Wo kann ich leere Kugelschreiber abgeben?

Stifte & Schulzeug richtig entsorgen

02/01/2026

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Die Frage, wohin mit ausgedienten Schul- und Büroartikeln gehört, beschäftigt viele Haushalte. Gerade Stifte, Hefte und Verpackungen fallen im Alltag häufig an. Eine korrekte Mülltrennung ist dabei nicht nur eine Frage der Ordnung, sondern ein wichtiger Beitrag zum Schutz unseres Klimas und zur Schonung wertvoller Rohstoffe. Dieses Wissen um die richtige Entsorgung sollte bereits früh vermittelt werden, und das Üben zu Hause bietet eine hervorragende Gelegenheit dazu.

In welchen Müll kommt ein Kugelschreiber?
Restmüll: Hygieneartikel (Hygieneeimer aus Damentoiletten), Papiertaschentücher, Kugelschreiber, Textmarker, Putzlappen, Schwämme/Schwammtücher, Zigarettenkippen, Kehricht, zerbrochenes Porzellan, etc..

Das Bewusstsein für Umweltbildung wächst, und die Mehrheit der Deutschen sieht die Vermittlung von Wissen über Mülltrennung und Recycling als essenziellen Bestandteil der Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Wer Abfälle richtig trennt, unterstützt aktiv den Kreislauf der Wiederverwertung und hilft so, die Belastung für unsere Umwelt zu reduzieren.

Nach den Ferien, wenn Schulranzen und Schreibtische wieder in den Fokus rücken, ist die perfekte Zeit, sich gemeinsam mit der Familie dem Thema Mülltrennung zu widmen. Beim Ausmisten stellen sich oft Fragen: Gehören Reste von Bastelpapier in die Papiertonne oder doch in eine andere Tonne? Was macht man mit Stiften, die nicht mehr schreiben? Und wie entsorgt man die vielen Abfälle, die im Schulalltag anfallen – von leeren Trinkpäckchen bis hin zu Obstresten? Mit den richtigen Tipps wird die Mülltrennung kinderleicht und die Gewohnheit festigt sich schnell.

Übersicht

Verpackungen: Der Weg in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack

Eine grundlegende Regel der Mülltrennung ist die korrekte Entsorgung von Verpackungen. In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören ausschließlich leere Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas bestehen. Das ist eine einfache Regel, die sich gut merken lässt. Um das Recycling zu erleichtern, ist es hilfreich, einzelne Bestandteile von Verpackungen, wie zum Beispiel Deckel von Bechern oder Schraubverschlüsse von Flaschen (sofern kein Pfand darauf ist), voneinander zu trennen, bevor sie in den Müll gegeben werden.

Konkret bedeutet dies, dass alle leeren Verpackungen aus Materialien wie Kunststoff, Aluminium, Weißblech und sogenannten Verbundstoffen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören. Beispiele hierfür sind ausgetrunkene Trinkpäckchen, wie sie oft in der Schule getrunken werden, oder Verpackungen von Müsliriegeln. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass diese Verpackungen tatsächlich leer sind, bevor sie entsorgt werden.

Eine wichtige Unterscheidung gibt es bei Kunststoffflaschen und Getränkedosen. Hier ist das Pfandsystem zu beachten. Seit Juli 2021 gilt die Pfandpflicht für deutlich mehr Getränkeverpackungen, einschließlich Fruchtsäften ohne Kohlensäure. Weisen diese Verpackungen ein Pfandzeichen auf, gehören sie nicht in die Gelbe Tonne, sondern können im Handel zurückgegeben werden, um das Pfand zu erhalten. Nur leere, unbepfandete Kunststoffflaschen oder Dosen gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack.

Auch leere Klebestifthüllen und Tuben fallen unter die Kategorie Verpackungen. Handelt es sich um leere Klebestifte oder Klebstofftuben, die aus Aluminium oder Kunststoff gefertigt sind, gehören sie korrekt in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Eventuell vorhandene vertrocknete Klebstoffreste, die sich nicht entfernen lassen, gehören hingegen in den Restmüll. Dies zeigt, wie wichtig es ist, auch bei kleineren Gegenständen genau hinzuschauen.

Papierabfälle: Alles ins Altpapier

Papier, Pappe und Karton bilden eine eigene wichtige Kategorie bei der Mülltrennung. Umverpackungen und Faltschachteln, wie sie beispielsweise für Buntstifte verwendet werden, gehören ins Altpapier. Dorthin gehören auch vollgeschriebene Schulhefte, die am Ende eines Schuljahres nicht mehr benötigt werden. Hefte mit Umschlägen aus Papier können ebenfalls ins Altpapier gegeben werden.

Größere Pappschachteln und -Rohre, die beispielsweise von Bastelmaterialien stammen, finden ebenfalls ihren Platz im Altpapiercontainer. Auch Schnipsel von Bastelpapier, die nicht mehr verwendet werden können, gehören in diese Kategorie. Ausgediente Schulbücher, die nicht mehr benötigt werden, können ebenfalls über die Papiertonne entsorgt werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Umschläge oder Einbände aus Kunststoff vorher entfernt werden müssen. Diese Kunststoffteile gehören nicht ins Altpapier, sondern in den Restmüll.

Es gibt jedoch auch Papierprodukte, die aufgrund ihrer Beschaffenheit oder Nutzung nicht ins Altpapier gehören. Benutzte Papiertaschentücher beispielsweise sind verunreinigt und gehören in den Restmüll. Ebenso verklebte Butterbrottüten, die oft fettige Rückstände aufweisen, sind kein Fall für das Altpapier, sondern müssen im Restmüll entsorgt werden.

