20/07/2013
Köln ist eine Stadt der Vielfalt, und ihre Stadtteile, auch Veedel genannt, spiegeln dies eindrucksvoll wider. Einer dieser Stadtteile mit eigenem Charakter und langer Geschichte ist Dellbrück. Gelegen auf der rechten Rheinseite, gehört Dellbrück zum Stadtbezirk Mülheim und präsentiert sich als ein Gebiet, das sowohl historische Wurzeln als auch moderne Lebensqualität vereint.

Die Frage, ob Köln-Dellbrück eine gute Wohngegend ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Qualität des Wohnens oft von individuellen Bedürfnissen und den spezifischen Mikrolagen abhängt. Um die Vielfalt der Wohnsituationen in Köln zu verstehen, kann ein Blick auf andere Bezirke hilfreich sein, auch wenn uns spezifische Details zu Dellbrück selbst im vorliegenden Material fehlen. Beispielsweise zeigt der Kölner Süden, insbesondere der Bezirk Rodenkirchen, wie stark die Wohnlagen innerhalb eines einzigen Bezirks variieren können – von einfachen Wohngebieten bis hin zu absoluten Top-Adressen mit Villen und Rheinlage. Diese Bandbreite verdeutlicht, dass „die“ Wohngegend in Köln nicht existiert, sondern immer auf den konkreten Stadtteil oder gar Straßenzug bezogen ist.
Geografische Lage und Zugehörigkeit
Dellbrück ist eindeutig ein rechtsrheinisch gelegener Stadtteil Kölns. Diese Lage prägt zum Teil seinen Charakter und seine Anbindung an die Innenstadt sowie die umliegenden Gebiete. Administrativ ist Dellbrück dem Stadtbezirk Mülheim zugeordnet, einem der neun Kölner Stadtbezirke. Innerhalb Dellbrücks gibt es verschiedene Ortsteile, die historisch gewachsen sind und den Stadtteil heute bilden: (Alt)-Dellbrück, Hagedorn, Strunden, Thielenbruch und Thurn.
Die Grenzen Dellbrücks sind klar definiert. Im Osten schließt sich die Nachbarstadt Bergisch Gladbach an, was die Nähe zum Bergischen Land unterstreicht. Südlich grenzt Dellbrück an den Kölner Stadtteil Brück. Im Westen liegen die Stadtteile Merheim, Holweide und Höhenhaus. Und im Norden bildet Dünnwald die Grenze. Diese Nachbarschaften tragen zur Einbindung Dellbrücks in das rechtsrheinische Stadtgefüge Kölns bei und definieren seine räumliche Position.
Ein Blick in die Geschichte
Die Geschichte Dellbrücks reicht weit zurück. Bereits für die Hallstattzeit, also etwa zwischen 1000 und 500 v. Chr., gibt es Belege für eine frühe Besiedlung. Archäologische Ausgrabungen, insbesondere das Gräberfeld auf der Iddelsfelder Hardt, zeigen die Präsenz von Menschen in dieser Region schon vor Jahrtausenden. Auch entlang des Mauspfads und am Pilzweg wurden Hügelgräber aus dieser Zeit gefunden, was auf eine relativ dichte Besiedlung oder zumindest Nutzung des Gebiets in der Mittleren und Späten Hallstattzeit bis in die Frühlatènezeit hinweist.
Die urkundliche Erwähnung einzelner Ortsteile erfolgte wesentlich später. Thurn wurde beispielsweise bereits im Jahr 1322 erwähnt, als Sitz der Familie „vamme Thurne“. Das Gut Mielenforst, ein Rittersitz, fand 1413 Erwähnung. Politisch gehörte das Gebiet des heutigen Dellbrück seit dem Mittelalter zum Amt Porz im Herzogtum Berg.
Die heutige administrative Struktur ist das Ergebnis von Veränderungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Aus den ursprünglichen Ortsteilen wie (Alt)-Dellbrück, Hagedorn, Strunden und Thurn entstand eine Gemeinde, die ab dem 27. Januar 1814 zum Kreis Mülheim gehörte. Auf Druck des Regierungspräsidenten wurde die Gemeinde Thurn-Strunden am 23. Juni 1905 in Dellbrück umbenannt. Kurioserweise lebt die alte Bezeichnung Thurn-Strunden in offiziellen Dokumenten wie dem Liegenschaftskataster oder den Grundbüchern beim Amtsgericht Köln teilweise bis heute fort. Auch die Organisation der Freiwilligen Feuerwehr mit den Löschgruppen Dellbrück und Strunden, die gemeinsam für das gesamte Dellbrück zuständig sind, zeugt von dieser früheren Gliederung. Die Eingemeindung nach Köln erfolgte schließlich am 1. April 1914, was Dellbrück zu einem integralen Bestandteil der Stadt machte.
