27/03/2012
Nichts ist frustrierender, als wenn eine festsitzende Schraube eine Reparatur oder ein Projekt zum Stillstand bringt. Das kann jedem passieren, ob beim Reparieren eines Zauns oder bei feineren Arbeiten. Bevor Sie zu drastischen Maßnahmen greifen, die den Schaden noch vergrößern könnten, gibt es eine Vielzahl von erprobten Methoden, um auch die widerspenstigsten Schrauben erfolgreich zu entfernen. Dieser Artikel führt Sie durch verschiedene Ansätze, beginnend mit den einfachsten Schritten bis hin zu spezialisierten Techniken, die Ihnen helfen, dieses häufige Problem zu überwinden.

Eine festsitzende Schraube kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter Rost, Korrosion, übermäßiges Anzugsmoment oder einfach nur alte Farbe, die das Gewinde verklebt. Unabhängig von der Ursache ist das Ziel, die Verbindung zu lockern, damit die Schraube wieder gedreht werden kann. Die folgenden Tipps bieten eine breite Palette von Lösungen, die Sie je nach Situation und verfügbaren Mitteln ausprobieren können.

- Grundlagen prüfen: Die Drehrichtung
- Der klassische Versuch: Mit dem passenden Schraubendreher
- Sanfte Gewalt: Der Einsatz eines Hammers
- Wenn der Kopf beschädigt ist: Mit dem Winkelschleifer einen neuen Schlitz schaffen
- Einfacher Trick: Das Gummiband
- Chemische Helfer: Multifunktionsspray oder Kriechöl
- Alternative zum Kriechöl: Cola
- Temperaturmethoden: Erhitzen oder Vereisen
- Spezialprodukte: Rostschock Rostlösespray
- Mehr Halt im Schraubenkopf: Ventilschleifpaste oder Sekundenkleber
- Alternative Werkzeuge: Meißel/Körner
- Der letzte Ausweg: Schraubenausdreher
- Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Grundlagen prüfen: Die Drehrichtung
Der allererste und oft übersehene Schritt beim Versuch, eine Schraube zu lösen, ist die Überprüfung der Drehrichtung. Dies mag offensichtlich klingen, aber besonders bei ungünstigen Arbeitswinkeln (von der Seite, von hinten oder kopfüber) kann die korrekte Richtung leicht verwechselt werden. Merken Sie sich die grundlegende Regel:
- Eine Schraube wird mit einer Drehbewegung nach rechts (im Uhrzeigersinn) angezogen.
- Eine Schraube wird mit einer Drehbewegung nach links (gegen den Uhrzeigersinn) gelöst.
Stellen Sie sicher, dass Sie in die richtige Richtung drehen, bevor Sie weitere Versuche unternehmen oder Gewalt anwenden.
Der klassische Versuch: Mit dem passenden Schraubendreher
Der naheliegendste Ansatz ist die Verwendung eines Schraubendrehers. Doch selbst dieser einfache Schritt erfordert Sorgfalt. Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass Sie einen Schraubendreher verwenden, dessen Größe und Typ exakt zum Schraubenkopf passt. Ein unpassender Schraubendreher kann den Schraubenkopf beschädigen und das Problem verschlimmern.
Wenn sich um die Schraube herum alte Farbe oder Schmutz befindet, müssen Sie diese zunächst entfernen. Farbe kann wie ein Klebstoff wirken, der die Schraube festhält, insbesondere wenn sie sich im Schlitz oder in der Vertiefung des Schraubenkopfes festgesetzt hat. Mit einem alten Stechbeitel, einem Rasiermesser oder einem scharfen Messer können Sie vorsichtig die unerwünschte Farbe und den Schmutz abkratzen und den Schraubenkopf freilegen. Sobald der Bereich sauber ist, setzen Sie den passenden Schraubendreher fest an und versuchen Sie, die Schraube gegen den Uhrzeigersinn zu drehen.
In manchen Fällen, wenn der Schraubenkopf leicht hervorsteht, können Sie auch versuchen, ihn mit einer Zange zu greifen und vorsichtig zu drehen. Wenn der Schraubendreher allein nicht ausreicht, gibt es weitere Methoden, die die Wirkung des Schraubendrehers unterstützen oder alternative Ansätze bieten.