Bioabfälle: Der natürliche Kreislauf

Essensreste, die in der Schule oder zu Hause anfallen, gehören in die Biotonne. Wenn das Schulbrot in der Pause nicht gegessen wurde und nicht mehr genießbar ist, kann es (ohne Verpackung!) in der Biotonne entsorgt werden. Auch Bananenschalen, andere Obst- oder Gemüsereste finden hier ihren richtigen Platz. Die Biotonne ermöglicht die Verwertung dieser organischen Abfälle zu wertvollem Kompost oder Biogas und schließt so einen natürlichen Kreislauf.

Es ist auch sinnvoll, über Abfallvermeidung nachzudenken. Statt Einwegverpackungen zu nutzen, können Butterbrote in Brotdosen und Getränke in Mehrwegflaschen mitgegeben werden. Das reduziert die Menge des anfallenden Abfalls erheblich.

Glas: Sortiert nach Farben

Leere Glasverpackungen, auf die kein Pfand erhoben wird, gehören in die passenden Glascontainer. Diese Container sind nach Farben sortiert – meist für Weiß-, Braun- und Grünglas. Die Sortierung nach Farben ist wichtig, da unterschiedliche Glasfarben unterschiedliche Recyclingprozesse erfordern. Stellen Sie sicher, dass die Gläser leer sind, bevor Sie sie in den Container werfen.

Pfand: Der Weg zurück in den Handel

Wie bereits erwähnt, sind Kunststoffflaschen und Getränkedosen, die ein Pfandzeichen tragen, im Handel zurückzugeben. Das Pfandsystem sorgt dafür, dass diese Verpackungen hochwertig recycelt oder wiederverwendet werden können. Achten Sie auf das Pfandzeichen auf der Verpackung, um sicherzustellen, dass Sie diese korrekt entsorgen und Ihr Pfand zurückerhalten.

Restmüll: Wo Vieles landet, was keine Verpackung ist

Nun kommen wir zu den Gegenständen, die oft Fragen aufwerfen, insbesondere Stifte und andere kleine Schul- und Büroartikel. Ausgediente Bleistifte, die zu kurz zum Schreiben sind, Filzstifte, die ausgetrocknet sind, Textmarker, Tintenkiller, leere Tintenpatronen und Radiergummis gehören in den Restmüll. Der Grund ist einfach: All diese Dinge sind keine Verpackungen und bestehen oft aus Materialien, die im aktuellen Recyclingsystem für Verpackungen oder Papier nicht verarbeitet werden können.

Auch kaputte Pinsel, aufgebrauchte Wasserfarben, ausgemusterte Malkästen oder nicht mehr brauchbare Büroklammern finden ihren Platz im Restmüll. Ebenso gehören die zuvor erwähnten Kunststoffumschläge oder -Einbände von Schulheften und -büchern, benutzte Papiertaschentücher und verklebte Butterbrottüten in den Restmüll. Vertrocknete Reste von Klebstoff, die in Tuben oder Stiften verbleiben, nachdem die Verpackung selbst in der Gelben Tonne entsorgt wurde, sind ebenfalls ein Fall für den Restmüll.

Der Restmüll ist sozusagen der Auffangbehälter für all jene Abfälle, die keiner der speziellen Recyclingkategorien zugeordnet werden können. Er wird in der Regel verbrannt, wobei oft Energie gewonnen wird, aber die Rohstoffe gehen dabei verloren. Deshalb ist es umso wichtiger, so viel wie möglich korrekt zu trennen und dem Recycling zuzuführen.

Größere Gegenstände: Ranzen, Rucksäcke und Sperrmüll

Was passiert mit ausrangierten Schulranzen oder Schulrucksäcken, die am Ende ihrer Nutzung angelangt sind? Wenn sie noch in einem guten Zustand sind, ist die beste Option oft eine Spende an Wohltätigkeitsinitiativen, die sich über gut erhaltene Schulmaterialien freuen. Das ist nachhaltiger als jede Entsorgung.

Sind Ranzen oder Rucksäcke jedoch kaputt und nicht mehr gebrauchsfähig, müssen sie entsorgt werden. Passen sie von ihrer Größe her in den normalen Restmüllbehälter, können sie dort hineingegeben werden. Zu große Modelle, die nicht in den Restmüllbehälter passen, gehören auf den Sperrmüll. Die genauen Regeln für Sperrmüll können je nach Gemeinde variieren, daher ist es ratsam, sich bei den örtlichen Entsorgungsbetrieben zu informieren.

Warum Mülltrennung wirkt

Die korrekte Trennung von Abfällen, auch bei Schul- und Büroartikeln, hat direkte positive Auswirkungen. Sie ermöglicht das Recycling von Materialien wie Papier, Kunststoff und Metall, wodurch weniger neue Rohstoffe abgebaut werden müssen. Dies spart Energie, reduziert Emissionen und schont natürliche Ressourcen. Die Biotonne hilft bei der Gewinnung von wertvollem Kompost und Biogas. Selbst der Restmüll wird oft energetisch verwertet.

Das Erlernen der Mülltrennung ist daher eine praktische Fähigkeit, die Kindern und Jugendlichen vermittelt, wie ihr Handeln direkte Auswirkungen auf die Umwelt hat. Es ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt im Alltag, der in Summe einen großen Unterschied macht.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Achten Sie bei Schul- und Büroabfällen genau darauf, was in welche Tonne gehört. Verpackungen in die Gelbe Tonne, Papier und Pappe ins Altpapier, organische Reste in die Biotonne, Glas in die Glascontainer, Pfandflaschen zurück in den Handel und alles andere, insbesondere ausgediente Stifte, Radiergummis, Tintenkiller und ähnliche Artikel, sowie bestimmte nicht recycelbare Papierprodukte, in den Restmüll. Mit diesem Wissen tragen Sie und Ihre Familie aktiv zu einer saubereren Umwelt und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen bei.

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