Ist 585 Gold wert?

Alles über 585er Gold: Wert, Legierungen & Mehr

05/09/2020

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Wenn Sie Goldschmuck besitzen, ist Ihnen vielleicht schon die Zahl 585 auf einem kleinen Stempel begegnet. Diese Punzierung ist mehr als nur eine Nummer; sie gibt Aufschluss über die Zusammensetzung und damit den intrinsischen Wert Ihres Schmuckstücks. 585er Gold ist eine der gängigsten Goldlegierungen weltweit und besonders beliebt in der Schmuckherstellung. Doch was genau bedeutet diese Zahl, ist 585er Gold echt, und wie unterscheidet es sich von anderen Goldarten?

Übersicht

Was bedeutet 585er Gold?

Die Zahl 585, die auf Goldschmuck gepunzt ist, bezeichnet den Feingoldgehalt des Materials. Sie gibt an, wie viele Tausendstel des Gesamtgewichts aus reinem Gold bestehen. Bei 585er Gold bedeutet dies, dass von 1000 Gewichtsteilen 585 Teile reines Gold sind. Das entspricht einem Goldanteil von 58,5 Prozent. Die restlichen 41,5 Prozent bestehen aus anderen Metallen, die dem Gold beigemischt werden, um ihm bestimmte Eigenschaften zu verleihen. Diese Beimischung anderer Metalle, wie Silber, Kupfer, Zink oder Palladium, wird als Legierung bezeichnet. Reines Gold (Feingold, 999er Gold) ist sehr weich und für die tägliche Nutzung als Schmuck oft ungeeignet. Durch die Legierung wird das Gold härter, widerstandsfähiger und erhält oft auch eine spezifische Farbe. 585er Gold ist auch international als 14-Karat-Gold bekannt, wobei 1 Karat einem Goldanteil von 1/24 entspricht (14/24 = 0,5833...).

Was ist besser, Gold 333 oder 585?
Unterschied zwischen 333er und 585er Gold Ringe aus 333er Gold haben einen Feingoldanteil von 33,3%, Ringe aus 585er haben einen Feingoldanteil von 58,5% und Ringe aus 750er haben einen Feingoldanteil von 75%. Der Rest besteht aus Kupfer, Silber, Palladium und weiteren Bestandteilen.

Die Punzierung: Ein Zeichen der Reinheit und Herkunft

Die kleine Zahl, die Sie auf Ihrem Goldschmuck finden, ist die sogenannte Punzierung oder der Goldstempel. Sie wird vom Goldschmied oder Hersteller in das Metall eingestanzt. Diese Punzierung ist eine wichtige Information für den Käufer und für Edelmetallhändler, da sie den Feingoldgehalt des Schmuckstücks klar deklariert. Neben der Zahl, die die Feinheit in Tausendstel angibt (z.B. 585, 750, 333), kann die Punze auch weitere Zeichen enthalten, wie das Meisterzeichen des Goldschmieds oder ein Amtspunzzeichen, je nach Land und Vorschriften. Die Punzierung ist somit ein Echtheitszertifikat für die angegebene Goldlegierung und ermöglicht die Berechnung des 14 Karat Gold 585 Werts bei einem Verkauf.

Ist 585er Gold echt und was bestimmt seinen Wert?

Ja, 585er Gold ist absolut echtes Gold. Es handelt sich um eine echte Goldlegierung, auch wenn es nicht aus 100% reinem Gold besteht. Wie bereits erwähnt, ist reines Gold für die meisten Schmuckstücke zu weich. Der Wert von 585er Gold wird in erster Linie durch seinen Feingoldgehalt bestimmt. Da 58,5% des Materials reines Gold sind, korreliert der Wert des Schmuckstücks direkt mit dem aktuellen Marktpreis für Gold. Wenn der Goldpreis steigt, steigt tendenziell auch der Wert von 585er Gold. Beim Verkauf von Goldschmuck an einen Goldankauf wird das Gewicht des Schmuckstücks ermittelt und dann basierend auf der Punzierung (z.B. 585) und dem aktuellen Goldkurs der Ankaufspreis berechnet. Der Wert wird also maßgeblich vom enthaltenen reinen Goldanteil beeinflusst.

