26/07/2021
Der Verkauf auf dem Amazon Marketplace bietet Online-Händlern die attraktive Möglichkeit, ihre Produkte einem riesigen, kaufbereiten Publikum zu präsentieren. Dies erspart vielen den Aufbau einer eigenen Shop-Infrastruktur und die Generierung von Besucherströmen. Doch dieser Zugang hat seinen Preis in Form verschiedener Verkaufsgebühren. Es ist entscheidend, diese Kostenstruktur genau zu verstehen, um die Profitabilität des eigenen Geschäftsmodells auf Amazon korrekt einschätzen zu können. Die Gebühren können je nach Produktkategorie, Verkaufstarif und genutzten Diensten wie „Versand durch Amazon“ (FBA) variieren und schnell unübersichtlich werden, insbesondere für Einsteiger.

In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Gebühren, die beim Verkaufen über Amazon anfallen. Wir erklären, wie sich die Kosten zusammensetzen, welche Unterschiede zwischen den Verkaufstarifen bestehen und wie die prozentualen Verkaufsprovisionen je nach Produktkategorie variieren. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf zusätzliche Kosten, die beispielsweise durch FBA oder internationale Verkäufe entstehen können, und geben Ihnen praktische Tipps und Hinweise, wie Sie Ihre Kosten transparent nachvollziehen und planen können.
- Das Grundprinzip der Amazon Verkaufsgebühren
- Vergleich der Verkaufstarife: Einzelanbieter vs. Professionell
- Die prozentualen Verkaufsgebühren (Provisionen) im Detail
- Sondergebühren, die zusätzlich anfallen können
- Kosten für „Versand durch Amazon“ (FBA)
- Internationale Verkäufe: Unterschiede bei den Gebühren
- Tools und Tipps zur Gebührenkontrolle
- Häufig gestellte Fragen zu Amazon Verkaufsgebühren
- Fazit
Das Grundprinzip der Amazon Verkaufsgebühren
Amazons Geschäftsmodell ist breit gefächert, aber der Handelsbereich mit den damit verbundenen Verkaufsgebühren bildet weiterhin das Fundament. Die von Amazon erhobenen Gebühren setzen sich grundsätzlich aus fixen und variablen Anteilen zusammen. Je nach gewähltem Verkaufstarif fällt entweder ein fester monatlicher Beitrag oder eine Pauschale pro verkauftem Artikel an. Zusätzlich dazu werden prozentuale Verkaufsgebühren, die sogenannten Provisionen, erhoben. Diese variieren stark je nach Produktkategorie und liegen auf dem deutschen Marktplatz typischerweise zwischen 7 % und 15 %. Seit Mitte 2019 gibt es zudem eine Mindestverkaufsgebühr von 0,30 EUR, die für die meisten Kategorien gilt.
Neben diesen grundlegenden Gebühren können weitere Kosten entstehen, zum Beispiel für den Verkauf von Medienartikeln oder die Nutzung von Amazons Logistikdienst „Versand durch Amazon“ (FBA). Es ist wichtig zu verstehen, dass FBA zwar zusätzliche Kosten verursacht, aber gleichzeitig auch Prozesse optimieren und das Geschäft potenziell profitabler machen kann, indem es Lagerung, Versand und Kundenservice übernimmt.
Vergleich der Verkaufstarife: Einzelanbieter vs. Professionell
Amazon bietet zwei Haupt-Verkaufstarife an: den Einzelanbieter-Tarif (Basiskonto) und den Professionellen Verkäufer-Tarif (Professional Seller Account). Die Wahl des Tarifs beeinflusst sowohl die Kostenstruktur als auch die verfügbaren Funktionen.
Der Einzelanbieter-Tarif: Ideal für Einsteiger und geringes Verkaufsvolumen
Das Basiskonto ermöglicht den Verkauf von Produkten an Amazon-Kunden im In- und Ausland und bietet Zugriff auf grundlegende Funktionen wie das Erstellen von Produktangeboten im Seller Central sowie die Nutzung von Services wie Amazon Pay oder FBA. Der Hauptvorteil dieses Tarifs ist das Fehlen einer monatlichen Grundgebühr. Stattdessen zahlen Verkäufer eine Pauschale von 0,99 EUR pro verkauftem Artikel, zusätzlich zur jeweiligen Verkaufsprovision.
Dies macht den Einzelanbieter-Tarif zu einer risikoarmen Option für Neulinge, die erst einmal testen möchten oder nur wenige Produkte verkaufen. Man zahlt nur, wenn tatsächlich Umsätze erzielt werden. Allerdings kann die Pauschalgebühr von 0,99 EUR pro Artikel bei niedrigen Verkaufspreisen die Marge erheblich schmälern. Zudem sind Einzelanbieter vom Verkauf in bestimmten beschränkten Kategorien ausgeschlossen.
