Was ist der Unterschied zwischen Tatar und Tatar?

Tatar: Die richtige Schreibweise & Zubereitung

03/01/2014

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In der Welt der Kulinarik gibt es Gerichte, die nicht nur durch ihren Geschmack, sondern auch durch ihre korrekte Benennung Fragen aufwerfen können. Ein solches Gericht ist zweifellos das feine Gericht aus rohem, gewürztem Hackfleisch. Oftmals liest man zwei Varianten: Tatar und Tartar. Doch welche ist die richtige, insbesondere wenn es um das klassische Rindstatar geht? Die Antwort ist klar und einfach, wie ein Blick in maßgebliche Nachschlagewerke zeigt.

Was ist der Unterschied zwischen Tatar und Tatar?
Laut Duden gibt es nur eine korrekte Schreibweise für das Gericht aus rohem und gewürztem Hackfleisch: «Tatar». «Tartar» lassen wir künftig also bleiben!

Laut dem Duden, einem der Standardwerke der deutschen Sprache, gibt es für das besagte Gericht aus rohem und gewürztem Hackfleisch nur eine einzig korrekte Schreibweise. Es ist die Schreibweise «Tatar». Die Variante «Tartar» mag zwar verbreitet sein, gilt im Kontext dieses speziellen Gerichts jedoch als nicht korrekt. Wer also Wert auf sprachliche Präzision legt, sollte sich die Schreibweise mit nur einem 'r' am Ende merken: Tatar.

Übersicht

Die korrekte Schreibweise: Warum Tatar und nicht Tartar?

Die Unterscheidung mag für manche geringfügig erscheinen, doch in der Welt der Sprache und der Gastronomie hat jedes Detail seine Bedeutung. Der Duden ist in Deutschland die maßgebliche Instanz für Rechtschreibung. Wenn der Duden festlegt, dass «Tatar» die korrekte Form für das Gericht ist, dann sollten wir uns daran halten, um sprachliche Klarheit zu wahren. Die Form «Tartar» ist zwar ebenfalls ein bekanntes Wort, bezeichnet aber beispielsweise eine Art Sauce (Tartarsauce), die oft zu Fischgerichten oder Ähnlichem serviert wird. Für das Gericht aus rohem Fleisch bleibt es jedoch unmissverständlich bei Tatar.

Diese Klarstellung ist wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden, sei es beim Bestellen im Restaurant oder beim Austausch von Rezepten. Wenn Sie also über das köstliche Gericht aus rohem Rindfleisch sprechen, verwenden Sie die korrekte und vom Duden empfohlene Schreibweise: Tatar.

Was macht ein gutes Rindstatar aus?

Die Qualität der Zutaten ist bei einem Gericht, das im Grunde roh serviert wird, von allergrößter Bedeutung. Ein herausragendes Rindstatar beginnt immer mit Fleisch von bester Qualität. Doch neben der Fleischqualität sind auch die richtigen Werkzeuge und eine gewisse Fingerfertigkeit des Zubereiters entscheidend. Ein scharfes Messer ist unerlässlich, um das Fleisch fein würfelig schneiden zu können – eine Technik, die für die Textur des Gerichts von Bedeutung ist.

Die Zubereitung von Tatar ist in gewisser Weise Handarbeit, die Sorgfalt und Präzision erfordert. Es geht nicht darum, das Fleisch einfach nur zu zerkleinern, sondern eine bestimmte Konsistenz und Struktur zu erzielen, die das Gericht zu einer wahren Delikatesse macht.

Zutaten für ein klassisches Rindstatar

Ein klassisches Rindstatar lebt von der Qualität des Fleisches und der Harmonie seiner Begleiter. Die Zugabe verschiedener aromatischer und intensiver Zutaten verleiht dem Gericht seinen charakteristischen Geschmack. Zu den typischen Begleitern, die in vielen Rezepten für Rindstatar zu finden sind und auch hier erwähnt werden, gehören:

  • Sardellen
  • Cornichons
  • Senf
  • Ein Spritzer Tabasco
  • Ein Eigelb

Diese Zutaten bringen eine Vielfalt an Aromen ein – von salzig-würzig (Sardellen) über säuerlich-knackig (Cornichons) bis hin zu scharf (Senf, Tabasco). Das Eigelb dient traditionell dazu, dem Tatar eine cremigere Textur zu verleihen und die Zutaten zu binden. Darüber hinaus werden grundlegende Gewürze wie Salz, eine Prise Zucker und Pfeffer verwendet, um das Fleisch abzurunden, sowie etwas Olivenöl, um alles zu verbinden.

Die Kombination dieser Begleiter macht das Tatar zu einem komplexen Geschmackserlebnis, das gleichzeitig intensiv und fein sein kann.