Ist 585er Gold echt?
585er Gold – 14 Karat Gold: Goldanteil 585‰ Tausendteile 585er Gold ist die weltweit am meisten verwendete Goldlegierung für Schmuck. Der Goldgehalt von 58,5 Prozent entspricht 14 Karat. Auch diese Goldlegierung ist in vielen Farbvarianten erhältlich, je nachdem welche anderen Metalle legiert werden.

Vergleich gängiger Goldlegierungen für Schmuck

Weltweit und regional gibt es unterschiedliche Präferenzen und gesetzliche Vorgaben für Goldlegierungen. Die Feinheit des Goldes wird in Tausendstel oder Karat angegeben. Hier sind einige der häufigsten Legierungen im Vergleich:

  • 333er Gold (8 Karat): Goldanteil 33,3%. Dies ist die niedrigste in Deutschland gängige Feinheit. Der Goldanteil beträgt nur ein Drittel. Schmuck aus 333er Gold ist günstiger, kann aber schneller anlaufen und oxidieren, da der Anteil anderer Metalle (oft Kupfer) sehr hoch ist. Manche Länder, wie Österreich und die Schweiz, erlauben den Verkauf dieser Feinheit nicht mehr als Goldschmuck.
  • 375er Gold (9 Karat): Goldanteil 37,5%. Ähnlich wie 333er Gold wird diese Legierung in einigen Ländern nicht mehr als echtes Gold angesehen.
  • 585er Gold (14 Karat): Goldanteil 58,5%. Die weltweit am meisten verwendete Legierung für Schmuck. Bietet eine gute Balance aus Härte, Beständigkeit und Goldgehalt. Erhältlich in vielen Farbvarianten.
  • 750er Gold (18 Karat): Goldanteil 75%. Eine hochwertige Legierung, die in Italien und auf dem Balkan sehr verbreitet ist. Härter und teurer als 585er Gold, wird oft für besondere Anlässe oder High-End-Schmuck verwendet. Bietet ebenfalls viele Farboptionen.
  • 875er Gold (21 Karat): Goldanteil 87,5%. Hauptsächlich in einigen arabischen Ländern verbreitet, oft mit Kupfer legiert.
  • 900er Gold (21,6 Karat): Goldanteil 90%. Klassisches Münzgold in Europa und den USA. Im Orient auch für hochwertigen Schmuck genutzt.
  • 916er Gold (22 Karat): Goldanteil 91,6%. In vielen Ländern mit hoher Goldtradition (Indien, Naher Osten) gängig. Erreicht einen guten Härtegrad, behält aber die Farbe von purem Gold bei.
  • 965er Gold (23 Karat): Goldanteil 96,5%. Vor allem in Südostasien (Thai Gold) verbreitet. Obwohl noch relativ weich, wird es dort als Schmuck und Anlage genutzt.
  • 950er Platin (Pt 950): Obwohl kein Gold, wird diese Punzierung oft im Zusammenhang mit hochwertigem Schmuck erwähnt. Es handelt sich um eine Platinlegierung mit 95% Platinanteil, die aufgrund ihrer Dichte und ihres Gewichts sehr widerstandsfähig ist.

Vergleichstabelle der gängigsten Schmucklegierungen

Feinheit (Promille)KaratGoldanteil (%)Typische Verwendung/EigenschaftenVerbreitung
3338 K33,3%Günstiger Schmuck, kann anlaufen, eher messingfarbenDeutschland (eingeschränkt), andere Länder
3759 K37,5%Goldhaltiges Metall, ähnlich 333Einige Länder (eingeschränkt/nicht als Gold)
58514 K58,5%Häufigste Schmucklegierung, gute Balance Härte/WertWeltweit
75018 K75%Hochwertiger Schmuck, härter, teurerItalien, Balkan, weltweit für Premium
87521 K87,5%Schmuck, oft mit Kupfer legiertArabische Länder
90021,6 K90%Münzgold, hochwertiger SchmuckEuropa, USA (Münzen), Orient (Schmuck)
91622 K91,6%Schmuck, hohe Traditionsländer, fast pure GoldfarbeIndien, Naher Osten
96523 K96,5%Schmuck (weich), AnlageSüdostasien (Thai Gold)
950 (Pt)-95% (Platin)Platinschmuck, sehr widerstandsfähigWeltweit (für Platin)

