Welche Schrift eignet sich zum Ausmalen?

Optimales Papier für Malbücher & Buntstifte

03/05/2016

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Das Ausmalen ist für viele eine wunderbare Möglichkeit, sich zu entspannen, kreativ zu werden und den Alltag hinter sich zu lassen. Ob in klassischen Malbüchern oder auf einzelnen Blättern – die Freude am Umgang mit Farben und Formen ist zeitlos. Doch genauso wichtig wie die Wahl der richtigen Stifte ist das Papier, auf dem Sie malen. Das richtige Papier kann den Unterschied ausmachen, wie Farben aufgenommen werden, wie gut sie sich verblenden lassen und wie langlebig Ihr Kunstwerk ist.

Welches Papier eignet sich am besten zum Ausmalen?
Die beste Wahl für Anfänger ist das Strathmore 300 Bristol-Papier , das einzeln oder in Blöcken zu je 20 Blatt erhältlich ist. Dieses Papier ist zwar nicht archivierbar, aber preiswert und säurefrei. Ich mag besonders die glatte Oberfläche zum Arbeiten, aber es gibt es auch in Pergament (mittlere Struktur), wenn Sie eine etwas rauere Oberfläche bevorzugen.

Die Frage, welches Papier sich am besten zum Ausmalen eignet, lässt sich nicht pauschal beantworten, da es stark von Ihren verwendeten Malwerkzeugen und Ihren persönlichen Vorlieben abhängt. Dennoch gibt es einige wichtige Kriterien, die Sie bei der Auswahl berücksichtigen sollten.

Übersicht

Die Bedeutung der Papiertextur

Die Oberfläche des Papiers, auch Textur oder Grain genannt, hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie sich Buntstifte und andere Malmedien verhalten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen glatten und strukturierten Oberflächen.

Glatte Textur (Hot Press, satiniert, feinkörnig)

Papier mit einer glatten Textur wird oft als satiniert, heißgepresst (Hot Press) oder feinkörnig bezeichnet. Diese Oberfläche ist sehr ebenmäßig und hat kaum sichtbare oder spürbare Unebenheiten. Für das Ausmalen mit Buntstiften bietet eine glatte Textur mehrere Vorteile:

  • Detailliertes Arbeiten: Auf einer glatten Oberfläche lassen sich feine Linien und kleine Details sehr präzise zeichnen. Die Spitze des Stiftes gleitet leicht über das Papier.
  • Einfaches Verblenden: Farben lassen sich auf glattem Papier hervorragend miteinander vermischen und verblenden. Man kann schichtenweise Farbe auftragen und so sanfte Übergänge und Farbverläufe erzeugen.
  • Intensive Farben: Da die Farbe nicht in die Struktur des Papiers eindringt, sondern auf der Oberfläche bleibt, erscheinen die Farben oft leuchtender und gesättigter.

Wenn Sie also Wert auf detailliertes Arbeiten, saubere Linien und weiche Farbverläufe legen, ist ein Papier mit glatter Textur die richtige Wahl für Ihre Buntstifte.

Strukturierte Textur (Cold Press, rau, grobkörnig)

Papier mit einer mittleren bis groben Textur wird oft als kaltgepresst (Cold Press), rau oder velin (vellum) bezeichnet. Diese Oberfläche weist eine deutlich spürbare Struktur auf, die aus kleinen Erhebungen und Vertiefungen besteht.

  • Schichten und Textur: Wenn Sie gerne viele Farbschichten auftragen oder den charakteristischen Grain des Papiers in Ihrem Bild sehen möchten, ist eine strukturierte Oberfläche ideal. Die Farbe setzt sich in den Vertiefungen ab und erzeugt eine lebendige, leicht körnige Optik.
  • Geeignet für bestimmte Techniken: Für einige fortgeschrittene Techniken mit Buntstiften, bei denen die Struktur des Papiers bewusst genutzt wird, ist diese Textur von Vorteil.

Für Anfänger oder für das klassische Ausmalen von Malbüchern wird oft das glattere Papier bevorzugt, da es einfacher zu handhaben ist und bessere Ergebnisse beim Verblenden liefert. Die Wahl der Textur hängt stark von Ihrem Stil und der gewünschten Wirkung ab.

Das Papiergewicht: Warum Dicke eine Rolle spielt

Das Gewicht des Papiers ist ein weiteres entscheidendes Kriterium, insbesondere wenn Sie mit flüssigen Medien arbeiten oder mehrere Schichten Farbe auftragen möchten. Das Gewicht wird international meist in Gramm pro Quadratmeter (gsm oder g/m²) angegeben. Eine ältere Maßeinheit, die besonders in den USA noch verbreitet ist, ist Pfund pro Ries (lb).

