04/03/2019
Die Wahl des richtigen Druckers ist eine entscheidende Entscheidung für jedes Büro. Zwei Haupttechnologien dominieren den Markt: Laserdrucker und Tintenstrahldrucker. Während beide in der Lage sind, Dokumente zu drucken, unterscheiden sie sich grundlegend in ihrer Arbeitsweise, Leistung, Druckqualität und den langfristigen Kosten. Dieser umfassende Leitfaden beleuchtet die Stärken und Schwächen von Laserdruckern im Bürokontext und vergleicht sie mit Tintenstrahldruckern, um Ihnen bei Ihrer Entscheidungsfindung zu helfen.

Die Frage, ob ein Laserdrucker gut fürs Büro ist oder ob es Bedenken gibt, die gegen ihn sprechen, wird oft gestellt. Die Antwort hängt stark von den spezifischen Anforderungen und Prioritäten Ihres Büros ab. Betrachten wir zunächst die grundlegenden Unterschiede und Funktionsweisen.
- Was ist der Unterschied zwischen Laser- und Tintenstrahldruckern?
- Laser vs. Tintenstrahl: Leistung, Qualität und Kosten
- Vorteile von Laserdruckern für das Büro
- Nachteile von Laserdruckern
- Sind Laserdrucker im Büro erlaubt und gut geeignet?
- Warum ziehen sich einige Hersteller von Laserdruckern zurück?
- Papierhandhabung und Vielseitigkeit
- Umweltüberlegungen
- Fazit: Die Richtige Wahl für Ihr Büro
- Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Laser- und Tintenstrahldruckern?
Der fundamentale Unterschied zwischen Laser- und Tintenstrahldruckern liegt in der Art und Weise, wie sie Tinte bzw. Toner auf das Papier aufbringen:
Tintenstrahldrucker nutzen flüssige Tinte, die durch mikroskopisch kleine Düsen auf das Papier gesprüht wird. Der Druckkopf bewegt sich dabei über das Papier und trägt zeilenweise winzige Tintentröpfchen auf, um Bilder und Texte zu erzeugen.
Laserdrucker verwenden einen Laserstrahl und pulverförmigen Toner. Ein Laser erzeugt ein elektrostatisches Bild auf einer rotierenden Trommel. Der Toner, der ebenfalls elektrisch geladen ist, haftet nur an den vom Laser belichteten Stellen der Trommel. Von dort wird der Toner auf das Papier übertragen und anschließend durch Hitze (bis zu 200 Grad Celsius) und Druck fixiert bzw. „verbacken“. Aus diesem Grund kommt das Papier bei einem Laserdrucker oft warm heraus.
Diese unterschiedlichen Technologien führen zu signifikanten Unterschieden in Leistung, Druckqualität und den Gesamtkosten.
Laser vs. Tintenstrahl: Leistung, Qualität und Kosten
Um zu beurteilen, ob ein Laserdrucker für Ihr Büro geeignet ist, ist ein Vergleich der wichtigsten Leistungsmerkmale unerlässlich:
Druckqualität: Laser oder Tintenstrahl?
Beide Druckertypen haben ihre Stärken bei der Druckqualität.

Laserdrucker sind bekannt für die Produktion von scharfem, gestochenem Text und klaren Linien. Sie sind die ideale Wahl für textlastige Dokumente, Berichte, Verträge und juristische Papiere. Ihre Stärke liegt insbesondere im Schwarz-Weiß-Druck, wo sie eine hervorragende Schärfe und Beständigkeit gegenüber Licht und Wasser bieten. Farblaserdrucker können ebenfalls Text und Grafiken effizient drucken, sind aber beim Fotodruck oft nicht so detailreich und farbintensiv wie gute Tintenstrahldrucker. Farbdrucke von Laserdruckern können manchmal Farbfehler oder Streifen aufweisen.
Tintenstrahldrucker glänzen bei der Reproduktion von Farben und Fotos. Sie sind hervorragend geeignet für den Druck von Grafiken, Marketingmaterialien, künstlerischen Projekten und vor allem Fotos. Die Fähigkeit, Farben sanft zu mischen und auf Spezialpapier wie Fotopapier zu drucken, ermöglicht lebendige und detailreiche Bilder, die chemisch belichteten Fotos nahekommen können. Allerdings kann die Textqualität auf Normalpapier je nach Modell und Papierqualität variieren und manchmal weniger scharf wirken als bei einem Laserdrucker.
