Wie viele Menschen leben in Marbach?

Marbach: Geschichte, Geographie und Wirtschaft

06/07/2025

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Marbach am Neckar, bekannt als Schillerstadt, ist ein Ort mit einer tief verwurzelten Geschichte und einer bemerkenswerten geographischen Lage. Die Stadt, malerisch am Ostufer einer Neckarschleife gelegen, blickt auf eine lange Entwicklung zurück, die von frühen Siedlern bis hin zu ihrer heutigen Bedeutung als kulturelles Zentrum und Wirtschaftsstandort reicht. Die Geschichte Marbachs ist eng verbunden mit den großen Persönlichkeiten, die hier geboren wurden, und den wirtschaftlichen Entwicklungen, die sie geprägt haben.

Wie viele Marbach gibt es in Deutschland?
Marbach (Neckar) – zwei Zuflüsse des Neckars in Baden-Württemberg; flussabwärts: Marbach (Neckar, Epfendorf), linker Zufluss des Neckars nach Epfendorf, Landkreis Rottweil. Marbach (Neckar, Oberboihingen), rechter Zufluss des Neckars in Oberboihingen, Landkreis Esslingen.

Die geographische Beschaffenheit Marbachs ist einzigartig. Die Altstadt thront etwa 30 Meter über dem Neckar auf dem Südhang des Strenzelbachtals, während neuere Gebiete die umliegenden Hänge besiedeln. Zwei tiefe Einschnitte, geformt vom Strenzelbach im Norden und dem Eichgraben im Süden, durchbrechen den Prallhang des Neckars. Der Strenzelbach, weitgehend verdolt, bildet eine wichtige Verkehrsachse und kürzt eine Schleife der Murr ab, die nördlich der Stadt in den Neckar mündet. Das Wohngebiet Hörnle mit rund 1600 Einwohnern liegt südlich des Eichgrabens, etwas abgeschieden. Zum Stadtgebiet gehören auch Exklaven, darunter die Ortsteile Rielingshausen und Siegelhausen, sowie ein Waldgebiet im Hardtwald. Rielingshausen, etwa fünf Kilometer nordöstlich gelegen, beherbergt rund 2800 Einwohner und liegt auf einer Anhöhe zwischen Murr und Hardtwald. Es umfasst auch den Weiler Hinterbirkenhof. Siegelhausen, ein kleiner Weiler mit etwa 30 Einwohnern, befindet sich etwa fünf Kilometer südöstlich und liegt im Tal des Strombachs. Geologisch ist das Gebiet durch Muschelkalk- und Keuperschichten geprägt, was die unterschiedlichen Talformen erklärt. Die Neckar-Jagst-Furche, eine geologische Verwerfung, beeinflusst den Verlauf des Sulzbachs.

Die Geschichte Marbachs beginnt lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung. Um 200.000 v. Chr. lebten Urmenschen in der Nähe, bei Steinheim an der Murr. Von 8000 v. Chr. bis ins 1. Jh. n. Chr. waren Kelten in Süddeutschland präsent. Um 85 n. Chr. drangen die Römer vor und bauten das Kastell Benningen zur Grenzsicherung. Die römische Besetzung östlich des Neckars dauerte von 155 bis etwa 260 n. Chr., bevor 259 die Alemannen einfielen. 496 besiegte der Frankenkönig Chlodwig die Alemannen. Im 8./9. Jh. wurde die fränkische Siedlung Marbach unterhalb der heutigen Alexanderkirche gegründet, benannt nach dem Markbach (Strenzelbach), der die Grenze zwischen Alemannien und Franken bildete. Die erste urkundliche Nennung von „Marcbach“ (Grenzbach) erfolgte 972. Kaiser Heinrich II. bestätigte 1009 das Marktrecht und verlieh das Münzrecht.

Ende des 12. Jh. legten die Markgrafen von Baden einen Herrensitz und eine planmäßige Stadt an. 1282 wurden erstmals Stadtbürger erwähnt. 1302 kam Marbach vollständig in den Besitz der Grafen von Württemberg. Ein Rückschlag ereignete sich 1311 mit der Zerstörung von Burg und Stadt im Reichskrieg. Die romanische Basilika St. Alexander wurde von 1450 bis 1490 im spätgotischen Stil umgestaltet. Nach verlorenem Krieg war Marbach von 1463 bis 1504 pfälzisches Lehen. Währenddessen wurde das Kornhaus zum Rathaus und die Burg zum Jagdschloss umgebaut. Im Bauernkrieg 1525 trafen sich Abgeordnete in Marbach, um den Aufruhr einzudämmen, und die Regierung sammelte Soldaten hier. Die Reformation wurde 1534 mit dem Herzogtum Württemberg eingeführt. Marbach erlitt Plünderungen im Schmalkaldischen Krieg 1546 und schwere Schäden im Dreißigjährigen Krieg (1634–1648). Eine Katastrophe war der Stadtbrand 1693, gelegt von französischen Truppen, der die Stadt fast vollständig zerstörte.

