Wie viel kostet ein Buntspecht?

Der Buntspecht: Ein Farbenfroher Waldbewohner

22/05/2023

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Der Buntspecht (Dendrocopos major) ist wohl einer der bekanntesten und auffälligsten Vögel unserer Wälder, Parks und Gärten. Mit seinem farbenprächtigen Gefieder und seinem unverwechselbaren Trommeln zieht er schnell die Aufmerksamkeit auf sich. Er ist nicht nur ein faszinierender Vogel zum Beobachten, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in seinem Ökosystem. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt des Buntspechts ein und beleuchten seine Besonderheiten, seinen Lebensraum und wie wir ihm helfen können.

Was kann der Buntspecht sehr gut?
Der Buntspecht klopf mit seinem Schnabel auch Rinde von den Bäumen ab und sucht darunter nach Käfern und Insekten. Mithilfe seiner bis zu 4cm langen Zunge wird die Beute aus dem Holz gesaugt. Durch einen kleinen Widerhaken – vorne an der Zunge – kann er so die Larven und Käfer leicht unter der Rinde hervorziehen.
Übersicht

Ein Steckbrief: Aussehen und Merkmale

Der Buntspecht ist mit einer Größe von etwa 22 bis 23 Zentimetern in etwa so groß wie eine Amsel. Sein Name leitet sich von seinem auffälligen, kontrastreichen schwarz-weiß-roten Gefieder ab. Der Rücken ist überwiegend schwarz, unterbrochen von großen weißen Schulterflecken, die im Flug besonders gut sichtbar sind. Die Unterseite ist grauweiß, während die Unterschwanzdecken leuchtend rot gefärbt sind.

Der Kopf des Buntspechts ist markant schwarz-weiß gezeichnet. Ein schwarzer Bartstreif zieht sich vom Schnabelansatz über die Wange nach unten. Ein weiteres schwarzes Band verläuft von der Stirn über das Auge bis zum Nacken. Bei erwachsenen Männchen findet sich zusätzlich ein scharlachroter Fleck im Nacken, der bei den Weibchen fehlt. Juvenile Buntspechte, sowohl Männchen als auch Weibchen, tragen hingegen eine rote Kappe auf dem Scheitel, die im ersten Lebensjahr verschwindet.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist sein kräftiger, spitz zulaufender Schnabel, der wie ein Stilett geformt ist – perfekt angepasst an seine Lebensweise als „Handwerker“ des Waldes. Auch sein kurzer, fester Schwanz ist von großer Bedeutung. Er dient dem Vogel als Stütze beim Klettern und Hämmern an Baumstämmen, ähnlich einem dritten Bein.

Lautäußerungen und das berühmte Trommeln

Neben seinem Aussehen ist der Buntspecht vor allem für seine akustischen Signale bekannt. Der häufigste Ruf ist ein kurzes, scharfes und hohes „kix“. Bei Erregung oder Alarm kann dieser Ruf schnell und in dichter Folge wiederholt werden. In Nestnähe oder bei Bedrohung stößt er aggressive, tiefere Rufreihen aus „Kreck“-Lauten aus. Unliebsame Artgenossen werden manchmal mit einem schnarrenden Geräusch begrüßt.

Unverwechselbar ist jedoch das Trommeln des Buntspechts. Dieses ist kein Gesang im klassischen Sinne, sondern dient als Kommunikationsmittel, insbesondere zur Reviermarkierung und Partnersuche im Frühjahr. Der Vogel hämmert dabei mit hoher Geschwindigkeit gegen Äste oder Stämme, die einen guten Resonanzkörper bieten. Männchen trommeln typischerweise in Wirbeln von etwa zwei Sekunden Länge, bestehend aus 10 bis 16 schnellen Schlägen. Weibchen haben tendenziell etwas kürzere Trommelwirbel.

Um bei diesem kräftigen Hämmern keinen Schaden zu nehmen, verfügt der Buntspecht über eine bemerkenswerte Anpassung: eine Art Stoßdämpfer an der Schnabelwurzel, der das Gehirn vor den starken Erschütterungen schützt.

Was bedeutet ein Buntspecht im Gärten?
Für viele gilt es zudem als Glücksbringer, wenn ein Buntspecht im Garten wohnt. Auch wenn der Buntspecht mit seinem Klopfen immer wieder deutlich für Aufmerksamkeit sorgt, so ist es wunderschön, wenn sich heimische Wintervögel im eigenen Garten wohlfühlen.

Nahrungssuche und Speiseplan

Der Speiseplan des Buntspechts ist vielseitig. Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten und deren Larven, die unter der Baumrinde oder im Holz leben, sowie von Spinnen. Mit seinem kräftigen Schnabel klopft er Rinde ab oder hämmert Löcher in morsche oder auch lebende Bäume, um an seine Beute zu gelangen. Eine Besonderheit ist seine lange Zunge, die bis zu 4 Zentimeter lang werden kann und an der Spitze kleine Widerhaken besitzt. Mit dieser Zunge kann er Larven und Käfer geschickt aus Bohrgängen und Spalten ziehen.