Geschwindigkeit und Volumen: Wer ist schneller?
Wenn Druckgeschwindigkeit und die Bewältigung hoher Druckvolumen Priorität haben, sind Laserdrucker im Vorteil. Sie arbeiten in der Regel sehr schnell, oft mit Geschwindigkeiten von 20 bis 40 Seiten pro Minute oder sogar mehr bei größeren Büromodellen. Sie sind für hohe Auslastung konzipiert, haben schnellere Aufwärmzeiten und liefern die erste Seite schneller als viele Tintenstrahldrucker. Dies macht sie ideal für Büroumgebungen mit hohem Druckaufkommen.
Tintenstrahldrucker sind typischerweise langsamer, mit durchschnittlich 5 bis 15 Seiten pro Minute für Textdokumente, obwohl moderne Business-Tintenstrahler hier aufgeholt haben. Sie sind besser geeignet für geringere bis moderate Druckvolumen. Sie benötigen jedoch keine Aufwärmzeit für gelegentliche Drucke und sind oft leiser im Betrieb.
Kostenbetrachtung: Tinte oder Toner?
Bei den Kosten ist es wichtig, nicht nur den Anschaffungspreis zu betrachten, sondern die langfristigen Betriebskosten, insbesondere für Verbrauchsmaterialien (Tinte und Toner).

Tintenstrahldrucker haben oft einen niedrigeren Anschaffungspreis. Allerdings können die Kosten pro Seite für die Tintenpatronen höher sein, insbesondere wenn nicht regelmäßig gedruckt wird, da Tintenpatronen austrocknen können, was zu Verstopfungen und Wartungsaufwand führt. Häufiger Patronenwechsel ist ebenfalls ein Kostenfaktor.
Laserdrucker sind in der Anschaffung meist teurer. Dafür halten Toner-Kartuschen in der Regel deutlich länger und bieten einen niedrigeren Preis pro gedruckter Seite. Toner trocknet nicht aus, was Laserdrucker zu einer guten Wahl für Nutzer macht, die nur selten drucken. Für Büros mit hohem Druckaufkommen sind die geringeren Seitenkosten von Laserdruckern oft ein entscheidender Vorteil.
Vorteile von Laserdruckern für das Büro
Basierend auf den Unterschieden ergeben sich klare Vorteile, die Laserdrucker für viele Büros attraktiv machen:
- Hohe Geschwindigkeit: Ideal für schnelles Drucken großer Dokumentenstapel.
- Niedrige Kosten pro Seite: Bei hohem Druckvolumen sind die Betriebskosten oft geringer als bei Tintenstrahldruckern.
- Hervorragende Textqualität: Scharfer, klarer Text, der professionell aussieht.
- Beständige Ausdrucke: Ausdrucke sind in der Regel wasser- und lichtbeständiger.
- Kein Austrocknen: Toner trocknet nicht ein, was sie zuverlässig macht, auch wenn sie lange nicht benutzt werden.
- Robuste Bauweise: Oft für den intensiven Gebrauch im Büro konzipiert.
Nachteile von Laserdruckern
Es gibt jedoch auch Nachteile, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden müssen:
- Höherer Anschaffungspreis: Insbesondere Farblaserdrucker sind oft teurer in der Anschaffung.
- Schlechtere Fotodruckqualität: Können beim Fotodruck nicht mit guten Tintenstrahldruckern mithalten.
- Kein randloser Druck: Viele Modelle können nicht randlos drucken.
- Größer und schwerer: Benötigen oft mehr Platz als vergleichbare Tintenstrahldrucker.
- Wärmeentwicklung: Werden im Betrieb heiß.
- Partikelemissionen: Stoßen winzige Partikel aus. Obwohl Behörden wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in diversen Untersuchungen bisher keine Belege für eine Gesundheitsgefahr fanden, besteht bei manchen Nutzern eine Besorgnis.