Leichtes Papier

Sehr leichtes Papier (z.B. unter 100 gsm) findet sich oft in einfachen Skizzenbüchern oder Kopierpapier. Es ist dünn und neigt dazu, sich zu wellen oder durchzuweichen, wenn es mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Für reines Ausmalen mit trockenen Buntstiften kann es funktionieren, aber für anspruchsvollere Techniken oder die Verwendung von Lösungsmitteln ist es ungeeignet.

Welches Papier eignet sich am besten zum Ausmalen?
Die beste Wahl für Anfänger ist das Strathmore 300 Bristol-Papier , das einzeln oder in Blöcken zu je 20 Blatt erhältlich ist. Dieses Papier ist zwar nicht archivierbar, aber preiswert und säurefrei. Ich mag besonders die glatte Oberfläche zum Arbeiten, aber es gibt es auch in Pergament (mittlere Struktur), wenn Sie eine etwas rauere Oberfläche bevorzugen.

Schweres Papier

Für das Ausmalen, insbesondere wenn Sie mit Aquarellbuntstiften oder anderen wasserbasierten Medien arbeiten, ist ein schweres Papier unerlässlich. Schweres Papier kann Feuchtigkeit besser aufnehmen, ohne sich stark zu verziehen oder zu wellen (Buckling). Es ist auch widerstandsfähiger gegenüber intensivem Radieren und dem Auftragen vieler Farbschichten.

Wir empfehlen, für Techniken mit Feuchtigkeit ein Papiergewicht von mindestens 300 gsm (oder 140 lb) zu wählen. Papier mit diesem Gewicht ist robust und hält auch anspruchsvollen Techniken stand. Generell gilt: Je schwerer das Papier, desto strapazierfähiger ist es und desto besser eignet es sich für verschiedene Maltechniken.

Wichtig: Die Angabe in gsm ist aussagekräftiger als die in lb, da gsm das Gewicht pro Fläche (Quadratmeter) misst und somit über verschiedene Papiertypen (z.B. Aquarellpapier vs. Zeichenpapier) hinweg vergleichbar ist. Die lb-Angabe bezieht sich auf das Gewicht eines Riesen (500 Bogen) eines bestimmten Formats, das je nach Papiertyp variieren kann.

Die Form des Papiers: Einzelblatt, Block oder Skizzenbuch?

Papier zum Ausmalen ist in verschiedenen Formen erhältlich, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen:

  • Einzelne Blätter: Oft die teuerste Option pro Blatt, aber bietet in der Regel die höchste Papierqualität. Einzelne Blätter erlauben es Ihnen, verschiedene Marken und Papiertypen auszuprobieren, ohne einen ganzen Block kaufen zu müssen. Sie sind ideal, wenn Sie ein bestimmtes, hochwertiges Papier für ein wichtiges Projekt suchen.
  • Klebegebundene Blöcke: Eine praktische und oft kostengünstigere Variante. Die Blätter sind an einer Seite mit Klebstoff gebunden und lassen sich leicht und sauber abtrennen. Diese Blöcke sind handlich und in vielen Größen erhältlich. Sie eignen sich gut für den täglichen Gebrauch und Übungen.
  • Skizzenbücher: Perfekt für unterwegs, zum Üben und für schnelle Ideen. Skizzenbücher enthalten oft leichteres und günstigeres Papier, das nicht immer für detaillierte oder nasse Techniken geeignet ist. Sie sind ideal, um Farbkombinationen zu testen oder einfach drauf los zu malen, ohne Druck auf das Ergebnis zu legen.
  • Illustrationskarton (Boards): Eine gute Wahl, wenn Sie eine starre Unterlage bevorzugen oder intensiv mit nassen Medien arbeiten. Illustrationskarton ist sehr stabil und verzieht sich kaum.

Die Wahl der Form hängt von Ihrem Verwendungszweck, Ihrem Budget und Ihren persönlichen Vorlieben ab.

Farbige oder getönte Papiere

Neben weißem Papier gibt es auch farbige oder getönte Papiere (z.B. Grau, Braun, Schwarz). Diese können Ihrem Kunstwerk eine besondere Stimmung verleihen und die Leuchtkraft Ihrer Buntstifte (insbesondere bei der Verwendung von hellen Farben auf dunklem Untergrund) verstärken.

Welche Schrift eignet sich zum Ausmalen?