Was macht Marbach?
Marbach bietet abgesehen von Stanzformen auch andere Werkzeuge und Hilfsmittel zum Stanzen wie Rillzurichtesysteme, Ausbrech- und Nutzentrennwerkzeuge sowie spezielle Sondertechniken an. Neben der Herstellung von Stanzformen beliefert Marbach die Stanzformenindustrie mit Maschinen und Materialien.

Das 18. Jahrhundert brachte bedeutende Geburten: Tobias Mayer, Mathematiker und Astronom, wurde am 17. Februar 1723 geboren, und Friedrich Schiller, der große Dichter, am 10. November 1759. Anstelle des abgebrannten Rathauses wurde 1760–1763 ein neues Magistratsgebäude errichtet. Bis 1812 erreichte das Oberamt Marbach durch Angliederungen seine größte Ausdehnung. Ab 1819 verbrachte Ottilie Rooschüz (später Wildermuth) ihre Kindheit in Marbach. 1828 gab Siegelhausen seine Selbstständigkeit auf und schloss sich Marbach an. Die Pflege der Schillertradition begann 1835 mit der Gründung des Marbacher Schillervereins, der 1857/59 Schillers Geburtshaus erwarb und als Gedenkstätte einrichtete. 1876 wurde das Schillerdenkmal eingeweiht, 1879 erhielt Marbach Eisenbahnanschluss. Der Schwäbische Schillerverein ging 1895 aus dem Marbacher Verein hervor. Jahrhundertwende-Errungenschaften waren das Wasserkraftwerk 1900 und das Schillermuseum 1903. 1908 wurde das Bezirkskrankenhaus eingeweiht. 1938 wurde der Oberamtsbezirk aufgelöst und Marbach Teil des Kreises Ludwigsburg. Marbach überstand den Zweiten Weltkrieg 1945 ohne größere Schäden, nur das Eisenbahnviadukt wurde gesprengt. Das Dampfkraftwerk wurde 1952 voll ausgebaut. 1955 wurde das Schiller-Nationalmuseum zum Literaturarchiv erweitert. 1957 gründete Götz Baier die Fa. BBP. Königin Elisabeth II. besuchte Marbach 1965. 1966 erreichte die Stadt 10.000 Einwohner. 1972 wurde Rielingshausen Stadtteil, die Einwohnerzahl stieg auf 12.375. 1973 folgten die Einweihung des Neubaus des Deutschen Literaturarchivs und die Fertigstellung des Bildungszentrums. Der Kombiblock Marbach III wurde 1974 fertiggestellt. 1978 wurde ein Teil der Innenstadt zur Fußgängerzone umgestaltet. 1980 erhielt Marbach S-Bahn-Anschluss. Die Altstadt wurde 1983 unter Denkmalschutz gestellt. 1984 zogen erste GAL-Vertreter in den Gemeinderat ein. 1986 wurde ein mittelalterlicher Goldschatz entdeckt. 1987/88 eröffnete S’Lädle für fairen Handel. Städtepartnerschaften wurden 1988 mit L’Isle Adam (Frankreich) und 1990 mit Washington/Missouri (USA) geschlossen. Das Stadtarchiv erhielt 1990 eine hauptamtliche Besetzung. 1995 wurden der Erweiterungsbau des Deutschen Literaturarchivs und das Kollegienhaus fertiggestellt, das renovierte Schiller-Geburtshaus eingeweiht und der Südstern-Kindergarten eröffnet. 1996 wurde ein Steg über den Eichgraben eingeweiht. 1997 folgte die neue Feuerwache, 1998 das neue Jugendhaus. Das Kraftwerk Marbach ging 1998 in Kaltreserve über, aber der Grundstein für den Energie- und Technologiepark wurde gelegt. 1999 wurden ein Stadtentwicklungskonzept beauftragt, ein Verbrauchermarkt eröffnet und die Außenrenovierung der Alexanderkirche abgeschlossen (Innenrenovierung begann). Marbach beteiligte sich erfolgreich an einem Wettbewerb für Kompetenz- und Innovationszentren und ging online mit einer Homepage. Im Jahr 2000 wurden das Leitbild vorgestellt, ein Architektenwettbewerb für das Literaturmuseum der Moderne ausgeschrieben und die Homepage der Stadt ging ins Netz. Jubiläen feierten die Stadtkapelle (100 Jahre), die Weingärtnergenossenschaft (50) und die Diakoniestation (25). Die Bebauung Kirchenweinberg-Nord wurde beschlossen, die Partnerschaft mit Washington gefeiert. Die Druckerei Remppis schloss. Mit dem Abbruch der Sitzmöbelfabrik Feil wurde begonnen. Ein Stadtinfoladen wurde eröffnet. Das Jugend-Kultur-Haus planet-x wurde für die EXPO2000 nominiert. 2001 wurde der Stadtmarketingverein gegründet, der Obere Torturm nach Restaurierung eingeweiht und öffentlich zugänglich gemacht. Ein gemeinsames Tourismuskonzept für das Bottwartal wurde vorgestellt. Die Erschließungsarbeiten im Energie- und Technologiepark begannen. Das Schiller-Nationalmuseum öffnete nach Renovierung wieder. 2002 wurde die stadtgeschichtliche Ausstellung im Oberen Torturm eingeweiht und der erste Band der „Geschichte der Stadt Marbach am Neckar“ vorgestellt. Das renovierte Torhaus der Alexanderkirche wurde eingeweiht. Die Erschließungsarbeiten im Kirchenweinberg-Süd begannen. 2003 wurde der Schlosskeller als Veranstaltungsraum ausgebaut. Das Schiller-Nationalmuseum wurde 100 Jahre alt. Bundespräsident Rau vollzog den ersten Spatenstich für das Literaturmuseum der Moderne. Marbach schloss sich einer Tourismusgemeinschaft an und erreichte Mitte des Jahres erstmals über 15.000 Einwohner. 2004 feierte Marbach 125 Jahre Murrtalbahn-Anschluss. 2005 wurde Schillers 200. Todestag gewürdigt, Marbach war Gastgeber der baden-württembergischen Literaturtage, und die Innenrenovierung der Alexanderkirche wurde abgeschlossen. 2006 wurde das Literaturmuseum der Moderne (LiMo) eröffnet. Der katholische Gemeindesaal wurde erweitert und eine Wohnbebauung begann. Eine Ausstellung würdigte „100 Jahre Stromanschluss“. 2007 begann die Renovierung der Stadthalle, und die Fa. Leopold eröffnete einen Zweigbetrieb im Energie- und Technologiepark. 2008 wurde das Verwaltungsgebäude Marktstr. 25 saniert, die Stadtbücherei renoviert. Marbach hatte das größte Gymnasium und die größte Grundschule Baden-Württembergs. Die katholische Kirche erhielt ein neues Geläute. Am 30. September 2008 hatte Marbach 15.472 Einwohner, davon 1582 in Hörnle, 2531 in Rielingshausen und ca. 30 in Siegelhausen.