Sanfte Gewalt: Der Einsatz eines Hammers
Manchmal reicht bereits ein leichter Schlag, um eine festsitzende Schraube zu lösen. Ein paar gezielte Schläge mit einem Hammer direkt auf den Schraubenkopf können helfen, die Verbindung zu erschüttern und leichte Korrosion oder Verklebungen aufzubrechen. Beim Festziehen verformt sich das Gewinde immer ein wenig. Durch die Schläge können sich die einzelnen Gewindegänge minimal bewegen und wieder etwas Spiel bekommen.
Verwenden Sie einen Hammer, der nicht zu klein ist; ein Gewicht von mindestens 300 g wird oft empfohlen, um genug Impuls zu erzeugen. Setzen Sie den Schraubendreher fest im Schraubenkopf an und geben Sie dem Griff des Schraubendrehers einige leichte, aber bestimmte Schläge mit dem Hammer. Dies kann helfen, den Schraubendreher tiefer in den Schlitz oder die Vertiefung zu treiben und gleichzeitig die Schraube durch den Schlag zu lockern. Seien Sie vorsichtig, um den Schraubenkopf nicht zu verformen oder den Schraubendreher zu beschädigen.
Wenn der Kopf beschädigt ist: Mit dem Winkelschleifer einen neuen Schlitz schaffen
Sollte der ursprüngliche Antrieb (Schlitz, Kreuzschlitz etc.) des Schraubenkopfes beschädigt oder abgenutzt sein, sodass ein Schraubendreher keinen Halt mehr findet, kann ein Winkelschleifer eine Lösung bieten. Mit einer dünnen Trennscheibe können Sie vorsichtig einen neuen Schlitz in den Schraubenkopf schneiden. Dies ist besonders bei Schrauben mit hervorstehendem Kopf möglich.
Gehen Sie dabei äußerst vorsichtig vor. Der Schnitt sollte tief genug sein, um einem Schlitzschraubendreher Halt zu bieten, aber nicht so tief, dass der Schraubenkopf komplett durchtrennt oder stark geschwächt wird. Ein zu tiefer Schlitz kann dazu führen, dass der Schraubenkopf beim Versuch, die Schraube zu lösen, auseinanderbricht. Nachdem der neue Schlitz erstellt wurde, können Sie einen passenden Schlitzschraubendreher ansetzen und versuchen, die Schraube herauszudrehen. Diese Methode erfordert ruhige Hand und Präzision, um weiteren Schaden zu vermeiden.
Einfacher Trick: Das Gummiband
Ein verblüffend einfacher, aber oft effektiver Trick ist die Verwendung eines Gummibandes. Legen Sie ein breites Gummiband (mindestens so breit wie der Schraubenkopf) flach über den Schraubenkopf. Setzen Sie dann den Schraubendreher auf das Gummiband und drücken Sie ihn fest in den Schraubenkopf, sodass das Gummiband in den Schlitz oder die Vertiefung gedrückt wird. Das Gummiband erhöht die Reibung zwischen Schraubendreher und Schraubenkopf und kann so helfen, dem Schraubendreher besseren Halt zu geben, insbesondere wenn der Schraubenkopf leicht beschädigt ist oder der Schraubendreher zum Durchrutschen neigt.

Drücken Sie den Schraubendreher fest nach unten, während Sie versuchen, die Schraube langsam und gleichmäßig gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. Wenn Sie kein passendes Gummiband zur Hand haben, kann auch ein elastisches Nähgummiband funktionieren, solange es breit genug ist. Dieser Trick funktioniert in vielen Fällen und ist einen Versuch wert, da er sehr wenig Aufwand erfordert.
Chemische Helfer: Multifunktionsspray oder Kriechöl
Wenn Rost oder Korrosion die Ursache für die festsitzende Schraube sind, können chemische Rostlöser Wunder wirken. Multifunktionssprays oder spezielle Kriechöle sind dafür konzipiert, in kleinste Zwischenräume einzudringen und Rost sowie andere Verklebungen zu lösen. Sprühen Sie das Mittel großzügig auf die Schraube, insbesondere auf das Gewinde, wo es in das Material eindringen kann.
Lassen Sie das Spray oder Öl eine ausreichende Zeit einwirken. Ein paar Minuten können schon helfen, aber bei stark verrosteten Schrauben kann es notwendig sein, das Mittel länger, vielleicht sogar über Nacht, einwirken zu lassen, damit es tief in das Gewinde eindringen kann. Wiederholen Sie gegebenenfalls das Auftragen.
