01/04/2016
Im Herzen des pulsierenden New York City, am geschäftigen Times Square, steht ein Gebäude, das eine reiche und bewegte Geschichte erzählt: das Knickerbocker Hotel. Ursprünglich im frühen 20. Jahrhundert erbaut, erlebte dieses Beaux-Arts-Juwel glanzvolle Zeiten, eine lange Periode der Umnutzung und schließlich eine beeindruckende Wiedergeburt als Luxushotel. Seine Geschichte ist eng mit der Entwicklung von New York und insbesondere des Times Square verbunden.

Das Knickerbocker Hotel öffnete seine Türen erstmals am 23. Oktober 1906. Erbaut von keinem Geringeren als John Jacob Astor IV, einem Mitglied der prominenten Astor-Familie und einer der reichsten Männer seiner Zeit, war das Hotel von Anfang an als ein Ort des Luxus und der Eleganz konzipiert. Der Beaux-Arts-Stil spiegelte den damaligen Zeitgeist wider und verlieh dem Gebäude eine monumentale und kunstvolle Erscheinung. Bei seiner Eröffnung wurde das Hotel als ein Ort beworben, der Luxus zu erschwinglichen Preisen bietet, ein 'Fifth Avenue Hotel zu Broadway-Preisen', wie es in zeitgenössischen Berichten hieß.

Das Hotel wurde schnell zu einem beliebten Treffpunkt für die Gesellschaft, Prominente und Würdenträger. Anekdoten ranken sich um diesen Ort, darunter die Legende, dass hier der erste Martini kreiert wurde – eine Geschichte, die bis heute fasziniert. Berühmte Gäste wie der Schriftsteller F. Scott Fitzgerald, der hier Teile seines Romans 'This Side of Paradise' ansiedelte, oder der Opernsänger Enrico Caruso, dessen Frau im Hotel entband, trugen zum legendären Ruf des Knickerbocker bei. John D. Rockefeller soll hier ebenfalls verkehrt und mit seinen Wall Street-Freunden die angeblich ersten Martinis bestellt haben.
Im Jahr 1906 bot das Hotel beeindruckende 556 Gästezimmer und 400 Bäder, die Platz für rund 1.000 Gäste boten. Die durchschnittlichen Zimmerpreise lagen bei 3,25 US-Dollar pro Tag, was inflationsbereinigt etwa 78 US-Dollar in heutiger Währung entspricht. Ein Preis, der in der heutigen Zeit am Times Square unvorstellbar ist.
- Eine wechselvolle Geschichte
- Die Wiedergeburt als Luxushotel
- Einzigartige Merkmale und Annehmlichkeiten
- Preise und Gebühren
- Vergleich: Damals und Heute
- Häufig gestellte Fragen zum Knickerbocker Hotel
- Wem gehört das Knickerbocker Hotel?
- Wie hoch ist die Resortgebühr im Knickerbocker Hotel?
- Gibt es im Knickerbocker Hotel eine Bar?
- Wann wurde das Knickerbocker Hotel ursprünglich eröffnet?
- Wann wurde das Hotel renoviert und wiedereröffnet?
- Welche berühmten Gäste hatte das Hotel in der Vergangenheit?
Eine wechselvolle Geschichte
Die Ära des ursprünglichen Knickerbocker Hotels endete abrupt. Nach dem Tod von John Jacob Astor IV auf der Titanic im Jahr 1912 übernahm sein Sohn Vincent das Anwesen. Unter seiner Führung schloss das Hotel im Jahr 1921. Die genauen Gründe für die Schließung sind Gegenstand von Spekulationen, wobei oft die Prohibition oder ein nachlassendes Interesse an (oder die Unfähigkeit, sich zu leisten) derart aufwendigen Unterkünften genannt werden.
Nach der Schließung wurde das Gebäude mehrfach verkauft und einer neuen Nutzung zugeführt. Es wurde in Büroräume umgewandelt und diente unter anderem von 1940 bis 1959 als Sitz des renommierten Newsweek-Magazins. Diese Phase dauerte mehrere Jahrzehnte an, in denen das Gebäude seine Identität als Hotel verlor, obwohl seine architektonische Präsenz am Times Square bestehen blieb.
Die historische und architektonische Bedeutung des Knickerbocker wurde jedoch nicht vergessen. Im Jahr 1980 wurde das Gebäude in das National Register of Historic Places aufgenommen, und 1988 erhielt es den Status eines New York City Landmarks. Dieser Denkmalstatus brachte wichtige Schutzmaßnahmen für das Äußere der Struktur mit sich, was bei späteren Renovierungsarbeiten eine besondere Herausforderung darstellte.