Im Unterschied zu manch anderen Spechtarten nimmt der Buntspecht auch einen relativ großen Anteil pflanzlicher Nahrung auf. Dazu gehören Koniferensamen, Beeren, Nüsse und Baumsäfte. Gerade im Winter, wenn Insekten schwerer zu finden sind, spielen pflanzliche Nahrungsquellen eine wichtigere Rolle. An Futterstellen im Garten ist er dann ein häufiger Gast und bedient sich gerne an Sonnenblumenkernen, Nüssen oder Meisenknödeln. Gelegentlich, besonders bei Nahrungsknappheit, kann der Buntspecht auch zum Nesträuber werden und die Brut kleinerer Höhlenbrüter wie Meisen erbeuten, indem er das Einflugloch von Nistkästen erweitert – dies ist jedoch die Ausnahme.

Lebensraum und Verbreitung

Der Buntspecht ist ein anpassungsfähiger Vogel und besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen. Er brütet in allen Arten von Wäldern, sowohl in Laub- als auch in Nadelwäldern. Darüber hinaus fühlt er sich auch in Parks, größeren Gärten mit altem Baumbestand und Feldgehölzen wohl. Seine Verbreitung erstreckt sich über den Nadel- und Laubwaldgürtel Eurasiens, von Südwesteuropa und Nordafrika bis nach Japan und Südostasien. Man findet ihn sowohl in Tieflagen als auch in Bergregionen.

Für den Buntspecht ist das Vorhandensein von alten Bäumen und insbesondere von Totholz von entscheidender Bedeutung. In morschem Holz kann er leichter seine Bruthöhlen zimmern und findet dort auch eine reiche Nahrungsquelle an Insektenlarven. In forstwirtschaftlich genutzten Wäldern, in denen Totholz und absterbende Bäume oft entfernt werden, findet der Buntspecht daher weniger geeigneten Lebensraum. Das Vorkommen des Buntspechts kann somit als Indikator für einen naturnahen und gesunden Wald betrachtet werden.

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

Die Brutsaison des Buntspechts beginnt im Tiefland meist Ende März oder Mitte April. In höheren Lagen verschiebt sich der Brutbeginn um etwa einen Monat. Spechte sind Höhlenbrüter und zimmern ihre Nisthöhlen selbst. Diese werden typischerweise 20 bis 50 Zentimeter tief in Stämme oder stärkere Äste gehämmert. Oft nutzen sie dafür weicheres, morsches Holz.

Ein Gelege besteht meist aus fünf bis sieben Eiern. Diese werden von beiden Elternteilen über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Tagen ausgebrütet. Nach dem Schlüpfen verbleiben die jungen Buntspechte etwa 20 bis 24 Tage im Nest. Ab einem Alter von 18 bis 19 Tagen kann man die Jungvögel oft schon am Flugloch sehen. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch weitere acht bis zehn Tage von den Altvögeln gefüttert, bis sie selbstständig sind. In der Regel zieht ein Buntspechtpaar nur eine Brut pro Jahr groß.

Was ist die Besonderheit vom Buntspecht?
Der mit 22 bis 23 Zentimetern etwa amselgroße Buntspecht verdient den Namen durch sein farbenfrohes schwarz-weiß-rotes Gefieder. Sein Rücken ist schwarz mit großen weißen Schulterflecken, die Unterseite grauweiß mit roten Unterschwanzdecken.

Bestand, Gefährdung und Schutz

Der Buntspecht gilt in Mitteleuropa als die häufigste und am weitesten verbreitete Spechtart. In Deutschland wird der Bestand derzeit als ungefährdet eingestuft, mit Schätzungen zwischen 450.000 und 830.000 oder sogar rund 1 Million Brutpaaren. Ein einzelnes Paar kann ein Revier von bis zu 60 Hektar beanspruchen.

Obwohl der Buntspecht nicht akut vom Aussterben bedroht ist, ist er, wie viele andere auf naturnahe Wälder angewiesene Arten, langfristig durch den Rückgang solcher Wälder gefährdet. Die moderne Forstwirtschaft, die oft auf die schnelle Produktion von Holz ausgerichtet ist und Totholz sowie alte Bäume entfernt, nimmt dem Buntspecht und vielen anderen höhlenbewohnenden oder auf Totholz spezialisierten Arten ihren Lebensraum und ihre Nahrungsgrundlage. Auch die niedrige Überlebensrate der Jungvögel (oft nur 20% überleben das erste Jahr) stellt eine Herausforderung dar.

Der Schutz naturnaher Wälder ist daher essenziell für den Buntspecht. Organisationen wie der NABU fordern die Umsetzung von Konzepten wie dem „Lebendigen Wald“, die auf Prinzipien basieren wie:

  • Die Entwicklung und das Bewahren von Totholz als wichtigen Lebensraum.
  • Der Verzicht auf Kahlschläge.
  • Kein Einsatz von Gift und Chemie.
  • Bevorzugung der Naturverjüngung gegenüber Anpflanzungen.
  • Einsatz sanfter Betriebstechniken bei der Waldnutzung.