Nach der Einwirkzeit setzen Sie einen passenden Schraubendreher an und versuchen Sie, die Schraube zu lösen. Wenn sie sich immer noch nicht bewegt, können Sie versuchen, den Schraubendreher wiederholt mit einem Hammer anzutippen, während er im Schraubenkopf sitzt. Dies kombiniert die Wirkung des Öls mit einer leichten Erschütterung. Drücken und drehen Sie gleichzeitig fest, aber kontrolliert. Die chemische Wirkung des Kriechöls kann die Bindung zwischen Schraube und Material aufbrechen.
Alternative zum Kriechöl: Cola
Unglaublich, aber wahr: Selbst ein alltägliches Getränk wie Cola kann bei leicht verrosteten Schrauben helfen. Die in Cola enthaltene Phosphorsäure wirkt als Rostlöser. Geben Sie einfach ein paar Tropfen Cola auf die festsitzende Schraube und lassen Sie es ebenfalls einwirken. Wie bei Kriechöl kann es notwendig sein, den Vorgang mehrmals zu wiederholen und dem Mittel Zeit zu geben, in das Gewinde einzudringen. Auch wenn Cola nicht die gleiche Wirksamkeit wie spezialisierte Kriechöle hat, kann es eine schnelle Notlösung sein, wenn nichts anderes zur Hand ist.
Temperaturmethoden: Erhitzen oder Vereisen
Extreme Temperaturen können helfen, die Materialien rund um die Schraube zu beeinflussen und die Verbindung zu lösen. Diese Methoden nutzen die unterschiedliche Wärmeausdehnung oder Kälteschrumpfung von Materialien wie Metall und Rost.
Die Schraube erhitzen
Das Erhitzen einer festsitzenden Schraube, oft mit einem kleinen Propanbrenner oder einer Lötlampe, kann Rost und Verklebungen lösen. Metall dehnt sich bei Hitze aus. Wenn Sie die Schraube erhitzen, dehnt sie sich aus. Wenn sich die Schraube in einer Mutter oder einem anderen Metallteil befindet, dehnt sich dieses ebenfalls aus. Der Trick liegt darin, dass sich die Mutter (oder das umgebende Material) aufgrund ihres größeren Radius oft etwas stärker ausdehnt als die Schraube selbst. Dies kann einen minimalen Spalt schaffen oder die Spannung im Gewinde reduzieren.
Nach dem Erhitzen können Sie versuchen, den Abkühlprozess zu beschleunigen, indem Sie etwas warmes Wasser auf die Schraube gießen (Vorsicht: nicht bei allen Materialien ratsam!). Beim Abkühlen ziehen sich die Materialien wieder zusammen. Die Schraube schrumpft in alle Richtungen und wird etwas kleiner. Dies kann die Rostdichtung aufbrechen und das Lösen erleichtern. Diese Methode funktioniert oft besser bei Schrauben, die durch Muttern gehen, kann aber auch bei Schrauben in Metall angewendet werden.
Wichtig: Seien Sie äußerst vorsichtig beim Erhitzen, insbesondere in der Nähe von brennbaren Materialien, Gummidurchführungen oder empfindlichen Oberflächen. Nicht jedes Material verträgt Hitze gut.

Die Schraube vereisen
Das Gegenteil von Erhitzen kann ebenfalls effektiv sein: das Vereisen der Schraube. Spezialisierte Vereisungssprays erzeugen einen extremen Kälteschock. Bei sehr starkem Abkühlen ziehen sich Materialien zusammen. Rost und Metall schrumpfen dabei unterschiedlich stark. Dieser Kälteschock kann die Rostschicht vom Metall lösen und aufbrechen. Sprühen Sie das Vereisungsspray gezielt auf die Schraube und lassen Sie es kurz einwirken. Danach versuchen Sie sofort, die Schraube zu drehen, solange sie noch kalt ist. Der Prozess kann bei Bedarf wiederholt werden.
Spezialprodukte: Rostschock Rostlösespray
Einige Produkte kombinieren die Vorteile von Kriechöl und Kälteschock. Das SILISTO MEGA Rostschock Rostlösespray ist ein Beispiel dafür. Es erzeugt durch seine spezielle Wirkstoffzusammensetzung einen Kälteschock auf dem korrodierten Werkstück. Die durch die Kälteschrumpfung entstehenden kleinsten Zwischenräume werden durch die hohe Kapillarwirkung des Sprays genutzt, um tief in das Gewinde einzudringen. Dort löst es die Rostpartikel in Sekunden und trennt die Verbindung zwischen den Rostschichten. Sprühen Sie die betroffene Stelle ein, lassen Sie es kurz wirken und versuchen Sie dann, die Schraube zu lösen. Bei Bedarf kann der Vorgang wiederholt werden.
