13/04/2012
Der Airbus A350 ist ein bedeutendes Langstrecken-Großraumflugzeug, entwickelt vom europäischen Hersteller Airbus. Er zeichnet sich durch den höchsten Anteil an Kohlenstofffaserverbundwerkstoffen in seiner Struktur aus, was ihn besonders leicht und effizient macht. Als direkter Konkurrent zu Boeings 787 und den neueren 777-Varianten tritt er die Nachfolge des Airbus A340 an und setzt neue Maßstäbe im Langstreckenflugverkehr.

- Was macht den Airbus A350 so besonders?
- Die Entwicklungsgeschichte: Vom Konzept zum XWB
- Erstflug und umfangreiches Testprogramm
- Konstruktion und innovative Technik
- Fertigung und globale Logistik
- Die A350-Familie: Varianten für unterschiedliche Anforderungen
- Bestellungen, Auslieferungen und Marktposition
- Herausforderungen und Zwischenfälle
- Was kostet ein Airbus A350?
- Warum gilt der A350 als eines der besten Flugzeuge?
- Wird der Airbus A350 noch gebaut?
- Häufig gestellte Fragen zum Airbus A350
- Was ist das Besondere am Airbus A350?
- Wie weit kann ein A350 fliegen?
- Wie viele Sitzplätze hat ein Airbus A350?
- Welche Fluggesellschaften fliegen die meisten A350?
- Wie viele A350 hat die deutsche Bundeswehr?
- Was kostet ein Airbus A350?
- Wie sicher ist der Airbus A350?
- Warum wird der A350 als besonders effizient angesehen?
- Wird der A350 noch produziert?
- Technische Daten im Überblick (Ausgewählte Varianten)
Was macht den Airbus A350 so besonders?
Die Besonderheit des A350 liegt in seiner fortschrittlichen Konstruktion und den daraus resultierenden Leistungswerten. Es ist das erste Airbus-Passagierflugzeug, dessen Struktur, insbesondere Rumpf und Tragflächen, zu einem sehr hohen Anteil aus modernen Verbundwerkstoffen wie Kohlenstofffaserverbundwerkstoffen (CFK) besteht. Dies führt zu einer erheblichen Gewichtsreduktion im Vergleich zu herkömmlichen Aluminiumkonstruktionen. Das geringere Gewicht, kombiniert mit aerodynamischen Verbesserungen und neu entwickelten Triebwerken, ermöglicht signifikante Einsparungen beim Treibstoffverbrauch und reduzierte Betriebskosten.
Darüber hinaus wurde bei der Entwicklung großer Wert auf den Passagierkomfort gelegt. Die Kabine bietet durch einen breiteren Rumpf mehr Platz, größere Fenster und eine verbesserte Luftfeuchtigkeit sowie einen angenehmeren Kabinendruck. Die innovative Beleuchtungstechnik trägt ebenfalls zu einem besseren Flugerlebnis bei.
Die Entwicklungsgeschichte: Vom Konzept zum XWB
Ursprüngliche Idee und erste Anpassungen
Der Weg zur A350 war nicht geradlinig. Ein erster Entwurf im Jahr 2004 sah lediglich eine modernisierte Version des erfolgreichen Airbus A330 vor. Diese frühen Varianten, A350-800 und -900, sollten größenmäßig dem A330 und A340 ähneln. Ursprünglich war der Erstflug für 2009 und die Indienststellung für 2011 geplant. Dieses Konzept basierte auf einer Modernisierung bestehender Bauteile, hatte aber noch nicht den revolutionären Charakter, der später zum Markenzeichen der A350 werden sollte.
Die XWB-Revolution
Die Marktdynamik, ausgelöst durch das Boeing 787-Programm, zwang Airbus zu einem Umdenken. Im Jahr 2005 wurde das Konzept radikal überarbeitet. Der neue Entwurf unterschied sich nun zu 90 Prozent von der A330. Obwohl die Flügelform und der Rumpfquerschnitt zunächst gleich blieben, wurden aerodynamische Verbesserungen integriert. Der Rumpf sollte nun größere Kabinenfenster erhalten und einen größeren Anteil an Aluminium-Lithium-Legierungen sowie Metall-Verbundwerkstoffen (wie Glare) aufweisen. Dies sollte eine einfachere Wartung im Vergleich zu reinen CFK-Strukturen ermöglichen, bei ähnlicher Gewichtseinsparung.
