Unternehmen bietet faire Bezahlung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sechs Wochen Urlaub und weitere Vorteile. Ein wertschätzender Umgang wird betont.

Frage: Wo befindet sich die Verwaltung von Aldi Süd?

Antwort: Die zentrale Verwaltung von Aldi Süd, einschließlich des ALDI SÜD Campus, befindet sich in Mülheim an der Ruhr. Dort sind Bereiche wie Einkauf, Finanzen, Marketing, HR und Logistikmanagement angesiedelt. Auch die internationale Verwaltung und IT haben ihren Sitz dort, während die nationale IT auch in Duisburg vertreten ist.

Frage: Werden Aldi Süd und Aldi Nord wieder zusammengelegt?

Antwort: Laut den uns vorliegenden Informationen ist eine Wiedervereinigung „wohl eher nicht“ geplant, da die Unternehmen zu unterschiedlich in ihren Konzepten und ihrer Ausrichtung sind.

Fazit

Aldi Süd und Aldi Nord sind zwei eigenständige Unternehmen, die aus einer gemeinsamen Geschichte hervorgegangen sind. Die Trennung im Jahr 1961 schuf den berühmten Aldi-Äquator, der Deutschland geografisch teilt. Während Aldi Nord oft für sehr niedrige Preise bekannt ist, positioniert sich Aldi Süd laut den uns vorliegenden Informationen stärker im Bereich Qualität, Bio-, Fairtrade-, veganen und vegetarischen Produkten mit Marken wie „GutBio“ und einer ausgeprägten Getränkeauswahl. Auch international agieren sie in unterschiedlichen Märkten, wobei Aldi Süd in Österreich unter dem Namen Hofer bekannt ist. Trotz einer gemeinsamen Online-Plattform verfolgen beide Unternehmen unterschiedliche Konzepte, was eine Wiedervereinigung unwahrscheinlich erscheinen lässt. Aldi Süd versteht sich zudem als wichtiger und verantwortungsvoller Arbeitgeber. Das ALDI Versprechen "Gutes für alle" prägt dabei das Handeln des Unternehmens.

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