Prägungen durch Wasser und Bergbau
Die Geografie Dellbrücks wurde maßgeblich von der Strunde geprägt, einem kleinen Bach, der das Gebiet durchfließt. Historisch gesehen war die Wasserkraft der Strunde von großer Bedeutung und wurde zum Betrieb zahlreicher Mühlen genutzt. Vier dieser Mühlen lagen auf dem Gebiet des heutigen Dellbrück:
- Die Strunder Mühle
- Die Hardtmühle
- Die Thurner Mühle
- Die Gräfenmühle
Diese Mühlen waren wichtige wirtschaftliche Zentren in früheren Zeiten und zeugen von der landwirtschaftlichen und handwerklichen Nutzung des Gebiets entlang des Bachlaufs.
Neben der Nutzung der Wasserkraft spielte auch der Bergbau eine Rolle, insbesondere am östlichen Rand von Dellbrück. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier Raseneisenstein abgebaut. Bekannte Bergwerke in diesem Zusammenhang waren die Grube Emma, die Grube Franconia und die Grube Hohenzollern. Diese Bergbauaktivitäten hinterließen Spuren in der Landschaft und der Wirtschaftsgeschichte des Stadtteils.
Das Bewusstsein für die historische und ökologische Bedeutung der Strunde führte im Rahmen der Regionale 2010 zum Projekt „RegioGrün“. Ziel war es, die Strunde als „Kultur- und Landschaftsachse“ aufzuwerten und einen durchgehenden Weg entlang des Bachs zu schaffen. Planungen sahen dabei auch eine Verlegung des Bachlaufs in bestimmten Abschnitten vor, um die historischen Mühlenstandorte wieder stärker erlebbar zu machen. Diese konkreten Planungen, die dazu führen würden, dass die Hardtmühle, Thurner Mühle und Gräfenmühle nicht mehr direkt an der Strunde lägen, stießen allerdings auch auf lokale Kontroversen.
Lokales Leben: Markt und Besonderheiten
Das lokale Leben in Dellbrück wird von verschiedenen Anlaufpunkten und Besonderheiten geprägt. Ein wichtiger Treffpunkt für die Bewohner ist der Wochenmarkt. Dieser findet regelmäßig statt und bietet die Möglichkeit, frische Produkte und lokale Spezialitäten zu erwerben sowie Nachbarn zu treffen. Der Wochenmarkt in Dellbrück hat seinen festen Platz und seine festen Zeiten:
| Veranstaltung | Ort | Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|---|---|
| Wochenmarkt | An der Kemperwiese | Donnerstag | 7:00 bis 13:00 Uhr |
Die Erreichbarkeit des Marktes ist gut, sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch potenziell mit dem Fahrrad oder zu Fuß, je nach Wohnlage. Die Stadtbahn-Linien 3 und 18 sowie die Bus-Linien 154 und 436 halten an der Haltestelle Dellbrück Hauptstraße, die sich in der Nähe des Marktgeschehens befindet.
Neben dem Markt gibt es weitere bekannte Orte und Einrichtungen in Dellbrück. Dazu zählt die Märchensiedlung, eine Wohnsiedlung, die sich teilweise auf Dellbrücker und teilweise auf Holweider Gebiet erstreckt und durch ihren besonderen architektonischen Stil auffällt. Auch das Tierheim Dellbrück ist vielen Kölnern ein Begriff. Für Geschichtsinteressierte oder Fans des öffentlichen Nahverkehrs ist der Endbahnhof Dellbrück-Thielenbruch interessant, da sich hier das KVB-Museum befindet.
Historische Gaststätten wie „Em Höttche“ tragen zum traditionellen Veedelsgefühl bei. Die Christuskirche ist ein weiteres markantes Gebäude im Stadtteilbild. Diese Orte und Einrichtungen tragen zur Identität und Lebensqualität in Dellbrück bei.
Wohnen in Köln – Ein Vergleich mit dem Kölner Süden (Bezirk Rodenkirchen)
Wie eingangs erwähnt, ist die Frage nach der Qualität einer Wohngegend in Köln komplex. Während uns spezifische, detaillierte Informationen zur Wohnsituation in Dellbrück selbst im vorliegenden Text fehlen, wird die Diversität der Wohnlagen am Beispiel des Kölner Südens und des Bezirks Rodenkirchen sehr anschaulich dargestellt. Dies dient als wichtiger Kontext, um zu verstehen, wie stark die Bedingungen innerhalb Kölns variieren können.