Kritik von potenziellen Kunden, insbesondere von großen Leasinggesellschaften und Fluggesellschaften wie Singapore Airlines, forderte jedoch einen komplett neuen Flugzeugtyp mit breiterem Rumpf, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Als Reaktion darauf kündigte Airbus im Mai 2006 „radikale Änderungen“ an. Dies führte zur Entwicklung der A350 XWB (eXtra Wide Body) – einem vollständig neuen Flugzeug mit breiterem Rumpf, komplett aus Verbundwerkstoffen gefertigten Flügeln, höherer Reisegeschwindigkeit und leistungsfähigeren Triebwerken.
Die Entscheidung für die A350 XWB wurde am 17. Juli 2006 offiziell bekannt gegeben. Dies bedeutete höhere Entwicklungskosten, die von ursprünglich etwa 4,5 Milliarden Euro auf nun 7,9 Milliarden Euro geschätzt wurden (später stiegen die Schätzungen auf rund 10 Milliarden Euro). Ein wichtiger Schritt war die Einbindung von Risk-Sharing-Partnern zur Finanzierung und die Vermeidung von Staatsbeihilfen, um WTO-Konflikte zu umgehen. Der offizielle Start des A350-XWB-Programms (Industrial Launch) erfolgte nach Genehmigung durch den EADS-Aufsichtsrat am 1. Dezember 2006.
Zeitplan und Zertifizierung
Durch die komplette Neuentwicklung verschoben sich die Termine. Der Erstflug der A350-900 wurde für Mitte 2011 und die Indienststellung für Mitte 2012 angepeilt, was bereits ein Jahr später war als ursprünglich für den ersten Entwurf geplant. Die Zertifizierung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) für die A350-941 erfolgte am 30. September 2014, gefolgt von der US-amerikanischen Federal Aviation Administration (FAA) am 12. November 2014. Die A350 erhielt eine ETOPS-370-Zulassung, die für die meisten relevanten Langstreckenverbindungen ausreicht; eine ETOPS-420-Zulassung wurde nicht weiter verfolgt.
Erstflug und umfangreiches Testprogramm
Der Jungfernflug der A350-941 (MSN001) fand am 14. Juni 2013 in Toulouse statt und markierte einen wichtigen Meilenstein. Der Flug dauerte vier Stunden und diente der ersten Erprobung des neuen Flugzeugs. Eine sechsköpfige Besatzung testete die Maschine in der Nähe von Toulouse und Südfrankreich, unterstützt von einem begleitenden Flugzeug und direkter Datenübertragung an das Testzentrum.
Das Testprogramm war äußerst umfangreich und umfasste rund 2500 Flugstunden mit insgesamt fünf Prototypen (MSN001 bis MSN005). Diese Flugzeuge wurden für verschiedene Tests eingesetzt, darunter Mindestabhebegeschwindigkeit, Höhen- und Kältetests (MSN003 im Januar 2014) und Wasseraufnahme-Tests (MSN004 im Mai 2014). MSN002 und MSN005 wurden zudem mit einer vollständigen Kabinenausstattung versehen, um Komfort und Systeme unter realen Bedingungen zu testen.
Besonders hervorzuheben sind die sogenannten Early Long Flights (ELF) im Juni und Juli 2014, bei denen Airbus-Mitarbeiter und Experten als Passagiere mitflogen. Ziel war es, das Kabineninterieur, die Klimaanlage, Bordküchen, Beleuchtung und Unterhaltungssysteme unter Einsatzbedingungen zu überprüfen. Diese Testflüge führten die MSN005 auf verschiedene Langstreckenrouten weltweit, von Nordamerika über Asien und Australien bis nach Südamerika und zurück nach Europa.

Konstruktion und innovative Technik
Die A350 XWB ist ein technologisch fortschrittliches Flugzeug. Mit zwei leistungsstarken Trent XWB-Triebwerken von Rolls-Royce ausgelegt, soll sie pro Sitz etwa zwei Prozent effizienter als die Boeing 787 und bis zu 25 Prozent effizienter als die Boeing 777 sein. Die direkten Betriebskosten werden von Airbus als signifikant niedriger angegeben.