Wie wird der Goldgehalt ermittelt? Der Säuretest (Strichprobe)

Um die angegebene Feinheit einer Goldlegierung zu überprüfen, insbesondere wenn keine Punzierung vorhanden ist oder Zweifel bestehen, wird häufig der Säuretest, auch Strichprobe genannt, angewendet. Dabei wird das zu prüfende Goldstück über einen speziellen Prüfstein, eine Schiefertafel, gerieben, sodass ein sichtbarer Strich auf der Oberfläche zurückbleibt. Anschließend werden nacheinander spezifische Prüfsäuren auf diesen Strich aufgetragen. Für jede gängige Goldlegierung gibt es eine eigene Probiersäure, die eine Mischung aus Salzsäure und Salpetersäure (bekannt als Königswasser in verschiedenen Konzentrationen) ist. Bleibt der Goldstrich unter der Einwirkung einer bestimmten Säure unverändert, bedeutet dies, dass der Goldgehalt mindestens der getesteten Feinheit entspricht. Verblasst oder verfärbt sich der Strich, ist die Feinheit geringer als die der verwendeten Säure. Dieses Verfahren ermöglicht eine schnelle und relativ genaue Bestimmung des Goldgehalts.

Farben des Goldschmucks: Mehr als nur Gelb

Gold ist von Natur aus gelb. Die verschiedenen Farben, in denen Goldschmuck erhältlich ist – Gelbgold, Roségold, Weißgold, Rotgold – entstehen durch die Beimischung anderer Metalle in der Legierung. Der Goldanteil (z.B. 58,5% bei 585er Gold) bleibt dabei gleich, aber die Zusammensetzung der restlichen 41,5% variiert:

  • Gelbgold: Die klassische Goldfarbe. Bei 585er Gelbgold werden in der Regel Silber und Kupfer in einem bestimmten Verhältnis beigemischt, um den natürlichen Gelbton zu erhalten, aber die Härte zu erhöhen.
  • Roségold: Erhält seine rötliche Farbe durch einen höheren Anteil an Kupfer in der Legierung. Je mehr Kupfer beigemischt wird, desto intensiver wird der Rosé- oder Rotton. Auch hier kann Silber enthalten sein. Roségold kann oxidieren, da das enthaltene Silber oder Kupfer mit der Luft reagiert.
  • Weißgold: Um die gelbe Farbe des Goldes zu neutralisieren und einen hellen, weißen Ton zu erzielen, werden Metalle wie Palladium, Silber oder Nickel (in einigen Ländern nicht mehr erlaubt) beigemischt. Oft wird Weißgoldschmuck zusätzlich rhodiniert. Die Rhodinierung ist eine dünne Schicht aus Rhodium, einem Platinmetall, die dem Schmuck ein sehr helles, spiegelndes Finish verleiht. Diese Schicht kann sich mit der Zeit abnutzen, wodurch der leicht gelblichere Ton des Weißgolds darunter zum Vorschein kommen kann. Wie Roségold kann auch Weißgold, das Silber enthält, leichte Oxidationsspuren aufweisen.

Tragespuren: Ein Zeichen der Individualität

Schmuck, insbesondere solcher, der täglich getragen wird, ist natürlichen Einflüssen wie Reibung, Stößen und Kontakt mit verschiedenen Materialien ausgesetzt. Daher ist es völlig normal, dass Goldschmuck mit der Zeit Tragespuren entwickelt. Dazu gehören kleine Kratzer, Abnutzungen oder Veränderungen der Oberflächenstruktur (z.B. matte Stellen auf glänzendem Schmuck oder Glanz auf matter Oberfläche). Die Entstehung dieser Spuren hängt stark von den Aktivitäten des Trägers und der Härte der Goldlegierung ab. Weichere Legierungen wie hochkarätiges Gold oder auch Silber sind anfälliger für Kratzer als härtere Legierungen wie 585er oder 333er Gold (obwohl diese durch den geringeren Goldanteil auch andere Nachteile haben können, wie Anlaufen). Tragespuren sind kein Makel, sondern machen jedes Schmuckstück einzigartig und erzählen seine eigene Geschichte. Es gibt kein Schmuckmaterial, das völlig immun gegen Abnutzung ist.

