21/08/2019
In der Münchner Innenstadt hat sich in den letzten Jahren viel getan, insbesondere im Immobiliensektor. Eines der prominentesten Beispiele ist das Gebäude an der Rosenstraße 8, das lange Zeit als Stammsitz des traditionsreichen Schreibwarengeschäfts Kaut-Bullinger bekannt war. Die Frage, wer dieses Gebäude gekauft hat und was das für das Geschäft bedeutet, hat viele beschäftigt. Es gab Verwirrung darüber, ob die Firma Kaut-Bullinger selbst verkauft wurde oder lediglich die Immobilie, in der sich ein wichtiges Geschäft befand. Die Sachlage ist komplexer, da das Gebäude innerhalb kurzer Zeit zweimal den Eigentümer wechselte.

Das Gebäude in der Rosenstraße 8 war über Jahrzehnte hinweg untrennbar mit dem Namen Kaut-Bullinger verbunden. Es war nicht nur ein Geschäft, sondern ein Wahrzeichen für Bürobedarf und Schreibwaren im Herzen Münchens. Doch die Immobilie wurde von den Eigentümern von Kaut-Bullinger an den österreichischen Signa-Konzern von René Benko verkauft. Dieser Schritt war Teil der Strategie der Signa-Immobiliensparte „Prime Selection“, die darauf abzielt, Objekte in besten Innenstadtlagen zu akquirieren und zu entwickeln. Zu Signas Portfolio in München gehören auch andere bekannte Immobilien wie Teile des Karstadt zwischen Stachus und Hauptbahnhof, der Oberpollinger und die Alte Akademie. Für Signa ergänzte die Rosenstraße 8 das Portfolio ideal, da sie eine hervorragende Lage im Herzen Münchens unweit des Marienplatzes besitzt und höchste Wertstabilität versprach. Signa plante, die Immobilie langfristig im Bestand zu halten und sah mögliche Synergien mit der benachbarten Kaufhof-Filiale am Marienplatz, die ebenfalls Teil der Signa-Gruppe ist und als umsatzstärkster Kaufhof in Deutschland gilt. Bereits das dritte und vierte Obergeschoss des Kaut-Bullinger-Hauses waren zu diesem Zeitpunkt an Kaufhof vermietet.
Der erneute Verkauf des Gebäudes durch Signa
Die Pläne von Signa für die Rosenstraße 8 sahen einen Abriss und Neubau eines Geschäfts- und Bürogebäudes vor. Allerdings erhielt Signa dafür noch keine Baugenehmigung. Bevor diese Pläne realisiert werden konnten, geriet der Signa-Konzern in finanzielle Schwierigkeiten und musste Insolvenz anmelden. Im Zuge des Sanierungsverfahrens der Signa Prime Selection AG wurde die Liegenschaft an der Rosenstraße 8 erneut zum Verkauf gestellt. Ein neuer Eigentümer wurde gesucht.
Laut einem Zwischenbericht einer österreichischen Anwaltskanzlei zum Sanierungsverfahren der Signa Prime Selection AG, der der Süddeutschen Zeitung vorlag, ist das sogenannte „Signing“ betreffend die Immobilie Rosenstraße 8 mit der Bestbieterin erfolgt. „Signing“ steht für die Besiegelung eines Kaufvertrags. Der Käufer und der genaue Kaufpreis wurden in diesem Bericht nicht genannt. Allerdings berichteten Immobilien-Fachmedien wie React News und Immobilien-Zeitung, dass es sich beim Käufer um den Münchner Immobilienunternehmer und Wirtschaftsanwalt Erich Schwaiger handeln soll. Der kolportierte Kaufpreis liegt demnach bei etwa 85 Millionen Euro für das Grundstück.
Dieser Preis liegt leicht über den etwa 80 Millionen Euro, die Signa im Jahr 2020 beim Kauf des Grundstücks bezahlt hatte. Angesichts der inzwischen angelaufenen Zins- und Planungskosten dürfte Signa jedoch keinen großen Gewinn aus diesem Geschäft ziehen. Der Konzern hatte das Grundstück bereits im Sommer 2023 zum Verkauf gestellt und damals dem Vernehmen nach auf einen Erlös von 100 Millionen Euro gehofft. Die Entwicklung mit Schwaiger als mutmaßlichem Käufer kam für einige Beobachter überraschend, da er bisher nicht prominent mit Immobiliengeschäften dieser Größenordnung in Erscheinung getreten ist. Was der neue Eigentümer mit dem Grundstück vorhat, das derzeit mit einem Bauzaun abgesperrt ist, ist völlig offen. Ob er das von Signa geplante Projekt fortführt oder eine neue Planung beginnt, bleibt abzuwarten.