Rumpfstruktur und Materialien
Der Rumpf der A350 XWB hat einen nahezu kreisrunden Querschnitt und besteht weitestgehend aus Faserverbund-Konstruktionselementen. Anders als bei der Boeing 787, deren Rumpf aus CFK-Hohlzylindern besteht, setzt die A350 auf vier untereinander vernietete CFK-Paneele pro Rumpfsegment, die auf Rippen aus Aluminium-Lithium befestigt sind. CFK-Stringer versteifen die Paneele, und ein integriertes Metallgewebe bietet Blitzschutz. Dieses Konzept soll schnelle Reparaturen durch Segmentaustausch ermöglichen und zur Gewichtsreduktion beitragen. Die Passagierkabine behält über ihre Länge eine konstante Breite, was den Raum effizienter nutzbar macht.
Cockpit und Komfort
Das Cockpit ist ein modernes Zweipersonen-Glascockpit im Stil der A380, ausgestattet mit Sidesticks und Klapptischen. Piloten profitieren von zwei Head-up-Displays und sechs großen Flüssigkristallbildschirmen. Die Kabine bietet großen Komfort mit großen Fenstern, geräumigen Gepäckfächern, geringem Lärmpegel und einer innovativen Vollfarb-LED-Beleuchtung ('Mood lighting'). Die Luftfeuchtigkeit ist höher als bisher üblich, und der Kabinendruck entspricht dem in etwa 1.800 Metern Höhe, was das Reisegefühl verbessert.
Seit 2022 werden A350 mit dem NPS (New Production Standard) ausgeliefert. Durch optimierte Produktionsprozesse wurde die nutzbare Kabinenfläche um 10 cm breiter und 86 cm länger. Dies ermöglicht mehr Flexibilität bei der Bestuhlung, einschließlich der Option für eine 3+4+3-Konfiguration (obwohl nicht immer gewünscht), und erlaubt mehr Sitzreihen. Gleichzeitig sinkt das Leergewicht, während das maximal zulässige Gewicht steigt, was Zuladung und Reichweite verbessert.
Für lange Flüge gibt es separate Ruhebereiche für die Besatzung im Cockpitbereich und hinten im Rumpf.
Flügel und Aerodynamik
Die Tragflächen der A350 XWB sind eine Neukonstruktion aus CFK mit einer hohen Pfeilung von 35 Grad, optimiert für die Reisegeschwindigkeit von Mach 0,85. Sie verfügen über sieben Störklappen pro Seite, spaltlose Vorflügel (Droop Noses) innen und sechs Vorflügel außen sowie Einfachspaltklappen mit aktiver Verstellung. Die Winglets, ab 2018 in einer größeren Form (Sharklets) eingeführt, verbessern die Aerodynamik und reduzieren den Treibstoffverbrauch.
Triebwerke und Systeme
Als Antrieb dienen speziell für die A350 entwickelte Rolls-Royce Trent XWB Turbofans, die ein breites Schubspektrum abdecken. Diese Triebwerke liefern auch Zapfluft für die Druckkabine. Die Schubumkehr wird elektrisch aktiviert, was eine Neuerung darstellt. Das Hilfstriebwerk (APU) ist ein Honeywell HGT1700. Ursprünglich waren Lithium-Ionen-Batterien für die Energieversorgung vorgesehen, wurden aber nach Problemen bei der Boeing 787 vorübergehend durch Nickel-Cadmium-Akkus ersetzt, sollen aber wieder als Option angeboten werden.
Das Fahrwerk besteht aus einem zweirädrigen Bugfahrwerk und einem Hauptfahrwerk, das bei der -900 vierrädrig und bei der -1000 sechsrädrig ist. Die Befestigung des Hauptfahrwerks ist anders gelöst als bei früheren Airbus-Modellen und nimmt Anleihen bei der Vickers VC10, was Wartung und Masse reduzieren soll.