Mehr Halt im Schraubenkopf: Ventilschleifpaste oder Sekundenkleber
Wenn der Schraubenkopf leicht beschädigt ist und der Schraubendreher durchrutscht, können Sie versuchen, die Griffigkeit zu erhöhen. Ventilschleifpaste, die feine Schleifpartikel enthält, kann hier hilfreich sein. Spritzen Sie etwas Ventilschleifpaste in den Schraubenkopf und setzen Sie den Schraubendreher fest ein. Die feine Körnung der Paste hilft dem Schraubendreher, sich besser im Schraubenkopf zu 'verbeißen'.
Drücken Sie den Schraubendreher fest nach unten und drehen Sie dann vorsichtig, aber bestimmt. Es kann Geduld erfordern, insbesondere wenn Sie vorher Rostlöser verwendet haben (lassen Sie diesen erst einwirken). Eine alternative, unorthodoxe Methode, die im Notfall funktionieren kann, ist die Verwendung eines winzigen Tropfens Sekundenkleber im Schraubenkopf. Setzen Sie den Schraubendreher sofort ein und lassen Sie den Kleber aushärten, um eine feste Verbindung zwischen Schraubendreher und Schraube herzustellen. Dies ist jedoch eine Methode, die das Werkzeug beschädigen kann und nur mit äußerster Vorsicht angewendet werden sollte.
Alternative Werkzeuge: Meißel/Körner
Wenn der Schraubenkopf hervorsteht und andere Methoden versagen, können Sie versuchen, die Schraube mit einem Meißel oder Körner 'aufzuschlagen'. Sie benötigen zusätzlich einen Hammer. Setzen Sie den Meißel oder Körner möglichst weit außen am Rand des Schraubenkopfes an. Mit gezielten Hammerschlägen schlagen Sie eine kleine Kerbe in den Schraubenkopf.
Kippen Sie dann den Meißel/Körner leicht in die Richtung, in die die Schraube gelöst werden soll (gegen den Uhrzeigersinn). Schlagen Sie nun erneut mit dem Hammer auf den Meißel/Körner. Durch diese seitlichen Schläge wird die Schraube dazu gebracht, sich zu drehen. Diese Methode erfordert Gefühl und Übung, um den Schraubenkopf nicht komplett zu zerstören, kann aber sehr effektiv sein, um die anfängliche Blockade zu überwinden.
Der letzte Ausweg: Schraubenausdreher
Wenn der Schraubenkopf stark beschädigt ist oder sogar abgebrochen ist, ist ein Schraubenausdreher (auch Linksausdreher genannt) oft das Mittel der Wahl. Dieses Spezialwerkzeug ist dafür konzipiert, Schraubenstümpfe zu entfernen, ohne das Gewinde im Material zu beschädigen.
Zuerst müssen Sie gegebenenfalls den abgebrochenen Schraubenstumpf glattschleifen. Dann schlagen Sie mit einem Körner und Hammer eine kleine Vertiefung genau in die Mitte des Stumpfes. Als Nächstes bohren Sie ein kleines Loch mittig und exakt senkrecht in die Schraube. Die Größe des Bohrers hängt vom Durchmesser der Schraube und des verwendeten Schraubenausdrehers ab. Achten Sie darauf, nicht zu tief zu bohren.
Setzen Sie dann den Schraubenausdreher in das gebohrte Loch ein. Schraubenausdreher haben ein Linksgewinde, das sich beim Drehen im Uhrzeigersinn (der Richtung, in die Sie bohren) in die Schraube hineinfrisst. Klemmen Sie den Schraubenausdreher in ein Windeisen oder eine passende Zange. Durch Drehen des Schraubenausdrehers gegen den Uhrzeigersinn frisst sich dieser immer fester in das Loch und übt gleichzeitig eine Drehbewegung auf den Schraubenstumpf aus, die diesen herausdreht. Der große Vorteil dieser Methode ist, dass das Muttergewinde im Werkstück intakt bleibt und wieder verwendet werden kann.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie groß sollte der Hammer sein, um eine Schraube zu lösen?
Ein Hammer mit einem Gewicht von mindestens 300 g ist in der Regel ausreichend, um genügend Kraft für leichte Schläge auf den Schraubenkopf oder den Schraubendreher zu erzeugen, um festgerostete oder zu fest angezogene Schrauben zu lockern.
Kann man einen Schlagschrauber verwenden, um eine festsitzende Schraube zu lösen?
