04/04/2017
Die Frage, wem ein so großes und bekanntes Unternehmen wie Dodenhof gehört, ist für viele Menschen von Interesse. Dodenhof ist weit mehr als nur ein Geschäft; es ist ein bedeutendes Einkaufszentrum in Norddeutschland, das eine lange und ereignisreiche Geschichte hinter sich hat. Das Unternehmen, das seine Wurzeln im niedersächsischen Posthausen bei Bremen hat und einen weiteren wichtigen Standort in Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein betreibt, hat im Laufe der Jahrzehnte eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen.

Gegründet wurde Dodenhof bereits im Jahr 1910 von Hermann Dodenhof. Er begann mit einem bescheidenen Gemischtwarenladen in Stellenfelde. Was damals als kleiner lokaler Versorger startete, legte den Grundstein für eines der größten privat geführten Einzelhandelsunternehmen Deutschlands. Schon 15 Jahre nach der Gründung expandierte Hermann Dodenhof und erwarb ein Geschäftshaus in Posthausen. In den Anfangsjahren war die Logistik eine Herausforderung, da der Ort noch nicht optimal an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden war. Hermann Dodenhof war in dieser Zeit als „fliegender Händler“ unterwegs, versorgte seine Kunden mit Fahrrad, Sackkarre und Pferdekutsche, ein Bild, das die bescheidenen Anfänge und den Unternehmergeist eindrucksvoll illustriert. Erst 1952 markierte die Anschaffung des ersten Lastwagens einen wichtigen Schritt in der Modernisierung der Lieferwege.
Die Expansion und das Wachstum von Dodenhof
Die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg waren geprägt von stetigem Wachstum und Expansion. 1961 eröffnete Dodenhof ein großes Warenhaus, ein Zeichen für den wachsenden Erfolg und das erweiterte Sortiment. Nur wenige Jahre später, im Jahr 1975, folgte ein weiterer Meilenstein: die Eröffnung des nach eigenen Angaben größten Möbelhauses im norddeutschen Raum mit einer Fläche von 10.000 m². Um die schnelle Verfügbarkeit der Waren zu gewährleisten und den Kunden einen besseren Service zu bieten, wurde 1977 ein modernes Abhollager in Betrieb genommen.
Die Diversifizierung des Angebots setzte sich fort. 1983 wurde ein Supermarkt eröffnet, was die Ausrichtung als umfassendes Einkaufsziel unterstrich. 1988 kam eine Tankstelle mit Waschstraße und Reifen-Center hinzu, was die Anziehungskraft für Kunden, die weitere Wege auf sich nahmen, weiter erhöhte. Ein bedeutender architektonischer und konzeptioneller Schritt war der Neubau des Modehauses im Jahr 1994, das sich fortan über vier Etagen erstreckte und eine riesige Auswahl an Bekleidung präsentierte.
Die erfolgreiche Entwicklung am Stammsitz in Posthausen führte zur Expansion über die regionalen Grenzen hinaus. 1998 eröffnete Dodenhof ein Einrichtungshaus in Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein, nahe der Bundesautobahn 7. Dieses neue Haus umfasste eine Gesamtfläche von 30.000 m² und brachte das erfolgreiche Dodenhof-Konzept in eine weitere wichtige Region Norddeutschlands. Die Kundenbindung wurde durch die Einführung der „Dodenhof-Card“ im Jahr 2002 gestärkt. Am Standort Kaltenkirchen wurde 2006 ebenfalls ein großes Modehaus eröffnet, um das dortige Angebot zu komplettieren.
Im Jahr 2008 folgte die Eröffnung eines Sport- und Technikhauses, womit Dodenhof sein Sortiment um weitere beliebte Bereiche erweiterte. 2010 feierte das Unternehmen sein einhundertjähriges Bestehen in Posthausen, ein beeindruckender Beweis für die Beständigkeit und den Erfolg des Familienunternehmens. Eine weitere signifikante Erweiterung erlebte das Einkaufszentrum in Posthausen im Jahr 2012 mit der Eröffnung von zusätzlichen 24 externen Shops. Diese Shops, die Bekleidung, Lifestyle-Produkte und Gastronomie anboten, fügten weitere 10.000 m² Verkaufsfläche hinzu und machten Dodenhof endgültig zu einem der größten Einkaufszentren in ganz Deutschland. 2014 wurde das Angebot durch ein Mode- & Sport-Outlet auf 2.200 m² ergänzt.
Die Eigentümerstruktur: Von der Familie zu einer neuen Partnerschaft
Über viele Jahrzehnte hinweg war Dodenhof ein klassisches Familienunternehmen. Es wurde von der Gründergeneration an die Nachfolger weitergegeben und befand sich zum Zeitpunkt wichtiger strategischer Entscheidungen in der vierten Generation im Familienbesitz. Diese lange Tradition des Familienbesitzes prägte die Unternehmenskultur und die langfristige Ausrichtung.

Eine signifikante Veränderung in der Eigentümerstruktur ereignete sich jedoch im Jahr 2018. Die österreichische Möbelkette XXXLutz, ein ebenfalls sehr großes und international agierendes Unternehmen im Möbelhandel, übernahm 75 % von Dodenhof. Diese Übernahme betraf jedoch nicht das gesamte Unternehmen in seiner bisherigen Form, sondern zielte spezifisch auf den Möbelbereich ab.
