Tinte eingetrocknet? Tipps für Ihren Drucker

26/09/2013

Rating: 4.41 (829 votes)

Es ist ein häufiges Problem für alle, die ihren Drucker nur sporadisch nutzen: Man möchte schnell etwas ausdrucken, doch das Gerät weigert sich oder liefert nur noch Streifen. Oft ist die Ursache dafür eingetrocknete Tinte in den Druckköpfen. Besonders Tintenstrahldrucker sind anfällig für dieses Phänomen, wenn sie längere Zeit ungenutzt bleiben. Doch keine Sorge, es gibt Wege, dieses Problem zu umgehen und die Lebensdauer sowie Funktionstüchtigkeit Ihres Druckers zu erhalten.

Kann ein Drucker austrocknen?
Wie schnell die Druckknöpfe verstopfen und eintrocknen, hängt von vielen Faktoren ab. Manche von ihnen kann man durchaus selbst beeinflussen. So sollte man darauf achten, dass der Drucker nicht zu nah an der Heizung oder direkt in der Sonne steht, denn warme und trockene Luft beschleunigt den Vorgang.

Die Frage, ob ein Drucker austrocknen kann, lässt sich also klar mit Ja beantworten, zumindest bei Tintenstrahlmodellen. Die flüssige Tinte in den Patronen und vor allem in den feinen Düsen des Druckkopfs kann bei Nichtgebrauch eintrocknen und die winzigen Kanäle verstopfen. Dies führt zu schlechter Druckqualität oder sogar zum kompletten Ausfall einzelner Farben oder des gesamten Drucks. Bevor Sie sich also für ein neues Gerät entscheiden, ist es ratsam, Ihr eigenes Druckverhalten genau zu analysieren.

Übersicht

Das Problem: Warum Tinte eintrocknet

Das Eintrocknen der Tinte ist ein physikalischer Prozess, bei dem die Lösungsmittel in der Tinte verdunsten und die Farbpigmente oder Farbstoffe zurückbleiben. Diese festen Bestandteile können dann die sehr kleinen Düsen im Druckkopf verstopfen. Mehrere Faktoren beeinflussen, wie schnell dieser Prozess abläuft. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Umgebung, in der der Drucker steht. Warme und vor allem trockene Luft beschleunigt die Verdunstung der Tinte. Daher sollte man darauf achten, den Drucker nicht direkt neben einer Heizung oder an einem Ort aufzustellen, wo er ständiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Solche Bedingungen fördern das schnelle Eintrocknen der Tinte.

Laserdrucker: Eine Alternative für Wenigdrucker?

Wenn Sie nur selten drucken und meist nur Schwarzweiß-Dokumente benötigen, könnte ein Laserdrucker die bessere Wahl sein. Diese Geräte verwenden Toner, ein feines Pulver, anstelle von flüssiger Tinte. Toner kann nicht eintrocknen. Ein günstiger Schwarzweiß-Laserdrucker ist oft schon für 60 bis 100 Euro erhältlich und eignet sich hervorragend, wenn Sie nur ein paar Mal im Jahr einige Briefe ohne Farbe drucken. Der mitgelieferte Toner reicht in der Regel für mehrere Jahre, selbst bei seltener Nutzung, und das Gerät nimmt keinen Schaden, wenn es wochen- oder monatelang nicht verwendet wird. Die Druckkosten pro Normseite liegen bei Schwarzweiß-Laserdruckern oft bei etwa 4 Cent.

Die Situation ändert sich jedoch, sobald Farbe ins Spiel kommt. Farblaserdrucker sind in der Anschaffung teurer, oft ab 120 Euro, und haben deutlich höhere Druckkosten. Eine farbige Druckseite kann hier schnell über 20 Cent kosten. Dies macht sie für Nutzer, die nur gelegentlich Farbe benötigen oder größere Mengen farbig drucken, oft weniger attraktiv im Vergleich zu Tintenstrahldruckern.

Tintenstrahldrucker: Trotzdem die richtige Wahl?