Das Jahr 2009 war geprägt von Schillers 250. Geburtstag mit zahlreichen Veranstaltungen, der Einweihung des umgestalteten Geburtshauses und der Neueröffnung des sanierten Schiller-Nationalmuseums. Die renovierte Stadthalle wurde übergeben. Der Schillerpreis wurde umgewidmet. Das Jubiläum 1000 Jahre Markt- und Münzrecht wurde gewürdigt. 2010 feierte der Schillerverein 175 Jahre und die Schillerglocke 150 Jahre. Das Friedrich-Schiller-Gymnasium wurde erweitert, ein Kinderhaus entstand. Der Park auf der Schillerhöhe wurde umgestaltet, das Krankenhaus erweitert. Eine Lücke in der Güntterstraße entstand durch den Abbruch der Kreissparkasse. 2011 feierte der Turnverein 150 Jahre. 2012 standen Veranstaltungen zum 250. Todestag Tobias Mayers im Mittelpunkt, darunter ein Fest. Die Feuerwehr Marbach feierte 150 Jahre, die Partnerschaft mit L’Isle Adam 25 Jahre. Ministerpräsident Kretschmann besuchte das Deutsche Literaturarchiv. Der Neubau der Kreissparkasse wurde eingeweiht. 2013 wurde erneut die 25-jährige Partnerschaft mit L’Isle Adam gefeiert. 2014 wurde der Kindergarten St. Hildegard neu gebaut. Die Tobias-Mayer-Hauptschule wurde zur Tobias-Mayer-Gemeinschaftsschule. Repliken von Heiligenfiguren wurden an der Stadtkirche angebracht. Ulrich Ott wurde 75. Der Pestalozzi-Kindergarten erhielt einen Anbau. Der Nabu Marbach feierte 111 Jahre. Dinkelspaghetti der Fa. Naturata gewannen einen Preis. Eine Grundsatzentscheidung zum neuen Baugebiet Auf der Eck wurde getroffen. 2015 begannen Renovierungen am Gymnasium (Naturwissenschaften) und der Feuerwache. Ein Kredit für die Beteiligung an der Strom-Netzgesellschaft wurde aufgenommen. Altbürgermeister Heinz Georg Keppler starb. Pläne für den Neubau/Erweiterungsbau des Tobias-Mayer-Museums wurden vorgestellt, maßgeblich finanziert durch Hermann Püttmer. Das Amtsgericht Heilbronn übernahm das Marbacher Notariat und Grundbuchamt. 2016 ging der Bürgerbus in Dauerbetrieb. Der Pavillon bei der Grundschule wurde abgerissen zugunsten eines Mensa-Anbaus. Der erste öffentliche Hotspot wurde eingerichtet. Die Stadtkirche erhielt eine neue Orgel. Der Radweg auf dem ehemaligen Industriegleis wurde freigegeben. 2017 wurde eine Freiwilligenbörse eingerichtet. Der Freundeskreis Fritz Genkinger baute ein Haus für seine Werke um. Eine Machbarkeitsstudie für eine gemeinsame Gartenschau mit Benningen wurde in Auftrag gegeben. 2018 nahm das Friedrich-Schiller-Gymnasium an einem Pilotprojekt teil und bot als erste öffentliche Schule das International Baccalaureate an. Das Deutsche Literaturarchiv wurde unter Denkmalschutz gestellt. Der Bauhof wurde neu gebaut. Marbach erhielt einen Mietspiegel. Die Sanierung des Bildungszentrums wurde geplant. Die erste Stromtankstelle ging in Betrieb. Das neue Tobias-Mayer-Museum wurde eröffnet. 2019 stellte die Stadtverwaltung auf Doppik um. Ergebnisse zur Innenstadtgestaltung wurden vorgestellt. Die Abrissarbeiten für das künftige Neue Rathaus begannen. Das 700-jährige Jubiläum der Erstnennung der Stadtkirche wurde gefeiert. Marbach erhielt den Titel „Fairtrade-Stadt“.