Sind Laserdrucker im Büro erlaubt und gut geeignet?
Die Frage, ob Laserdrucker im Büro erlaubt sind, bezieht sich oft auf die Bedenken bezüglich der Partikelemissionen. Wie erwähnt, haben offizielle Untersuchungen bisher keine Beweise für eine direkte Gesundheitsgefahr durch die Partikel gefunden. Daher gibt es in der Regel keine gesetzlichen Verbote für den Einsatz von Laserdruckern in Büros. Empfohlen wird oft, die Drucker in gut belüfteten Bereichen aufzustellen, insbesondere bei hohem Druckaufkommen.
Basierend auf den Vorteilen sind Laserdrucker für viele Büros sehr gut geeignet, insbesondere wenn der Fokus auf dem schnellen und kostengünstigen Druck von Textdokumenten in großen Mengen liegt. Sie sind Arbeitstiere, die Zuverlässigkeit und Effizienz bieten. Für Büros, die häufig hochwertige Farbfotos oder Marketingmaterialien mit komplexen Grafiken drucken müssen, oder für Heimbüros mit geringem Druckvolumen, kann ein Tintenstrahldrucker die bessere Wahl sein.
Warum ziehen sich einige Hersteller von Laserdruckern zurück?
Interessanterweise hat der japanische Hersteller Epson angekündigt, sich bis 2026 vollständig aus dem Geschäft mit Laserdruckern zurückzuziehen. Die Begründung dafür liegt laut Epson vor allem in Umweltbedenken.
Epson argumentiert, dass Tintenstrahldrucker im Alltagseinsatz bis zu 85 Prozent weniger Energie verbrauchen als vergleichbare Laserdrucker. Zudem hinterlassen sie einen deutlich kleineren CO2-Fußabdruck, wobei Epson ein Verhältnis von etwa 6:1 zwischen Laser- und Tintenstrahldruckern angibt. Tintenstrahldrucker sollen zudem weniger anfällig für mechanische Beschädigungen sein.

Diese Ankündigung wirft ein Schlaglicht auf die Umweltaspekte von Drucktechnologien. Während Laserdrucker bei hohem Volumen energieeffizienter pro Seite sein können, benötigen sie oft mehr Energie für den Aufwärmprozess. Tintenstrahler verbrauchen im Ruhezustand und bei geringer Auslastung tendenziell weniger Energie.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass Epson in der Vergangenheit auch wegen anderer Praktiken in der Kritik stand, wie z.B. Softwaresperren, die voll funktionsfähige Drucker nach einer bestimmten Laufzeit blockierten. Die Entscheidung zum Rückzug aus dem Laserdruckergeschäft wird jedoch primär mit Nachhaltigkeitszielen begründet.
Die Entscheidung von Epson zeigt, dass der Markt im Wandel ist und Umweltaspekte eine zunehmend wichtige Rolle spielen.
Papierhandhabung und Vielseitigkeit
Die Art des Druckers beeinflusst auch, welche Papiertypen verwendet werden können und welche Druckoptionen verfügbar sind:
Tintenstrahldrucker bieten oft mehr Vielseitigkeit. Sie können auf einer größeren Bandbreite von Papiertypen drucken, einschließlich Glanzfotopapier, Bügelfolien oder beschichtete CDs. Viele Modelle unterstützen randloses Drucken und können größere Formate verarbeiten. Sie sind auch besser geeignet für das Bedrucken von Nicht-Papier-Materialien wie Stoffen.
Laserdrucker sind in der Regel auf Standardpapiertypen beschränkt und eignen sich am besten für Standardformate. Sie können jedoch höhere Papiergewichte besser verarbeiten und viele Modelle bieten automatischen Duplexdruck (beidseitiges Bedrucken). Sie sind optimiert für den Druck großer Mengen auf Standardpapier.

Umweltüberlegungen
Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema. Wie schneiden die Druckertypen hier ab?
Tintenstrahldrucker verbrauchen oft weniger Energie, insbesondere im Leerlauf. Einige Modelle werden aus recyceltem Kunststoff hergestellt. Recyclingprogramme für Tintenpatronen sind weit verbreitet.