Die Wiedergeburt als Luxushotel
Nach langer Zeit als Bürogebäude wurde beschlossen, das Knickerbocker wieder in ein Hotel umzuwandeln. Dieses ambitionierte Projekt wurde von der in Texas ansässigen Firma FelCor Lodging Trust in die Wege geleitet. FelCor Lodging Trust, ein Eigentümer von über 70 Hotels in den USA, erwarb das Gebäude und finanzierte die umfassende Renovierung. Die Kosten für die Neuentwicklung beliefen sich auf beeindruckende 240 Millionen US-Dollar.
Die Renovierung war ein komplexes Unterfangen, insbesondere aufgrund des Denkmalstatus. Äußere Details, wie die kupfernen Löwenköpfe rund um die Dachterrasse, mussten sorgfältig erhalten und restauriert werden, während das Innere komplett neu gestaltet wurde. Ziel war es, die ursprüngliche „DNA“ des Hotels zu respektieren und gleichzeitig modernen Luxus und intuitiven Service zu bieten.
Jeff David, der Managing Director des Knickerbocker, betonte, dass die Geschichte des Hotels etwas Einzigartiges sei, das die meisten Luxushotels nicht bieten könnten. Die Kombination aus historischem Erbe und zeitgemäßen Annehmlichkeiten sollte sowohl New Yorker als auch internationale Reisende ansprechen.
Die Wiedereröffnung des renovierten Knickerbocker Hotels fand im Jahr 2015 statt, mehr als ein Jahrhundert nach seiner ersten Eröffnung. Während das ursprüngliche Hotel 556 Zimmer hatte, verfügt das neue Knickerbocker über 330 Gästezimmer, darunter 31 Suiten. Die Zimmerpreise spiegeln den heutigen Luxusstandard und die Lage am Times Square wider und beginnen bei 446 US-Dollar.
Einzigartige Merkmale und Annehmlichkeiten
Das heutige Knickerbocker vereint seine reiche Vergangenheit mit modernem Komfort. Ein besonders interessantes historisches Detail ist der ehemalige direkte Zugang zur U-Bahn-Plattform. John Jacob Astor IV war vom frühen U-Bahn-System so fasziniert, dass er eine Tür installieren ließ, die einen direkten Zugang zu einer der Linien ermöglichte. Diese Tür ist noch heute sichtbar, aber der Bereich dahinter, ein Korridor, der zu den oberen Ebenen des Hotels führt, gehört nun der MTA (Metropolitan Transportation Authority) und ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ebenso faszinierend, aber derzeit nicht wiedereröffnet, ist der Ballsaal im Untergeschoss. Dieser Bereich, der früher aufwendig dekoriert war und ebenfalls einen direkten Zugang von der U-Bahn hatte, befindet sich heute in einem Zustand des Verfalls. Obwohl diese historischen Zugänge nicht nutzbar sind, trägt ihre Geschichte zur Faszination des Ortes bei.
Zu den herausragenden Annehmlichkeiten des modernen Knickerbocker gehört die beeindruckende Dachterrassenbar namens St. Cloud. Benannt nach dem ursprünglichen Hotel aus dem späten 19. Jahrhundert an diesem Standort, bietet St. Cloud ein ultimatives Rooftop-Bar-Erlebnis im Herzen der Stadt. Mit stilvollen Innen- und Außenbereichen, einer umlaufenden Terrasse mit begrünten Wänden, kreativen Cocktails, Craft-Bieren und saisonal inspirierten kleinen Gerichten bietet sie einen malerischen Blick auf die Skyline von Downtown Manhattan. St. Cloud ist täglich geöffnet und gilt als ein luxuriöser Rückzugsort über den Dächern.
Ein weiteres kulinarisches Highlight, das in einer Ecke von St. Cloud versteckt ist, ist Akoya. Diese intime Sushi-Bar mit nur 28 Plätzen bietet Signature Temaki Hand Rolls, eine internationale Sake-Liste und eine stimmungsvolle, elegante Atmosphäre. Sie wird als ein verstecktes Juwel beschrieben, das man unbedingt selbst erleben sollte.
Preise und Gebühren
Wie in vielen Hotels in New York City üblich, fallen neben dem Zimmerpreis zusätzliche Gebühren an. Im Knickerbocker Hotel gehören dazu:
Ein Deposit (Kaution): 150 USD pro Unterkunft pro Nacht.
Eine Resortgebühr: 51,64 USD pro Unterkunft pro Nacht. Es wurde auch eine Angabe von 45 USD pro Nacht gefunden, aber die detailliertere Angabe von 51,64 USD scheint die aktuellere oder umfassendere zu sein.