Fertigung und globale Logistik
Wie bei allen Airbus-Flugzeugen erfolgt die Fertigung der A350 dezentral an verschiedenen Standorten in Europa, während die Endmontage zentral in Toulouse, Frankreich, stattfindet. Großformatige Komponenten wie Rumpfsektionen und Tragflächen werden hauptsächlich mit der Flotte der Airbus Belugas transportiert. Die Bugsektion wird in Méaulte gefertigt und in St. Nazaire mit der Vorderrumpfsektion aus Hamburg verbunden. Weitere Komponenten kommen aus Hamburg (Rumpfsektionen, obere Flügelschalen, Seitenleitwerk, Kabineneinrichtung), Getafe (Spanien, Höhenleitwerk), Broughton (Großbritannien, Tragflächen), Lindenberg (Deutschland, Bugfahrwerk, Vorflügel-Betätigung) und Gloucester (Großbritannien, Hauptfahrwerk). Auch in den USA (Northrop Grumman) werden CFK-Bauteile gefertigt. Die Fertigung der -1000 Varianten bezieht spezifische Teile aus Nordenham und Augsburg.
Die A350-Familie: Varianten für unterschiedliche Anforderungen
Die A350 XWB-Familie wurde zunächst in drei Varianten konzipiert, wobei sich die -800er Version später zugunsten der A330-800neo zurückzog. Aktuell konzentriert sich Airbus auf die erfolgreichen Varianten -900 und -1000 sowie darauf basierende Spezialversionen und die zukünftige Frachtvariante.
Die Standardvariante: A350-900
Die A350-900 ist die Basisvariante und wurde als Konkurrenz zur Boeing 777 und 787 entwickelt. Mit einer typischen Drei-Klassen-Konfiguration für rund 325 Passagiere bietet sie eine Reichweite von etwa 15.000 km. Sie löst den Airbus A340-300 ab und zeichnet sich durch signifikant geringere Masse, Kerosinverbrauch und Betriebskosten im Vergleich zu älteren Modellen aus.

Die Ultralangstreckenvariante: A350-900ULR
Basierend auf der -900, ist die A350-900ULR (Ultra Long Range) speziell für extrem lange Nonstop-Flüge ausgelegt. Durch ein modifiziertes Tanksystem (ohne Zusatztanks, aber mit höherer Kapazität), verlängerte Winglets und aerodynamische Verbesserungen erreicht sie eine beeindruckende Reichweite von bis zu 17.960 Kilometern. Singapore Airlines ist der Erstkunde und Betreiber dieser Variante auf den längsten kommerziellen Flugrouten der Welt.
Die VIP-Varianten: ACJ350
Für den Geschäftsreise- und Regierungsflugverkehr bietet Airbus die ACJ350-Modelle an, die auf der -900ULR und -1000 basieren. Diese VIP-Versionen bieten luxuriöse Kabinenausstattungen für eine geringere Anzahl von Passagieren (typischerweise 25) und erreichen durch das geringere Gewicht noch höhere Reichweiten. Die deutsche Flugbereitschaft setzt drei ACJ350-900 ein.
Die größte Variante: A350-1000
Die A350-1000 ist die gestreckte Version der A350-Familie, sieben Meter länger als die -900. Sie bietet in einer Drei-Klassen-Konfiguration Platz für etwa 366 Passagiere und eine maximale Reichweite von über 15.500 km. Sie ist als Konkurrenz zur Boeing 777X und 777-300ER positioniert und löst den A340-600 ab. Die A350-1000 verfügt über ein sechsrädriges Hauptfahrwerk und leistungsgesteigerte Trent XWB-97 Triebwerke.
Die Frachtvariante: A350F
In Entwicklung befindet sich die A350F, eine dedizierte Frachtversion. Sie basiert auf der A350-1000, wird aber um eine spezielle Rumpfsektion mit Frachttor verlängert. Mit einer geplanten Nutzlast von 111 Tonnen und einem großen Frachtvolumen soll sie eine moderne und effiziente Alternative im Luftfrachtmarkt darstellen. Der Erstflug ist für 2026 geplant.