Die Wahl des Fleisches für Tatar

Traditionell wird Tatar aus Filet vom Rind zubereitet. Das Filet gilt als das zarteste Stück Fleisch und liefert eine sehr feine Textur, wenn es entsprechend vorbereitet wird. Es ist die klassische Wahl für ein hochwertiges Rindstatar.

Allerdings muss es nicht zwingend Filet sein, um ein köstliches Tatar zu erhalten. Ein schönes Stück aus der Rinderhüfte geschnitten kann ebenfalls eine ausgezeichnete Basis bilden und wird als Delikatesse angesehen. Die Hüfte hat möglicherweise eine etwas festere Struktur als das Filet, bietet aber dennoch eine hervorragende Qualität für dieses Gericht.

Die Vielseitigkeit des Tatar zeigt sich auch darin, dass es nicht nur aus Rindfleisch zubereitet werden kann. Man kann Tatar aus verschiedenen anderen Fleischsorten herstellen, darunter Kalb oder Lamm. Für Abenteuerlustige gibt es auch exotischere Varianten, beispielsweise aus Wasserbüffel. Die Zubereitung aus Fisch oder Krustentieren ist ebenfalls möglich und beliebt, wobei hier natürlich andere Begleiter zum Einsatz kommen können.

Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung bei der Wahl des Fleisches für Tatar: Geflügel. Geflügel sollte niemals roh verzehrt werden. Dies birgt gesundheitliche Risiken, weshalb Tatar aus Hühnchen, Pute oder anderen Geflügelsorten keine Option ist.

Die Zubereitung: Schneiden statt Wolfen

Die Textur des Tatar ist ein entscheidendes Element für das Geschmackserlebnis. Während Hackfleisch oft durch einen Fleischwolf gedreht wird, ist die traditionelle und von Kennern bevorzugte Methode für Tatar das Schneiden von Hand. Das Fleisch wird dabei mit einem scharfen Messer sehr fein würfelig geschnitten.

Wie wird Beef Tatar nicht grau?
Damit das Tatar nicht grau wird, alle «sauren» Zutaten erst zum Schluss unterheben. Salz, eine Prise Zucker, etwas Pfeffer in das Fleisch einarbeiten, dann etwas Olivenöl untermischen, danach alle weiteren Zutaten. Zum Schluss mit einer frischen Scheibe Natursauerteigbrot anrichten.

Dieser Prozess erfordert mehr Aufwand und Fingerfertigkeit als das Wolfen, führt aber zu einer anderen Textur. Das handgeschnittene Tatar behält eine gewisse Struktur und Bissfestigkeit, die beim gewolften Fleisch verloren geht. Diese besondere Textur trägt maßgeblich dazu bei, dass handgeschnittenes Tatar oft als hochwertiger und delikater empfunden wird.

Ein wichtiger Tipp gegen Verfärbung

Eine der Herausforderungen bei der Zubereitung von Tatar kann die Verfärbung des Fleisches sein. Rohes Fleisch neigt dazu, an der Luft grau zu werden, was zwar die Qualität nicht unbedingt mindert, aber optisch weniger ansprechend ist. Es gibt jedoch einen einfachen, aber effektiven Trick, um dies zu vermeiden und das Tatar länger appetitlich rot zu halten:

Alle «sauren» Zutaten erst ganz zum Schluss unterheben. Zu diesen sauren Zutaten zählen typischerweise die Cornichons und möglicherweise auch Senf oder Tabasco, je nach deren Säuregehalt. Säure kann die Oberfläche des Fleisches beeinflussen und die Oxidation beschleunigen, was zur Graufärbung führt.

Die korrekte Reihenfolge der Zubereitung ist daher entscheidend. Zuerst werden grundlegende Gewürze wie Salz, eine Prise Zucker und etwas Pfeffer in das fein geschnittene Fleisch eingearbeitet. Danach wird etwas Olivenöl untergemischt, um dem Fleisch Feuchtigkeit zu geben und die Gewürze zu verteilen. Erst nachdem diese Schritte erfolgt sind, werden alle weiteren Zutaten – insbesondere die sauren – vorsichtig untergehoben. Dieses Vorgehen hilft, die frische Farbe des Fleisches zu bewahren.

Servierempfehlung

Ein klassisches Rindstatar wird oft sehr einfach serviert, um dem Geschmack des Fleisches und seiner Begleiter die Hauptrolle zu überlassen. Eine beliebte und passende Begleitung ist eine frische Scheibe Natursauerteigbrot. Das kräftige Aroma und die feste Textur des Sauerteigbrotes bilden einen wunderbaren Kontrast zum feinen, würzigen Tatar und runden das Geschmackserlebnis ab.