Die Resortgebühr beinhaltet verschiedene Zusatzleistungen, die den Aufenthalt angenehmer gestalten sollen. Zu diesen Leistungen gehören:
- Zugang zum Fitnesscenter
- Housekeeping (Zimmerreinigung)
- Flaschenwasser auf dem Zimmer
- Nutzung des Zimmersafes
- Telefongespräche (vermutlich Ortsgespräche oder eine bestimmte Art von Gesprächen)
Diese obligatorischen Gebühren erhöhen den Gesamtpreis des Aufenthalts und sollten bei der Budgetplanung berücksichtigt werden.
Vergleich: Damals und Heute
| Merkmal | 1906 | 2015 (Heute) |
|---|---|---|
| Zimmeranzahl | 556 | 330 (davon 31 Suiten) |
| Bäder | 400 | In allen Zimmern |
| Gästekapazität | ca. 1.000 | Weniger (fokussiert auf Luxus/Komfort) |
| Durchschnittlicher Preis (pro Nacht) | 3,25 USD (ca. 78 USD heute) | Ab 446 USD |
| Stil | Beaux-Arts (neuer Glanz) | Beaux-Arts (historische Fassade), modernes Interieur |
| Besonderheit (U-Bahn) | Direkter U-Bahn-Zugang (genutzt) | Direkter U-Bahn-Zugang (historisch, nicht nutzbar) |
| Dachbar | Nicht erwähnt | Ja (St. Cloud) |
| Sushi-Bar | Nein | Ja (Akoya) |
Dieser Vergleich zeigt deutlich, wie sich das Hotel und der Times Square in über einem Jahrhundert verändert haben. Während das ursprüngliche Hotel eine enorme Kapazität für die damalige Zeit bot und relativ erschwinglich war, konzentriert sich das moderne Knickerbocker auf ein luxuriöseres und exklusiveres Erlebnis mit weniger Zimmern und deutlich höheren Preisen. Auch die Umgebung hat sich stark gewandelt; das 16-stöckige Knickerbocker stach früher hervor, ist heute aber von deutlich höheren Gebäuden umgeben und eines der wenigen verbliebenen Beaux-Arts-Gebäude in der Gegend.
Häufig gestellte Fragen zum Knickerbocker Hotel
Wem gehört das Knickerbocker Hotel?
Das renovierte Knickerbocker Hotel gehört der Firma FelCor Lodging Trust. Dieses Unternehmen ist in Texas ansässig und besitzt und betreibt eine Vielzahl von Hotels in den Vereinigten Staaten.
Wie hoch ist die Resortgebühr im Knickerbocker Hotel?
Die obligatorische Resortgebühr beträgt 51,64 USD pro Unterkunft pro Nacht. Diese Gebühr beinhaltet verschiedene Leistungen wie Zugang zum Fitnesscenter, Housekeeping, Wasser auf dem Zimmer, Zimmersafe und Telefongespräche. In einer anderen Quelle wurde eine Gebühr von 45 USD genannt, aber die detailliertere Angabe listet 51,64 USD auf.
Gibt es im Knickerbocker Hotel eine Bar?
Ja, das Knickerbocker Hotel verfügt über eine bekannte Dachterrassenbar namens St. Cloud. Diese Bar bietet Innen- und Außenbereiche, eine Terrasse mit Blick auf Manhattan sowie eine Auswahl an Cocktails, Bieren und Speisen. Innerhalb von St. Cloud befindet sich außerdem die intime Sushi-Bar Akoya.

Wann wurde das Knickerbocker Hotel ursprünglich eröffnet?
Das Hotel wurde ursprünglich am 23. Oktober 1906 eröffnet.
Wann wurde das Hotel renoviert und wiedereröffnet?
Nach einer umfassenden Renovierung, die von FelCor Lodging Trust finanziert wurde, wurde das Hotel im Jahr 2015 wiedereröffnet.
Welche berühmten Gäste hatte das Hotel in der Vergangenheit?
Zu den berühmten Gästen gehörten unter anderem F. Scott Fitzgerald, Enrico Caruso und John D. Rockefeller.
Das Knickerbocker Hotel ist mehr als nur ein Ort zum Übernachten; es ist ein Stück New Yorker Geschichte, das den Wandel der Stadt über ein Jahrhundert hinweg miterlebt hat. Von seinen Anfängen als luxuriöses Zentrum der Gesellschaft über seine Zeit als Bürogebäude bis hin zu seiner heutigen Inkarnation als modernes Luxushotel mit historischem Flair – das Knickerbocker bleibt ein faszinierendes Wahrzeichen am Times Square.
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