Neben der reichen Geschichte und Kultur ist Marbach auch ein wichtiger Wirtschaftsstandort, insbesondere durch die global agierende Marbach Gruppe. Dieses Unternehmen, Weltmarktführer im Bereich Stanzformtechnik, beliefert internationale Industrien wie die Faltschachtel-, Zigaretten-, Wellpappen-, Etiketten- und technische Industrie. Das Portfolio umfasst Stanzformen, Werkzeuge und Hilfsmittel sowie spezielle Sondertechniken. Marbach liefert auch Maschinen und Materialien für die Stanzformenindustrie. Endprodukte, die mit Marbach-Werkzeugen hergestellt werden, sind vielfältig, von Parfüm- und Pharmazieverpackungen bis hin zu Lebensmittelverpackungen. Das Unternehmen hat zahlreiche Eigenentwicklungen auf den Markt gebracht, die heute Branchenstandard sind, darunter mpower für minimale Zurichtezeiten, marbastrip für effiziente Ausbrechprozesse, marbabraille-Lösungen für Blindenschrift, masterstrip|plate für höchste Ausbrecheffizienz und die ökologisch nachhaltige greenplate. Jüngere Innovationen umfassen marbablanker und lightblanker (Nutzentrennung), Digitaler Zonenausgleich DZL, mplaten|cleaner (Tiegelreinigung), Marbach Academy (Schulungen), Experience Hub (Wissensplattform), alublanker (Präzisions-Nutzentrennwerkzeug), marbaject (Hochleistungsgummi), CONNECT|M (Prozessdigitalisierung), Spezialwerkzeuge für Wabenpappe, marbacover|2.0 für Wellpappe sowie die Hochpräzisionswerkzeuge solidplate|alu und duramar|alu.