Ja, ein Schlagschrauber kann eine sehr effektive Methode sein, wenn sich eine Schraube partout nicht lösen lässt. Schlagschrauber wandeln die Schlagenergie eines Hammers in eine starke Rotationskraft um. Sie liefern kurze, kraftvolle Drehimpulse, die helfen können, die Blockade im Gewinde zu überwinden. Wählen Sie einen passenden Aufsatz, der gut in den Schraubenkopf passt. Der Schlagschrauber schlägt auf die Schraube ein, während Sie gleichzeitig versuchen, sie zu drehen. Die Kombination aus Schlag und Drehung löst oft selbst hartnäckige Schrauben, ohne den Kopf zu beschädigen.
Wie lange dauert es, bis Kriechöl wirkt?
Die Einwirkzeit von Kriechöl kann variieren. Bei leicht verrosteten Schrauben können bereits 15 Minuten ausreichen. Bei starker Korrosion oder sehr fest sitzenden Schrauben ist es ratsam, das Öl länger, vielleicht sogar über Nacht, einwirken zu lassen. Das Öl benötigt Zeit, um in das Gewinde einzudringen und Rostpartikel zu lösen. Wiederholtes Auftragen kann die Wirkung verbessern.
Kann man zum Lösen der Schraube einfach eine Wasserpumpenzange verwenden?
Wenn der Schraubenkopf hervorsteht und Sie ihn mit einer Wasserpumpenzange (Gleitzange) fest greifen können, ist dies grundsätzlich möglich. Sie benötigen eine Zange, die den Kopf sicher umschließt und nicht abrutscht. Das Lösen erfolgt dann durch Ihre eigene Muskelkraft. Diese Methode eignet sich eher für größere Schraubenköpfe oder wenn die Schraube bereits leicht gelockert ist.
Wie heißt der Schraubenzieher richtig?
Technisch korrekt lautet die Bezeichnung gemäß DIN-Normen seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts tatsächlich "Schraubendreher". Das Wort "Schraubenzieher" ist umgangssprachlich weit verbreitet und verständlich, auch wenn es in der Fachsprache nicht die offizielle Bezeichnung ist. Man kann argumentieren, dass die Alltagssprache nicht zwingend der Fachsprache folgen muss.
Was ist ein Schlitz-Schraubenzieher?
Ein Schlitz-Schraubendreher (oder Schraubenzieher) ist ein Werkzeug mit einer einzelnen, flachen Klinge, die in den geraden Schlitz im Kopf einer Schlitzschraube passt. Er ist eine der ältesten und einfachsten Formen von Schraubwerkzeugen. Schlitzschrauben haben einen einzelnen, horizontalen Einschnitt im Kopf und werden mit einem solchen Schraubendreher gedreht. Diese Form war historisch einfach herzustellen und ist immer noch weit verbreitet, auch wenn sie anfälliger für das Abrutschen ('Cam-out') ist als modernere Antriebsarten wie Kreuzschlitz oder Torx.
Wie heißt ein Sechskantschraubendreher?
Ein Werkzeug zum Drehen von Schrauben mit einem Sechskant-Innengewinde wird als Innensechskantschlüssel, umgangssprachlich oft Inbusschlüssel oder einfach Inbus, bezeichnet. Der offizielle Begriff in der DIN-Norm ist Innensechskant-Schraubendreher oder -Schlüssel. Das Wort "Inbus" ist ein Akronym, das von "Innensechskant Bauer u. Schaurte" (dem Namen einer deutschen Firma, die das Patent hielt) abgeleitet ist. Es gibt auch Schraubendreher mit einem Sechskantprofil an der Spitze, die für Innensechskantschrauben verwendet werden.
Es gibt viele verschiedene Arten von Schraubenantrieben, nicht nur Schlitz und Innensechskant. Dazu gehören Kreuzschlitz (Phillips), Pozidriv, Torx (Sternform), Robertson (Vierkant), Triple Square (XZN), Spline Drive und viele mehr. Jeder Antriebstyp erfordert ein passendes Werkzeug (Schraubendreher, Schlüssel oder Bit) für eine optimale Kraftübertragung und um Beschädigungen zu vermeiden.
Wenn Sie mit einer festsitzenden Schraube konfrontiert sind, arbeiten Sie sich systematisch durch die verschiedenen Methoden. Beginnen Sie mit den einfachsten und am wenigsten invasiven Techniken und steigern Sie sich bei Bedarf. Mit Geduld und den richtigen Werkzeugen und Tricks lassen sich die meisten festsitzenden Schrauben erfolgreich entfernen.
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