Laserdrucker können bei hohem Volumen energieeffizienter pro gedruckter Seite sein. Tonerkartuschen haben oft eine höhere Seitenleistung, was potenziell weniger Abfall bedeutet. Auch für Tonerkartuschen gibt es Recyclingprogramme.
Die Entscheidung von Epson unterstreicht die Debatte über die Umweltauswirkungen beider Technologien. Der höhere Energieverbrauch beim Aufheizen von Laserdruckern und der CO2-Fußabdruck durch die Tonerproduktion sind hier die Hauptkritikpunkte.
Fazit: Die Richtige Wahl für Ihr Büro
Die Wahl zwischen einem Laser- und einem Tintenstrahldrucker für das Büro hängt von Ihren spezifischen Anforderungen ab. Beide Technologien haben ihre Berechtigung und ihre idealen Anwendungsbereiche.
Wählen Sie einen Laserdrucker, wenn:
- Sie hauptsächlich Textdokumente drucken.
- Sie ein hohes Druckvolumen haben.
- Geschwindigkeit und Effizienz oberste Priorität haben.
- Sie geringere langfristige Betriebskosten pro Seite wünschen.
- Sie einen Drucker benötigen, der auch nach längerer Nichtbenutzung sofort einsatzbereit ist.
Wählen Sie einen Tintenstrahldrucker, wenn:
- Sie viele Fotos oder Farbgrafiken drucken.
- Sie ein geringes bis moderates Druckvolumen haben.
- Sie geringere Anschaffungskosten bevorzugen.
- Sie Vielseitigkeit bei den Papiertypen benötigen (z.B. Fotopapier, Spezialmedien).
- Umweltaspekte wie geringerer Energieverbrauch im Leerlauf für Sie entscheidend sind (unter Berücksichtigung der Epson-Argumentation).
Berücksichtigen Sie Faktoren wie Druckqualität, Kosten pro Seite, Geschwindigkeit, Druckvolumen und gewünschte Funktionalitäten. Laserdrucker sind ausgezeichnete Arbeitstiere für das typische Büro mit hohem Textdruckaufkommen, während Tintenstrahldrucker ihre Stärken bei Farbe und Vielseitigkeit haben. Die Entwicklungen im Tintenstrahlbereich, wie schnellere Business-Tintenstrahler, verwischen die Grenzen zunehmend, aber die grundlegenden Unterschiede bei der Technologie und den Verbrauchsmaterialien bleiben bestehen.
Häufig gestellte Fragen
- Ist Toner schädlich für die Gesundheit?
- Studien von Behörden wie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung haben bisher keine Belege für eine direkte Gesundheitsgefahr durch Partikelemissionen von Laserdruckern gefunden. Dennoch wird eine gute Belüftung des Aufstellungsortes, insbesondere in Büros mit hohem Druckaufkommen, empfohlen.
- Trocknet Toner aus, wenn der Drucker lange steht?
- Nein, Toner ist ein Pulver und trocknet nicht aus. Dies ist ein Vorteil von Laserdruckern gegenüber Tintenstrahldruckern, deren Tinte eintrocknen kann.
- Kann ein Laserdrucker Fotos drucken?
- Ja, Farblaserdrucker können Fotos drucken. Allerdings erreichen sie in der Regel nicht die brillante Farbqualität und Detailtiefe von guten Tintenstrahldruckern, insbesondere auf Spezialfotopapier.
- Sind Tintenstrahldrucker umweltfreundlicher als Laserdrucker?
- Laut Herstellern wie Epson verbrauchen Tintenstrahldrucker im Alltagseinsatz deutlich weniger Energie und haben einen geringeren CO2-Fußabdruck. Laserdrucker können bei sehr hohem Volumen pro Seite effizient sein, benötigen aber Energie zum Aufheizen. Die Umweltbilanz hängt also vom Nutzungsprofil ab.
- Warum ist der Anschaffungspreis von Laserdruckern oft höher?
- Die Technologie zur Tonerfixierung mittels Hitze und die präzise Laser- oder LED-Technologie sind komplexer und teurer in der Herstellung als die Tintenstrahltechnologie.
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