Auch wenn der Fokus dieses Artikels auf dem Papier liegt, möchten wir kurz das Thema der ausmalbaren Schriften aufgreifen, da es in den letzten Jahren durch Malbücher für Erwachsene populär geworden ist. Es gibt tatsächlich viele Schriftarten, die speziell dafür entwickelt wurden, ausgemalt zu werden. Diese Schriften haben oft dicke, umrissene Buchstaben, die genügend Platz zum Ausfüllen mit Farbe bieten. Sie finden solche Schriftarten online, oft als 'Outline' oder 'Shadow' Fonts bezeichnet. Sie können verwendet werden, um eigene Ausmalbilder mit Text zu erstellen, zum Beispiel für Karten, Flyer oder einfach zum Üben.

Zusammenfassende Empfehlungen für das Ausmalen

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

  • Für detailliertes Arbeiten und gutes Verblenden mit trockenen Buntstiften: Papier mit glatter Textur (Hot Press, satiniert).
  • Für Techniken mit vielen Schichten oder wenn Sie die Papierstruktur nutzen möchten: Papier mit mittlerer Textur (Cold Press, rau).
  • Für die Verwendung von Aquarellbuntstiften oder Lösungsmitteln: Schweres Papier mit mindestens 300 gsm.
  • Zum Ausprobieren verschiedener Papiere oder für hochwertige Ergebnisse: Einzelne Blätter.
  • Für den täglichen Gebrauch und Übungen: Klebegebundene Blöcke oder Skizzenbücher.
  • Für starre Unterlagen oder intensive Nasstechniken: Illustrationskarton.

Letztendlich führt kein Weg am Ausprobieren vorbei. Was für den einen Künstler perfekt ist, mag für den anderen weniger geeignet sein. Kaufen Sie vielleicht zunächst ein paar einzelne Blätter verschiedener Papiersorten, die den hier genannten Kriterien entsprechen, und testen Sie, wie Ihre Stifte darauf reagieren und welche Oberfläche Ihnen am besten gefällt.

Welches Papier zum Ausmalen?
Acrylpapier. Acrylpapier ist für das Malen mit Acrylfarben besser geeignet als gängige Papiertypen, da es deutlich stabiler ist und die pastosen bis nassen Farben besser aufnehmen kann. Acrylpapier ist so beschaffen, dass es Wellen verhindert bzw. besser kontrolliert.

Häufig gestellte Fragen zum Papier für Buntstifte

Hier beantworten wir einige gängige Fragen zum Thema Papier und Ausmalen:

Was bedeutet GSM bei Papier?

GSM steht für Gramm pro Quadratmeter (g/m²) und gibt an, wie viel ein Blatt Papier von einem Quadratmeter wiegt. Es ist ein Maß für die Dicke und Dichte des Papiers. Ein höherer GSM-Wert bedeutet in der Regel dickeres und stabileres Papier.

Warum wellt sich mein Papier beim Ausmalen mit Aquarellbuntstiften?

Papier wellt sich (Buckling genannt), wenn es Feuchtigkeit aufnimmt und nicht schwer genug ist oder nicht richtig fixiert wurde. Leichtes Papier kann die aufgenommene Feuchtigkeit nicht gut verarbeiten und verzieht sich. Die Verwendung von schwerem Papier (300 gsm oder mehr) oder das Fixieren des Papiers (z.B. mit Klebeband auf einer festen Unterlage) kann dies verhindern oder reduzieren.

Ist Zeichenpapier dasselbe wie Ausmalpapier?

Zeichenpapier ist ein sehr breiter Begriff. Viele Zeichenpapiere eignen sich hervorragend zum Ausmalen, insbesondere solche, die für Buntstifte oder Mixed Media empfohlen werden. Papiere, die speziell als 'Ausmalpapier' verkauft werden, sind oft für Malbücher optimiert, aber nicht immer von höchster Qualität für anspruchsvolle Techniken.

Kann ich normales Druckerpapier zum Ausmalen verwenden?

Sie können normales Druckerpapier (oft 80-100 gsm) zum Ausmalen verwenden, besonders für einfache Bilder oder zum Üben. Allerdings ist es sehr dünn, zeigt schnell Abdrücke, lässt sich schwer verblenden und wellt sich sofort bei Kontakt mit Feuchtigkeit. Für bessere Ergebnisse und mehr Freude am Prozess ist ein speziell auf das Malen abgestimmtes Papier empfehlenswert.

Welche Textur ist besser für Anfänger?

Für Anfänger, die hauptsächlich mit trockenen Buntstiften arbeiten und das Verblenden üben möchten, ist oft ein Papier mit glatter Textur (satiniert, Hot Press) einfacher zu handhaben. Es ermöglicht eine gleichmäßigere Farbabgabe und sanftere Übergänge.

Wir hoffen, diese Informationen helfen Ihnen dabei, das für Sie passende Papier zum Ausmalen zu finden und noch mehr Freude an Ihrem kreativen Hobby zu haben.

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