Bestellungen, Auslieferungen und Marktposition
Die A350 hat sich seit ihrer Markteinführung als großer Erfolg erwiesen. Mit Stand 31. März 2025 liegen insgesamt 1381 Festbestellungen von 60 Kunden vor. Davon wurden bereits 651 Flugzeuge ausgeliefert. Die erste A350-900 (MSN006) wurde am 22. Dezember 2014 an Qatar Airways ausgeliefert, die auch der Erstkunde der A350-1000 war (Auslieferung am 20. Februar 2018).
Frühe und wichtige Kunden waren neben Qatar Airways auch Air Europa, ILFC und Singapore Airlines, die als erste Airline sowohl die Boeing 787 als auch die A350 bestellte. Die Bestellhistorie zeigt auch Anpassungen, wie die Stornierung einer großen Emirates-Bestellung im Jahr 2014, gefolgt von einer neuen, kleineren Bestellung im Jahr 2019. Die deutsche Bundeswehr hat ebenfalls drei ACJ350-900 für den VIP-Transport bestellt.
Die A350 hat sich erfolgreich auf dem Langstreckenmarkt etabliert und wird von vielen führenden Fluggesellschaften weltweit eingesetzt. Singapore Airlines ist aktuell der größte Betreiber, gefolgt von Qatar Airways und Cathay Pacific.
Herausforderungen und Zwischenfälle
Trotz des Erfolgs gab es auch Herausforderungen. Eine öffentlichkeitswirksame Auseinandersetzung gab es mit Qatar Airways bezüglich Lackschäden an der Außenhaut einiger A350-Flugzeuge. Qatar Airways behauptete, die Schäden seien sicherheitsrelevant und stellte Maschinen außer Dienst, während Airbus und die EASA dies dementierten. Der Streit führte zur Stornierung weiterer Bestellungen durch Airbus und einem Gerichtsverfahren, das Airbus gewann.
Der A350 gilt generell als sehr sicheres und zuverlässiges Flugzeug. Wie bei jedem Flugzeugtyp gab es dokumentierte Zwischenfälle, die jedoch überwiegend nicht auf technische Mängel der A350 zurückzuführen waren. Ein tragischer Vorfall ereignete sich am 2. Januar 2024, als ein A350 der JAL nach der Landung in Tokio-Haneda mit einem Flugzeug der Küstenwache kollidierte und in Brand geriet. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder der A350 konnten das Flugzeug sicher verlassen.
Was kostet ein Airbus A350?
Die Listenpreise für den Airbus A350 variieren je nach Variante und Ausstattung. Laut Angaben aus dem Jahr 2018 lag der Listenpreis für eine A350-900 bei etwa 317,4 Millionen US-Dollar. Die größere A350-1000 war mit rund 367 Millionen US-Dollar gelistet. Es ist zu beachten, dass die tatsächlich von Fluggesellschaften gezahlten Preise durch Mengenrabatte und individuelle Vereinbarungen in der Regel deutlich unter den Listenpreisen liegen.
Warum gilt der A350 als eines der besten Flugzeuge?
Der A350 wird oft als eines der modernsten und besten Langstreckenflugzeuge bezeichnet. Dies liegt hauptsächlich an seiner herausragenden Effizienz. Durch den hohen Einsatz von Verbundwerkstoffen und fortschrittliche Aerodynamik konnte der Treibstoffverbrauch pro Passagier erheblich gesenkt werden – auf rund 2,5 Liter Kerosin pro 100 Kilometer Flugstrecke. Dies entspricht einer Reduzierung von etwa 30 Prozent im Vergleich zu Vorgängermodellen und wirkt sich positiv auf die Umweltbilanz und die Betriebskosten aus. Zudem bietet die moderne Kabine einen hohen Passagierkomfort, der das Reiseerlebnis auf langen Flügen verbessert.

Wird der Airbus A350 noch gebaut?
Ja, der Airbus A350 wird weiterhin aktiv gebaut. Die Endmontage findet im hochmodernen Airbus-Werk in Toulouse, Frankreich, statt. Fluggesellschaften weltweit erhalten kontinuierlich neue Flugzeuge aus laufender Produktion, wie beispielsweise die Schweizer Fluggesellschaft SWISS, die in den kommenden Jahren zehn A350-900 in ihre Flotte aufnehmen wird.