Im Zuge dieser Transaktion wurden die bisherigen Möbelhäuser von Dodenhof, bekannt als „WohnWelten“, sowohl in Posthausen als auch in Kaltenkirchen, in zwei neue, eigenständige Gesellschaften überführt. Diese neuen Gesellschaften firmieren nun unter dem Namen „XXXLutz Dodenhof“. Dodenhof brachte in diese Partnerschaft die physischen „WohnWelten“ an beiden Standorten, die dazugehörigen Dachgarten-Restaurants sowie die Immobilie am Standort Kaltenkirchen ein. An diesen neuen Standorten, die sich nun auf den Möbelhandel konzentrieren, ist XXXLutz mehrheitlich beteiligt, nämlich zu 75 Prozent, während Dodenhof eine Beteiligung von 25 Prozent hält. Dies bedeutet, dass der Möbelbereich von Dodenhof nun Teil der XXXLutz Gruppe ist, wenn auch mit einer Minderheitsbeteiligung der ursprünglichen Dodenhof-Eigentümer.
Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Transaktion primär die Möbelsparte betraf. Die anderen Geschäftsbereiche von Dodenhof, wie das Modehaus, das Sport- und Technikhaus, die externen Shops, der Supermarkt und weitere Angebote, wurden in der Berichterstattung über diese Übernahme nicht als Teil dieser spezifischen Partnerschaft mit XXXLutz genannt. Dies lässt darauf schließen, dass diese Bereiche weiterhin unter der ursprünglichen Dodenhof-Struktur geführt werden, auch wenn die genaue Struktur des verbleibenden Unternehmensverbunds komplex sein mag.
Dodenhof als umfassendes Shopping-Erlebnis
Unabhängig von den Veränderungen in der Eigentümerstruktur der Möbelsparte bleibt Dodenhof als Ganzes ein herausragendes Einkaufsziel in Norddeutschland. Die Standorte in Posthausen und Kaltenkirchen bieten eine enorme Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen unter einem Dach oder in unmittelbarer Nähe. Die „ShoppingWelt“ vereint zahlreiche Geschäfte und Marken, die „GenießerWelt“ steht für ein breites gastronomisches Angebot und Lebensmittelsortiment. Hinzu kommen spezialisierte Häuser wie das Modehaus, das Sport- und Technikhaus sowie das Outlet.
Die gute Erreichbarkeit, beispielsweise der Standort Posthausen nahe der Bundesautobahnen 1 und 27, und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, wie die VBN-Buslinie 760, die seit Herbst 2015 durch einen Pendelverkehr verstärkt wurde, tragen maßgeblich zur Attraktivität bei. Dodenhof hat sich über ein Jahrhundert hinweg von einem kleinen Laden zu einem der größten Einkaufszentren Deutschlands entwickelt und bietet seinen Kunden ein umfassendes Einkaufserlebnis, das weit über den reinen Möbelkauf hinausgeht.
Häufig gestellte Fragen zu Dodenhof
Viele Besucher und Interessierte haben Fragen zu Dodenhof. Hier beantworten wir einige der häufigsten:
- Wo liegen die Hauptstandorte von Dodenhof?
Die Hauptstandorte befinden sich in Posthausen (nahe Bremen) im Landkreis Verden und in Kaltenkirchen (in Schleswig-Holstein). - Was bietet Dodenhof seinen Kunden?
Dodenhof bietet ein sehr breites Sortiment in verschiedenen Bereichen, darunter Mode, Sport, Technik, Wohnen (Möbel, Einrichtung), Lebensmittel und Gastronomie, sowie eine Vielzahl weiterer Shops und Dienstleistungen. - Seit wann gibt es das Unternehmen Dodenhof?
Das Unternehmen wurde im Jahr 1910 von Hermann Dodenhof gegründet. - Was geschah im Jahr 2018 bezüglich der Eigentümerstruktur?
Im Jahr 2018 übernahm die österreichische Kette XXXLutz 75 % der bisherigen Dodenhof-Möbelhäuser („WohnWelten“) in Posthausen und Kaltenkirchen. Diese wurden in neue, eigenständige Gesellschaften unter dem Namen „XXXLutz Dodenhof“ überführt. An diesen Gesellschaften ist XXXLutz zu 75 % und Dodenhof zu 25 % beteiligt. - Ist Dodenhof noch ein Familienunternehmen?
Der Möbelbereich wird nun in einer Partnerschaft mit XXXLutz geführt, wobei XXXLutz die Mehrheit hält. Die anderen Geschäftsbereiche von Dodenhof verbleiben voraussichtlich unter der ursprünglichen Dodenhof-Struktur, die historisch ein Familienunternehmen war.
Die Geschichte von Dodenhof ist eine Geschichte des Wachstums, der Anpassung und des Erfolgs. Von den bescheidenen Anfängen als Gemischtwarenladen hat sich das Unternehmen zu einem riesigen Einkaufszentrum entwickelt, das Millionen von Besuchern anzieht. Die Partnerschaft mit XXXLutz im Möbelbereich markiert ein neues Kapitel in der langen Geschichte des Unternehmens, während die anderen Bereiche weiterhin das vielfältige Angebot prägen, das Dodenhof zu einem einzigartigen Ziel für Shopping, Gastronomie und Freizeit macht.
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