Obwohl Tintenstrahldrucker anfällig für das Eintrocknen der Tinte sind, bieten sie auch klare Vorteile, die sie für viele Nutzer zur bevorzugten Wahl machen. Sie sind in der Anschaffung meist günstiger als Farblaserdrucker. Die Druckkosten pro Seite sind bei Farbdrucken in der Regel niedriger als bei Farblaserdruckern und liegen oft zwischen 12 und 15 Cent pro Seite. Ein entscheidender Vorteil von Tintenstrahldruckern liegt auch in ihrer Fähigkeit, hochwertige Fotos zu drucken. Wenn Sie Wert auf ansehnliche Fotodrucke legen, erhalten Sie mit einem Tintenstrahlgerät oft deutlich mehr und bessere Technik für Ihr Geld als mit einem vergleichbar teuren Laserdrucker.

Vergleich: Drucker für Wenigdrucker

Um die Entscheidung zu erleichtern, vergleichen wir die Typen basierend auf den uns vorliegenden Informationen:

MerkmalSchwarzweiß-LaserdruckerFarblaserdruckerFarbtintenstrahldrucker
Anschaffungskosten (ca.)60 - 100 Euroab 120 EuroGünstiger als Farblaser
Druckkosten/Seite (ca.)~4 Cent (SW)>20 Cent (Farbe)12 - 15 Cent (Farbe)
Anfälligkeit f. EintrocknenNein (Nutzt Toner)Nein (Nutzt Toner)Ja (Nutzt Tinte)
Eignung f. WenigdruckerSehr gut (SW)Weniger gut (hohe Kosten)Bedingt (Risiko Eintrocknen)
FarbdruckNeinJaJa
Fotodruck-QualitätNicht vorgesehenGeringer als TinteGut bis sehr gut

Tipps gegen das Austrocknen der Tinte

Wenn Sie sich trotz des Risikos des Eintrocknens für einen Tintenstrahldrucker entscheiden oder bereits einen besitzen und ihn selten nutzen, gibt es effektive Maßnahmen, um das Problem zu minimieren:

1. Die richtige Abschaltroutine

Die Hersteller von Tintenstrahldruckern treffen Vorkehrungen, um die Druckdüsen vor dem Austrocknen zu schützen. Nach dem Druckvorgang parkt der Druckkopf in der Regel auf einer speziellen Dichtung, die ihn vor Luft schützt. Damit diese Schutzposition zuverlässig erreicht wird, ist es wichtig, den Drucker immer über den dafür vorgesehenen „Aus“-Knopf am Gerät auszuschalten. Trennen Sie die Stromzufuhr erst, wenn das Gerät vollständig zur Ruhe gekommen ist und alle Geräusche verstummt sind. Ein abruptes Trennen vom Stromnetz kann verhindern, dass der Druckkopf korrekt geparkt wird.

2. Regelmäßiges Drucken

Die einfachste und effektivste Methode, um das Eintrocknen der Tinte zu verhindern, ist, den Drucker regelmäßig zu benutzen. Schon eine kleine Druckaufgabe alle zwei bis drei Wochen reicht oft aus, um die Tinte in Bewegung zu halten und die Düsen frei zu spülen. Ideal dafür ist das sogenannte Düsentestmuster. Viele Drucker bieten diese Funktion über ihr Wartungsmenü an. Das Drucken eines Düsentestmusters verbraucht nur sehr wenig Tinte und stellt sicher, dass alle Düsen noch einwandfrei funktionieren.

Was ist Eis.de für eine Firma?
EIS ist Deutschlands führender Online-Shop für Produkte rund um Liebe, Wohlbefinden und intime Lifestyle-Bedürfnisse, mit über 8,5 Millionen Kunden seit der Gründung 2006 in Bielefeld.