Häufig gestellte Fragen zum Airbus A350
Was ist das Besondere am Airbus A350?
Das Besondere ist der hohe Anteil an Kohlenstofffaserverbundwerkstoffen in seiner Struktur, was ihn sehr leicht und treibstoffeffizient macht. Er bietet auch hohen Passagierkomfort durch eine breite Kabine, große Fenster, verbesserte Luft und innovative Beleuchtung.
Wie weit kann ein A350 fliegen?
Die Reichweite variiert je nach Modell. Die A350-900 hat eine maximale Reichweite von etwa 15.000 km. Die A350-900ULR (Ultra Long Range) kann dank eines modifizierten Tanksystems bis zu 17.960 km weit fliegen. Die A350-1000 erreicht rund 15.500 km.
Wie viele Sitzplätze hat ein Airbus A350?
Die Sitzplatzkapazität hängt stark von der gewählten Konfiguration der Airline ab. Ein A350-900 kann theoretisch bis zu 440 Passagiere aufnehmen, typischerweise sind es in einer Drei-Klassen-Konfiguration aber zwischen 300 und 350 Sitze. Die A350-1000 bietet in der Herstellerkonfiguration zwischen 350 und 410 Plätze, kann aber auch bis zu 480 Sitze fassen. Spezialvarianten wie die ACJ350 haben deutlich weniger Sitze (z.B. 25).
Welche Fluggesellschaften fliegen die meisten A350?
Stand Anfang 2024 waren Singapore Airlines, Qatar Airways und Cathay Pacific die größten Betreiber der A350-Flotte.
Wie viele A350 hat die deutsche Bundeswehr?
Die Flugbereitschaft der deutschen Bundeswehr betreibt drei Flugzeuge des Typs ACJ350-900 für den Transport von Regierungsmitgliedern.
Was kostet ein Airbus A350?
Die Listenpreise liegen bei über 300 Millionen US-Dollar pro Flugzeug, abhängig von der Variante und Ausstattung. Der tatsächliche Preis ist jedoch Verhandlungssache.
Wie sicher ist der Airbus A350?
Der A350 gilt als eines der sichersten und modernsten Flugzeuge der Welt und ist von allen relevanten Luftfahrtsicherheitsbehörden zugelassen.
Warum wird der A350 als besonders effizient angesehen?
Der hohe Anteil an Verbundwerkstoffen und die fortschrittliche Aerodynamik führen zu einem deutlich geringeren Gewicht und damit zu einem bis zu 30 Prozent niedrigeren Treibstoffverbrauch pro Passagier im Vergleich zu älteren Flugzeuggenerationen.
Wird der A350 noch produziert?
Ja, der Airbus A350 wird weiterhin in Toulouse gefertigt und an Kunden ausgeliefert.
Technische Daten im Überblick (Ausgewählte Varianten)
Um die Unterschiede zwischen den Hauptvarianten zu verdeutlichen, hier eine Vergleichstabelle basierend auf den bereitgestellten Daten:
| Kenngröße | A350-900 | A350-900ULR | A350-1000 |
|---|---|---|---|
| Länge | 65,26 m | 65,26 m | 73,79 m |
| Spannweite | 64,75 m | 64,75 m | 64,75 m |
| Höhe | 17,05 m | 17,05 m | 17,08 m |
| Max. Kabinenbreite | 5,28 m (5,71 m mit NPS) | 5,28 m (5,71 m mit NPS) | 5,28 m (5,71 m mit NPS) |
| Max. Startmasse | 268.000 kg (bis zu 283.000 kg) | 280.000 kg | 316.000 kg (bis zu 319.000 kg) |
| Max. Reichweite | 15.000 km (bis zu 15.342 km) | 17.960 km (bis zu 18.000 km) | 15.557 km (bis zu 16.112 km) |
| Typ. Sitzplätze (3 Klassen) | 325 (Airbus Konfig.) | 161 (Singapore Airlines Konfig.) | 366 (Airbus Konfig.) |
| Höchstgeschwindigkeit | Mach 0,86 (bis Mach 0,89) | Mach 0,86 (bis Mach 0,89) | Mach 0,86 (bis Mach 0,89) |
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