Wer lebte in Marbach?
Marbach ist bekannt als Geburtsstadt Friedrich Schillers, dem sie die seit 2022 offiziell geführte Zusatzbezeichnung Schillerstadt verdankt. Die Stadt ist Sitz des Schiller-Nationalmuseums, des Deutschen Literaturarchivs und des Literaturmuseums der Moderne.

Der Bereich Werkzeugbau entstand 1957 und ist ein weiteres Standbein der Gruppe. Er beliefert die weltweite Lebensmittelverpackungsindustrie mit Thermoformwerkzeugen zur Herstellung von Bechern, Deckeln und Menüschalen aus verschiedenen Materialien. Das Portfolio umfasst auch Services rund um das Thermoformen, Form-, Füll- und Verschließanlagen sowie hochpräzise Sonderanwendungen. Marbach Werkzeugbau ist Technologie- und Marktführer bei kombiniert formend und stanzenden Thermoformwerkzeugen mit hoher Kavitätenzahl. Entwicklungen wie die 6-Säulenführung, die Sandwich-Kühltechnologie und Mafox-Schnellspannsysteme setzten Branchenstandards. Seit 2020 etablierte Marbach die Prozessdigitalisierung des Thermoformens mit dem Connect|M-System. In Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt der Werkzeugbau innovative Verpackungslösungen mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Gewichtseinsparung und Kreislaufwirtschaft. Zusätzlich werden Rotationsstanz-, Rill- und Prägewerkzeuge für Tobacco- und Liquid-Verpackungen hergestellt.

Die Marbach Gruppe beschäftigt weltweit 1.600 Mitarbeiter an über 20 Standorten, darunter Niederlassungen in Deutschland (Stammsitz in Heilbronn, Bünde, Geyer) sowie Tochterunternehmen und Joint Ventures in Europa, den USA, China und Malaysia. Die Geschichte des Unternehmens begann 1923 in Heilbronn mit der Fertigung von Schmiedemessern. Karl H. Marbach wurde Alleininhaber und begann mit der Herstellung von Bandstahlschnitten. Der Werkzeugbau entstand 1957, das erste Thermoformwerkzeug wurde 1960 gefertigt. 1968 begann die Produktion von Rotationsstanzformen. 1972 wurde die erste Laserschneidanlage Europas installiert. Beteiligungen und Übernahmen folgten, der globale Ausbau wurde vorangetrieben. Karl G. Marbach, der Sohn des Gründers, erhielt 2001 die Auszeichnung Diemaker of the year. Der Neubau am Stammsitz in Heilbronn wurde 2008 fertiggestellt. Die ökologisch nachhaltige greenplate wurde 2009 entwickelt. Marbach eröffnete Produktionsstandorte in den USA und Malaysia. 2018 wurde die Marbach Academy eröffnet. Joint Ventures, wie Marbach Masterwork in China, und weitere Expansionen, wie in Mexiko und Polen, folgten. Jüngst wurde 2024 ein Unternehmen in Schweden übernommen.

Marbach am Neckar ist somit nicht nur ein Ort mit einer beeindruckenden historischen Entwicklung und bedeutenden kulturellen Institutionen, sondern auch ein Standort, der durch innovative Unternehmen wie die Marbach Gruppe global vernetzt ist und eine wichtige Rolle in der Verpackungsindustrie spielt.

Wie viele Menschen leben in Marbach?
Am 30. September hat Marbach 15.472 Einwohner, davon 1582 im Stadtteil Hörnle, 2531 im Stadtteil Rielingshausen und ca. 30 in im Stadtteil Siegelhausen.

Häufig gestellte Fragen zu Marbach:

Wie viele Menschen leben in Marbach?
Laut den verfügbaren Informationen hatte Marbach am 30. September 2008 insgesamt 15.472 Einwohner. Spezifische Zahlen für die Kernstadt und die Stadtteile Hörnle, Rielingshausen und Siegelhausen wurden ebenfalls genannt.

Wo liegt Marbach?
Marbach am Neckar liegt im Naturraum Neckarbecken in Baden-Württemberg, Deutschland. Es befindet sich am Ostufer einer Schleife des Neckars, nördlich von Ludwigsburg.

Was macht die Firma Marbach?
Die Marbach Gruppe ist ein international tätiges Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Stanzformen (Stanzformtechnik) und Thermoformwerkzeugen (Werkzeugbau) spezialisiert hat. Sie ist Weltmarktführer in der Stanzformtechnik und beliefert hauptsächlich die Verpackungsindustrie.

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