3. Drucker eingeschaltet lassen?

Manche Nutzer überlegen, ihren Drucker einfach ununterbrochen eingeschaltet zu lassen. Einige Modelle führen dann, oft nachts, automatische Reinigungsvorgänge durch. Diese Reinigungszyklen sollen ebenfalls verhindern, dass die Tinte eintrocknet. Allerdings hat diese Methode zwei Nachteile, wie auch c't-Redakteur Tim Gerber erläutert: Sie kostet deutlich mehr Strom und verbraucht vor allem erheblich mehr Tinte als das manuelle Drucken eines Düsentestmusters. Daher ist das regelmäßige Drucken des Testmusters in der Regel die sparsamere Variante.

Häufig gestellte Fragen zum Eintrocknen von Tinte

Kann Tinte in der Patrone eintrocknen?
Ja, Tinte kann sowohl in der Patrone als auch in den feinen Düsen des Druckkopfs eintrocknen, besonders wenn die Patrone geöffnet ist (im Drucker eingesetzt) und der Drucker längere Zeit nicht benutzt wird. Die Verdunstung der Lösungsmittel ist der Hauptgrund.

Welcher Drucker ist besser für Wenigdrucker geeignet?
Für Wenigdrucker, die hauptsächlich Schwarzweiß drucken, ist ein Schwarzweiß-Laserdrucker aufgrund der Verwendung von Toner (der nicht eintrocknet) und der geringen Druckkosten oft die beste Wahl. Wenn Farbdruck oder Fotodruck wichtig ist, kann ein Tintenstrahldrucker trotz des Risikos des Eintrocknens sinnvoller sein, dann sind aber die vorbeugenden Maßnahmen wichtig.

Wie verhindere ich, dass die Tinte in meinem Tintenstrahldrucker eintrocknet?
Wichtige Maßnahmen sind: den Drucker immer über den „Aus“-Knopf ausschalten, damit der Druckkopf korrekt parkt, und regelmäßig (z.B. alle 2-3 Wochen) etwas drucken, idealerweise ein Düsentestmuster.

Verbraucht das Eingeschaltetlassen des Druckers Tinte?
Ja, viele Drucker führen im eingeschalteten Zustand automatische Reinigungszyklen durch, die Tinte verbrauchen. Diese Zyklen sollen das Eintrocknen verhindern, verbrauchen aber in der Regel mehr Tinte und Strom als das gezielte Drucken eines Düsentestmusters.

Was kann ich tun, wenn die Tinte bereits eingetrocknet ist?
Viele Drucker bieten über die Wartungsfunktionen des Treibers oder am Gerät selbst intensive Reinigungszyklen an. Diese versuchen, die verstopften Düsen wieder freizuspülen. Beachten Sie, dass diese Reinigungen sehr viel Tinte verbrauchen. Wenn auch intensive Reinigungen nicht helfen, muss eventuell der Druckkopf oder die Tintenpatrone (falls der Kopf integriert ist) ausgetauscht werden.

Fazit

Das Eintrocknen der Tinte ist ein reales Problem bei Tintenstrahldruckern, das durch Nichtgebrauch und Umgebungsfaktoren wie Wärme und trockene Luft begünstigt wird. Für Nutzer, die nur sehr selten drucken und keine Farbe benötigen, stellt ein Schwarzweiß-Laserdrucker oft die sorglosere Alternative dar, da Toner nicht eintrocknet. Wer jedoch die Vorteile eines Tintenstrahldruckers nutzen möchte – sei es wegen der geringeren Anschaffungskosten, der Farbfähigkeit oder der besseren Fotodruckqualität – kann dem Eintrocknen effektiv entgegenwirken. Durch das korrekte Abschalten des Geräts und vor allem durch regelmäßiges Drucken, idealerweise eines Düsentestmusters alle paar Wochen, bleibt die Tinte in Bewegung und die Düsen sauber. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Drucker einsatzbereit ist, wenn Sie ihn brauchen, und unnötigen Tintenverbrauch durch automatische Reinigungen oder gar den Austausch von Patronen oder Druckköpfen vermeiden.

Wenn du mehr spannende Artikel wie „Tinte eingetrocknet? Tipps für Ihren Drucker“ entdecken möchtest, schau doch mal in der Kategorie Drucker vorbei!

Go up