Der Bezirk Rodenkirchen, obwohl flächenmäßig viermal so groß wie die Innenstadt, hat eine ähnliche Einwohnerzahl, was auf eine luftigere Bebauung hindeutet. Dennoch gibt es auch hier große Unterschiede. Der Text unterscheidet klar zwischen verschiedenen Qualitäten von Wohnlagen:
| Stadtteil / Gebiet (Bezirk Rodenkirchen) | Bewertung der Wohnlage | Besonderheiten / Beispiele |
|---|---|---|
| Zollstock | einfach | Siedlungsbauten 1920er/1950er ('Schutzmannshausen') |
| Bayenthal (Wohnpark), Meschenich (Kölnberg) | einfach | Große Wohnkomplexe |
| Bayenthal, Raderberg, Raderthal | mittlere bis gute | Nähe Innenstadt/Grüngürtel (Raderthal) |
| Weiß, Sürth | mittlere bis gute | Ländlicher Charakter, Rheinlage |
| Rondorf | typisches Großstadtviertel | Industrie auf einer Seite, Schrebergärten auf anderer |
| Godorf, Meschenich (Großteil) | einfach | Lage am Rand, Nähe Petrochemie |
| Marienburg, Hahnwald, Teile von Rodenkirchen | sehr gute bis Top | Villenviertel, üppige Grundstücke, Rheinlage |
Die Mieten und Immobilienpreise im Kölner Süden spiegeln diese Unterschiede wider. Im Bezirk Rodenkirchen lagen die Mieten für Bestandsbauten laut Text bei circa 12 €/m² und für Neubauten bei circa 16 €/m². Die Tendenz wurde als steigend beschrieben. Besonders hohe Preise wurden für Neubauwohnungen im Veedel Hahnwald (durchschnittlich 5300 €/m² im Jahr 2019) und für Neubau-Häuser in Bayenthal (9370 €/m² als höchste Quadratmeterpreise in ganz Köln im Jahr 2019) genannt.
Dieses Beispiel aus Rodenkirchen zeigt, dass die Bewertung einer Wohngegend in Köln stark vom jeweiligen Stadtteil abhängt. Auch wenn wir keine vergleichbaren Zahlen oder detaillierten Beschreibungen für Dellbrück aus dem vorliegenden Material haben, können wir davon ausgehen, dass auch Dellbrück innerhalb seiner Grenzen und im Vergleich zu anderen Kölner Stadtteilen unterschiedliche Wohnqualitäten und entsprechende Preisniveaus aufweist, die seine spezifische Lage, Infrastruktur und Geschichte widerspiegeln.
Einwohnerzahl – Eine Frage der Statistik
Ein weiteres häufiges Interesse bei der Betrachtung eines Stadtteils ist seine Einwohnerzahl. Die Frage, wie viele Menschen in Köln-Dellbrück leben, ist relevant für die Infrastrukturplanung und das Verständnis der Größe und Dichte des Stadtteils. Das vorliegende Material verweist auf eine Quelle des Amts für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, die die Einwohnerzahlen der Stadtteile im Jahr 2023 auflistet.
Obwohl die Quelle genannt wird und die Abrufdaten (31. Mai 2024, Zugriff am 01. Mai 2025 via Statista) detailliert aufgeführt sind, wird die konkrete Einwohnerzahl für Dellbrück selbst im bereitgestellten Text nicht genannt. Daher können wir an dieser Stelle keine exakte Zahl nennen, sondern lediglich festhalten, dass solche Daten von offiziellen Stellen wie der Stadt Köln erhoben und veröffentlicht werden.
Häufig gestellte Fragen zu Köln-Dellbrück
- Liegt Köln-Dellbrück rechts- oder linksrheinisch?
- Dellbrück liegt rechtsrheinisch.
- Zu welchem Kölner Stadtbezirk gehört Dellbrück?
- Dellbrück gehört zum Stadtbezirk Mülheim.
- Wann findet der Wochenmarkt in Dellbrück statt?
- Der Wochenmarkt in Dellbrück findet immer donnerstags statt.
- Gab es in Köln-Dellbrück früher Bergbau?
- Ja, am östlichen Rand von Dellbrück wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Bergbau auf Raseneisenstein betrieben.
- Wurde in der Hallstattzeit in Dellbrück gesiedelt?
- Ja, Ausgrabungen belegen eine frühe Besiedlung in der Hallstattzeit.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Köln-Dellbrück ein Stadtteil mit einer bemerkenswerten Geschichte, einer klaren geografischen Lage rechts des Rheins im Bezirk Mülheim und eigenen lokalen Besonderheiten wie dem Wochenmarkt und historischen Stätten ist. Die Bewertung als „gute Wohngegend“ ist, wie überall in Köln, differenziert zu betrachten und hängt von vielen Faktoren ab, die über die allgemeine Beschreibung hinausgehen. Die Vielfalt der Wohnsituationen in Köln, wie sie am Beispiel Rodenkirchen deutlich wird, lässt vermuten, dass auch Dellbrück unterschiedliche Facetten als Wohnort bietet.
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