Die Firma Kaut-Bullinger: Ein Familienunternehmen mit langer Geschichte
Wichtig ist die Unterscheidung: Nicht die Firma Kaut-Bullinger wurde verkauft, sondern lediglich das Gebäude in der Rosenstraße 8, das ehemals ihr Hauptgeschäft beherbergte. Die Firma Kaut-Bullinger selbst ist ein traditionsreiches, familiengeführtes Unternehmen, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1794 zurückreichen. Damals gründete Andreas Kaut die Firma und eröffnete 1805 die, wie es in einer Chronik auf der Homepage heißt, „erste Büromaterialien-Handlung in München“. 1850 startete Max Bullinger einen Papiergroßhandel. Beide wurden zu Königlich Bayerischen Hoflieferanten. Im Jahr 1927 kaufte Kaut die Firma Bullinger, wodurch der heutige Name entstand. Das Geschäft an der Rosenstraße 8 wurde erst 1970 bezogen.

Die Firmenzentrale von Kaut-Bullinger befindet sich inzwischen in Taufkirchen, wo auch ein Logistikzentrum angesiedelt ist. Dies unterstreicht eine wichtige Entwicklung des Unternehmens: Den Großteil des Geschäfts macht Kaut-Bullinger heute mit dem Verkauf von Bürobedarf an Firmenkunden, also im B2B-Bereich. Auch wenn das Ladengeschäft in der Rosenstraße 8 für viele das Gesicht von Kaut-Bullinger war, liegt der geschäftliche Schwerpunkt mittlerweile woanders.
Zukunft des Ladengeschäfts an der Rosenstraße 8 ungewiss
Mit dem Verkauf des Gebäudes an Signa und nun an einen neuen Investor ist die Zukunft des traditionsreichen Ladengeschäfts an der Rosenstraße 8 ungewisser denn je. Immobilienexperten gehen davon aus, dass Kaut-Bullinger das Geschäft dort mittelfristig aufgeben wird. Die Gründe liegen in der Struktur des Gebäudes und den erwarteten Mietpreisen. Das Geschäft in der Rosenstraße 8 verfügte über drei Untergeschosse, was aus Sicht des modernen Einzelhandels als ungeeignet gilt, da es zu viele Ebenen sind und einen hohen Personalaufwand erfordert. Zudem dürften die künftigen Mieten in einem Gebäude dieser Premiumlage nach einer Neuentwicklung so hoch sein, dass sie mit einem traditionellen Schreibwarengeschäft kaum zu erwirtschaften sind.
Weder Signa noch Kaut-Bullinger machten zum Zeitpunkt des ersten Verkaufs Angaben zur genauen Dauer des Mietvertrags für das Geschäft in der Rosenstraße. Kaut-Bullinger betonte lediglich, dass der Geschäftsbetrieb weiterlaufe und lediglich die Immobilie veräußert worden sei. Wie lange der Betrieb dort tatsächlich weiterlaufen würde, gehörte aus Sicht des Unternehmens offenbar nicht zu den „wichtigsten Fakten“.
Zahlungsmöglichkeiten beim Online-Einkauf bei Kaut-Bullinger
Abseits der Immobiliengeschäfte ist Kaut-Bullinger weiterhin im Bürobedarf aktiv, insbesondere im Online-Handel für Firmenkunden. Für Kunden, die online bei Kaut-Bullinger einkaufen möchten, stehen verschiedene Zahlungsarten zur Verfügung. Die angebotenen Optionen unterscheiden sich teilweise je nach Lieferland (Deutschland oder Österreich).
Zahlungsmöglichkeiten innerhalb Deutschlands:
- Bankeinzug (SEPA-Lastschrift): Nach Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats wird der Betrag vom Bankkonto eingezogen.
- Kreditkarte: Es werden Visa, Mastercard, Maestro und Amex akzeptiert.