Häufig gestellte Fragen zu Goldlegierungen

Was ist besser, 750er oder 585er Gold?

Die Wahl zwischen 585er und 750er Gold hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und dem Verwendungszweck ab. Beide sind hochwertige Goldlegierungen, unterscheiden sich aber in ihren Eigenschaften:

  • 585er Gold (14 Karat): Besteht zu 58,5% aus reinem Gold. Es ist widerstandsfähiger und härter als 750er Gold aufgrund des höheren Anteils an Legierungsmetallen. Dies macht es gut geeignet für Schmuck, der täglich getragen wird und robust sein soll. Es ist zudem preisgünstiger als 750er Gold.
  • 750er Gold (18 Karat): Besteht zu 75% aus reinem Gold. Es ist reiner, hat eine intensivere Goldfarbe (bei Gelbgold) und ist wertvoller pro Gewichtseinheit. Es ist jedoch etwas weicher als 585er Gold. 750er Gold wird oft für hochwertigen Schmuck, Verlobungsringe oder Stücke für besondere Anlässe verwendet.

Wenn Sie ein sehr robustes und alltagstaugliches Schmuckstück suchen, ist 585er Gold oft die praktischere Wahl. Wenn Sie Wert auf einen höheren Goldanteil, eine intensivere Farbe und einen höheren intrinsischen Wert legen und das Schmuckstück eventuell nicht täglich extremen Belastungen aussetzen, kann 750er Gold die bessere Option sein. Beide sind jedoch hervorragende Materialien für hochwertigen Schmuck.

Was ist besser, 750 oder 585 Gold?
Welches Gold für Schmuck besser ist, hängt von persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen ab. Wenn Sie ein Schmuckstück suchen, das robust und langlebig ist, dann ist 750 Gold eine gute Wahl. Wenn Sie nach etwas suchen, das erschwinglicher und für den täglichen Gebrauch geeignet ist, dann ist 585 Gold eine gute Option.

Was ist besser, Gold 333 oder 585?

Hier ist die Unterscheidung deutlicher als zwischen 585er und 750er Gold:

  • 333er Gold (8 Karat): Enthält nur 33,3% reines Gold. Der Großteil (66,7%) besteht aus anderen Metallen, oft Kupfer. Dies führt dazu, dass 333er Gold deutlich härter ist als höhere Legierungen, aber auch Nachteile mit sich bringt: Es hat oft eine blassere, eher messingartige Farbe und ist anfälliger für Anlaufen und Korrosion, da der Anteil an reaktionsfreudigeren Metallen höher ist. Von vielen wird es nicht mehr als echtes Gold im klassischen Sinne betrachtet.
  • 585er Gold (14 Karat): Enthält 58,5% reines Gold. Es bietet eine deutlich bessere Balance. Es ist hart genug für den täglichen Gebrauch, läuft aber im Vergleich zu 333er Gold erheblich weniger an. Die Farbe ist satter goldfarben (bei Gelbgold), und es wird allgemein als hochwertige Goldlegierung anerkannt.

Aus Sicht der Qualität, Langlebigkeit (bezüglich Anlaufen) und des Goldwerts ist 585er Gold der 333er Legierung klar überlegen. Während 333er Gold eine kostengünstigere Alternative darstellt, erhalten Sie mit 585er Gold ein Schmuckstück, das die positiven Eigenschaften von Gold (Beständigkeit, Farbe, Wert) wesentlich besser widerspiegelt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 585er Gold eine ausgezeichnete Wahl für Schmuck ist. Es bietet eine hohe Haltbarkeit für den täglichen Gebrauch, behält seinen Wert durch den soliden Goldanteil und ist in einer Vielzahl von Designs und Farben erhältlich. Die Punzierung ist Ihr Schlüssel, um die Qualität und den Wert Ihres Goldschmucks zu verstehen.

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