Die Herausforderung der Weinbegleitung

Angesichts der vielfältigen aromatischen und intensiven Begleiter, die in einem feinen Tatar verwendet werden – von Sardellen über Cornichons bis hin zu Senf und Tabasco – stellt die Weinbegleitung eine besondere Herausforderung dar. Die Intensität und Komplexität der Aromen sowie die einzigartige Textur des rohen, fein geschnittenen Fleisches können die Wahl des passenden Weines erschweren. Es bedarf eines Weines, der kräftig genug ist, um mit den intensiven Aromen mitzuhalten, ohne sie zu überdecken, und gleichzeitig die Textur des Gerichts ergänzt.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Zubereitung und Benennung von Tatar einige wichtige Punkte zu beachten sind:

  • Die korrekte Schreibweise für das Gericht aus rohem Fleisch ist «Tatar» (laut Duden).
  • Die Qualität des Fleisches ist entscheidend.
  • Ein scharfes Messer und handwerkliches Geschick sind wichtig für die Zubereitung.
  • Klassische Zutaten wie Sardellen, Cornichons, Senf und Eigelb prägen den Geschmack.
  • Rinderfilet oder Rinderhüfte sind klassische Fleischsorten, aber auch andere sind möglich – mit Ausnahme von Geflügel.
  • Das Fleisch sollte idealerweise fein von Hand geschnitten und nicht gewolft werden, um die beste Textur zu erzielen.
  • Um Verfärbung zu vermeiden, sollten saure Zutaten erst zum Schluss hinzugefügt werden.
  • Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl werden zuerst mit dem Fleisch vermischt.
  • Serviert wird es traditionell mit Natursauerteigbrot.
  • Die intensiven Aromen machen die Weinbegleitung anspruchsvoll.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Ist "Tartar" eine korrekte Schreibweise für das Gericht?

Nein, laut Duden ist die korrekte Schreibweise für das Gericht aus rohem und gewürztem Hackfleisch «Tatar». Die Schreibweise «Tartar» bezieht sich üblicherweise auf eine Sauce.

Welches Fleisch eignet sich am besten für Tatar?

Klassisch wird Tatar aus Rinderfilet zubereitet. Ein schönes Stück aus der Rinderhüfte geschnitten ist aber ebenfalls eine sehr gute und delikate Option. Auch Kalb, Lamm, Wasserbüffel, Fisch und Krustentiere können verwendet werden, jedoch kein Geflügel.

Wie verhindert man, dass Rindstatar grau wird?

Um eine Graufärbung zu vermeiden, sollten Sie alle «sauren» Zutaten wie Cornichons erst ganz zum Schluss unter das Fleisch mischen. Beginnen Sie mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl, bevor Sie die anderen Begleiter hinzufügen.

Sollte Tatar gewolft oder geschnitten werden?

Für ein klassisches und hochwertiges Tatar wird das Fleisch idealerweise mit einem scharfen Messer fein von Hand gewürfelt. Dies sorgt für eine besondere Textur, die sich vom gewolften Fleisch unterscheidet.

Kann man Geflügel für Tatar verwenden?

Nein, Geflügel sollte nicht roh verzehrt werden. Daher eignet es sich nicht für die Zubereitung von Tatar aus gesundheitlichen Gründen.

Mit welchem Brot wird Tatar traditionell serviert?

Tatar wird oft mit einer frischen Scheibe Natursauerteigbrot serviert. Die kräftige Textur und das Aroma des Brotes ergänzen das Gericht gut.

Vergleich: Handgeschnitten vs. Gewolftes Tatar

MerkmalHandgeschnittenes TatarGewolftes Tatar
TexturFein würfelig, behält Struktur und Bissfestigkeit, besondere TexturWeicher, weniger Struktur, gleichmäßiger
ZubereitungBenötigt scharfes Messer, Fingerfertigkeit und mehr ZeitSchneller und einfacher, erfordert Fleischwolf
ErgebnisOft als Delikatesse oder hochwertiger angesehen, klassische MethodeGängiger, aber weniger "klassisch" oder strukturiert
FleischqualitätErfordert sehr hohe Fleischqualität, da Textur stärker wahrnehmbar istHohe Qualität weiterhin wichtig, Texturunterschiede weniger ausgeprägt

Abschließende Gedanken

Die Zubereitung eines guten Tatar ist mehr als nur das Mischen von Zutaten. Es ist ein Handwerk, das mit der Auswahl der besten Fleischqualität beginnt, die richtige Technik beim Schneiden erfordert und durch die sorgfältige Auswahl und Zugabe der Begleiter verfeinert wird. Die Beachtung kleiner Details, wie die korrekte Schreibweise «Tatar» und der Tipp, saure Zutaten zuletzt hinzuzufügen, tragen dazu bei, dieses Gericht in seiner besten Form zu genießen. Ob als Vorspeise oder Hauptgang, ein gut zubereitetes Tatar ist stets ein Genuss für Liebhaber feiner Fleischspezialitäten.

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