- Lieferung auf Rechnung: Der Betrag ist innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungserhalt zu überweisen.
- Zahlung via SOFORT Überweisung: Eine schnelle und sichere Online-Zahlungsmethode.
- Paypal: Zahlung über das Paypal-Konto oder per Lastschrift, Kreditkarte, Kauf auf Rechnung über Paypal ohne eigenes Konto möglich.
- Klarna: In Zusammenarbeit mit Klarna Bank AB werden verschiedene Optionen angeboten: Rechnung (14 Tage Zahlungsfrist), Ratenkauf (flexible monatliche Raten nach Bonitätsprüfung), Sofort (Belastung des Kontos sofort nach Bestellung), Lastschrift (Abbuchung nach Versand). Die Nutzung von Rechnung, Ratenkauf und Lastschrift über Klarna setzt eine positive Bonitätsprüfung voraus.
- Mollie: Über den Zahlungsdienstleister Mollie werden weitere Zahlungsarten angeboten (diese sind im bereitgestellten Text nicht im Detail aufgeführt, nur der Dienstleister wird genannt).
Zahlungsmöglichkeiten für Lieferungen nach Österreich:
Für Lieferungen nach Österreich bietet Kaut-Bullinger ebenfalls eine Reihe von Zahlungsoptionen an, die im Wesentlichen denen für Deutschland entsprechen:
- Bankeinzug (SEPA-Lastschrift)
- Kreditkarte
- Lieferung auf Rechnung
- Zahlung via SOFORT Überweisung
- Paypal
- Klarna: Auch hier werden Rechnung (14 Tage Zahlungsfrist) und Ratenkauf angeboten, ebenfalls nach positiver Bonitätsprüfung. Spezifische AGBs für Österreich sind verlinkt.
Die Frage nach einem Mindestbestellwert bei Kaut-Bullinger konnte anhand der vorliegenden Informationen zu den Zahlungsbedingungen nicht beantwortet werden. Der bereitgestellte Text listet lediglich die akzeptierten Zahlungsmethoden auf, enthält jedoch keine Angaben zu eventuellen Mindestbestellwerten.
Häufig gestellte Fragen
Wurde die Firma Kaut-Bullinger verkauft?
Nein, die Firma Kaut-Bullinger selbst wurde nicht verkauft. Verkauft wurde lediglich das Gebäude in der Rosenstraße 8 in München, das lange Zeit den Hauptsitz und ein Ladengeschäft des Unternehmens beherbergte.

Wem gehört das Gebäude in der Rosenstraße 8 jetzt?
Das Gebäude gehörte zunächst dem Signa-Konzern. Im Zuge der Signa-Insolvenz wurde das Gebäude erneut verkauft. Berichten zufolge ist der neue Käufer der Münchner Immobilienunternehmer Erich Schwaiger.
Wem gehört die Firma Kaut-Bullinger heute?
Kaut-Bullinger ist weiterhin ein traditionsreiches Familienunternehmen. Die Firmenzentrale befindet sich in Taufkirchen.
Was passiert mit dem Ladengeschäft von Kaut-Bullinger in der Rosenstraße 8?
Die Zukunft des Ladengeschäfts ist ungewiss. Das Gebäude wurde für eine Neuentwicklung verkauft, und Experten gehen davon aus, dass das Geschäft an diesem Standort mittelfristig schließen wird, da die Immobilie und die erwarteten Mieten nicht mehr für modernen Einzelhandel geeignet sind.
Welche Zahlungsarten bietet Kaut-Bullinger online an?
Kaut-Bullinger bietet online verschiedene Zahlungsarten an, darunter Bankeinzug (SEPA), Kreditkarte (Visa, Mastercard, Maestro, Amex), Lieferung auf Rechnung, SOFORT Überweisung, Paypal und Klarna (Rechnung, Ratenkauf, Sofort, Lastschrift). Über den Dienstleister Mollie werden weitere Optionen angeboten.
Gibt es einen Mindestbestellwert bei Kaut-Bullinger?
Informationen über einen Mindestbestellwert sind in den vorliegenden Angaben zu den Zahlungsbedingungen nicht enthalten. Es wird nur auf die akzeptierten Zahlungsmethoden verwiesen.
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