Diese Maßnahmen kommen nicht nur dem Buntspecht zugute, sondern einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die auf eine intakte Waldstruktur angewiesen sind.

Der Buntspecht im Garten

Auch wenn der Buntspecht primär ein Waldvogel ist, ist er doch ein regelmäßiger Gast in vielen Gärten, besonders wenn diese an Wälder angrenzen oder über alte Bäume verfügen. Im Winter kommt er häufig an Futterstellen vorbei. Sein Erscheinen im Garten kann als positives Zeichen für eine naturnahe Umgebung gewertet werden.

Um den Buntspecht in Ihrem Garten zu unterstützen, können Sie verschiedene Dinge tun:

  • Nahrung anbieten: Im Winter freut sich der Buntspecht über Nüsse, Sonnenblumenkerne (am liebsten geschält), getrocknete Beeren oder Meisenknödel. Sie können das Futter in einem sicheren Vogelhaus oder an Ästen anbieten. Eine kreative Idee ist auch, Futter in Schlitzen eines alten Baumstamms zu verstecken, um die natürliche Nahrungssuche zu simulieren.
  • Wasser bereitstellen: Vögel benötigen das ganze Jahr über sauberes Wasser zum Trinken und Baden. Stellen Sie eine Vogeltränke auf und sorgen Sie im Winter dafür, dass das Wasser nicht zufriert.
  • Lebensraum schaffen: Auch wenn Buntspechte keine Nistkästen nutzen, helfen Sie ihnen, indem Sie, falls möglich, alte Bäume oder zumindest einen Teil eines gefällten Baumes (z.B. 6 Meter Stamm) als Habitatbaum stehen lassen. Ein insektenfreundlicher Garten mit heimischen Pflanzen, Totholzhaufen und wenig Chemie kommt nicht nur Insekten, sondern auch Vögeln wie dem Buntspecht zugute.
  • Sicherheit gewährleisten: Achten Sie darauf, dass Futterstellen und Wasserstellen für Vögel sicher sind, insbesondere vor Hauskatzen, die eine große Gefahr darstellen können.

Einen Buntspecht im Garten zu beobachten, sei es beim Klopfen, bei der Nahrungssuche oder am Futterhaus, ist ein faszinierendes Erlebnis und zeigt, wie wichtig naturnahe Strukturen für die heimische Tierwelt sind.

Häufig gestellte Fragen zum Buntspecht

Was ist das Besondere am Buntspecht?

Die Besonderheit des Buntspechts liegt in seiner Kombination aus auffälligem Aussehen, seinem charakteristischen Trommeln als Kommunikationsform und seiner Fähigkeit als „Handwerker“ des Waldes, der mit seinem Schnabel Höhlen zimmert und Nahrung aus dem Holz extrahiert. Er ist zudem ein Indikator für naturnahe Wälder und einer unserer bekanntesten Spechte.

Wie viel kostet ein Buntspecht?
28,95 € Ursprünglicher Preis war: 28,95 € 22,95 €

Was kann der Buntspecht sehr gut?

Der Buntspecht ist ein Meister im Hämmern und Klettern. Er kann sehr gut Löcher in Holz schlagen, um an Nahrung oder Nistplätze zu gelangen. Seine lange Zunge ist hervorragend geeignet, Insekten und Larven aus engen Gängen zu fischen. Er ist auch sehr gut darin, sich mit seinem Schwanz am Baumstamm abzustützen und sich auf unterschiedlichste Nahrungsquellen einzustellen, von Insekten bis zu Samen und Beeren.

Wo lebt der Buntspecht?

Der Buntspecht lebt hauptsächlich in Wäldern aller Art (Laub-, Nadel-, Mischwälder), aber auch in Parks, größeren Gärten mit altem Baumbestand und Feldgehölzen. Entscheidend ist das Vorhandensein von Bäumen, insbesondere solchen mit Totholz oder weicherem Holz für den Höhlenbau.

Was fressen Buntspechte?

Buntspechte fressen hauptsächlich Holz bewohnende und frei lebende Insekten, deren Larven sowie Spinnen. Sie nehmen aber auch viel pflanzliche Kost zu sich, darunter Koniferensamen, Beeren, Nüsse und Baumsäfte. Im Winter besuchen sie auch gerne Futterstellen und fressen dort Sonnenblumenkerne, Nüsse und Fettfutter.

Was bedeutet ein Buntspecht im Garten?

Ein Buntspecht im Garten bedeutet, dass Ihr Garten oder die nähere Umgebung für diesen Vogel attraktiv ist. Es kann auf das Vorhandensein von altem Baumbestand in der Nähe hindeuten oder darauf, dass Sie Futter anbieten. Viele Menschen empfinden das Erscheinen eines Buntspechts im Garten als Bereicherung und Zeichen für eine lebendige Natur.

Zusammenfassend ist der Buntspecht ein faszinierender und wichtiger Teil unserer heimischen Tierwelt. Sein Schutz und der Erhalt seines Lebensraums, insbesondere naturnaher Wälder mit ausreichend Totholz und alten Bäumen, sind von großer Bedeutung für die Artenvielfalt.

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