Der Einzelanbieter-Tarif ist besonders sinnvoll für Händler, die voraussichtlich weniger als 40 Artikel pro Monat verkaufen. Bei höheren Verkaufszahlen übersteigen die Pauschalgebühren schnell die monatliche Grundgebühr des professionellen Tarifs.
Der Professionelle Verkäufer-Tarif: Für Wachstum und Skalierung
Für Händler mit höherem Verkaufsvolumen oder dem Ziel, Amazon als ernsthaften Vertriebskanal zu nutzen, ist der Professionelle Verkäufer-Tarif in der Regel die bessere Wahl. Dieser Tarif kostet 39 EUR pro Monat, unabhängig von der Anzahl der Verkäufe. Dafür entfällt die Pauschalgebühr von 0,99 EUR pro Artikel.
Ab etwa 40 verkauften Artikeln pro Monat ist der professionelle Tarif bereits finanziell vorteilhafter als der Einzelanbieter-Tarif. Darüber hinaus bietet der professionelle Tarif Zugang zu wichtigen Funktionen und Vorteilen, die für den Erfolg auf Amazon entscheidend sein können. Dazu gehören die Möglichkeit, Werbung für Produkte zu schalten, mehrere Benutzerkonten zu erstellen, detaillierte Berichte und Analysen abzurufen und vor allem die Chance auf die „Buy Box“ (Einkaufswagenfeld) sowie den begehrten Prime-Status. Diese Features erhöhen die Sichtbarkeit und Attraktivität der Produkte erheblich.

Wer auf Amazon wachsen und sein Geschäft skalieren möchte, kommt um den professionellen Verkäufer-Tarif kaum herum. Die monatliche Gebühr ist eine Investition, die sich durch höhere Verkäufe und bessere Geschäftsmöglichkeiten auszahlen kann.
Die prozentualen Verkaufsgebühren (Provisionen) im Detail
Der größte variable Kostenfaktor beim Verkaufen auf Amazon sind die prozentualen Verkaufsprovisionen. Diese „Referral Fees“ werden auf den Gesamtverkaufspreis (Produktpreis + Versandkosten + eventuelle Zusatzkosten wie Geschenkverpackung) berechnet und variieren stark je nach Produktkategorie. Es gibt Kategorien mit festen Provisionssätzen und solche mit variablen Sätzen, die vom Gesamtverkaufspreis abhängen.
Kategorien mit festen Provisionssätzen (Auswahl):
| Provisionshöhe | Kategorie(n) |
|---|---|
| 7 % | Computer, Elektronik, Elektro-Großgeräte, Reifen |
| 8 % | Videospielkonsolen |
| 10 % | Bier, Wein und Spirituosen, Fahrräder |
| 12 % | Additive Fertigung (3D-Druck), Baumarkt, Industrielle Werkzeuge & Instrumente, Musikinstrumente & DJ-Equipment, Handmade |
| 15 % | Bücher, Musik, Videos und DVDs, Software, Sport & Freizeit, Videospiele – Spiele & Zubehör, Andere Produkte |
| 45 % | Zubehör für Amazon-Geräte |
Diese Tabelle zeigt eine Auswahl der häufigsten Kategorien mit ihren jeweiligen festen Provisionssätzen auf dem deutschen Marktplatz. Es ist wichtig zu beachten, dass Amazon diese Sätze anpassen kann. Die höchste Provision von 45 % für Zubehör zu Amazon-Geräten sticht hier besonders hervor.
Kategorien mit variablen Provisionssätzen (Auswahl):
In einigen Kategorien hängt die Provision vom Gesamtverkaufspreis (GVK) ab. Oft gibt es einen niedrigeren Satz für einen GVK bis zu einem bestimmten Schwellenwert und einen höheren Satz für den Betrag darüber hinaus.
| Kategorie(n) | Provisionshöhe und Bedingung |
|---|---|
| Babyprodukte (exkl. Kleidung), Beauty, Lebensmittel & Feinkost, Drogerie & Körperpflege, Elektronische Geräte für die Körperpflege | 8 % für Produkte mit einem GVK ≤ 10,00 EUR, 15 % für Produkte mit einem GVK > 10,00 EUR |
| Auto & Motorrad | 7 % für elektronische Geräte, 12 % für elektronisches Zubehör, 15 % für die übrigen Produkte |
| Bekleidung, Schuhe und Handtaschen (bei FBA oder Prime durch Verkäufer) | 15 % für den Anteil des GVK ≤ 45,00 EUR, 7 % für jeden Anteil des GVK > 45,00 EUR |
| Computer-Zubehör, Elektronik-Zubehör | 15 % für den Anteil des GVK ≤ 100,00 EUR, 8 % für jeden Anteil des GVK > 100,00 EUR |
| Möbel | 15 % für den Anteil des GVK ≤ 200,00 EUR, 10 % für jeden Anteil des GVK > 200,00 EUR (ausgenommen Matratzen: 15 %) |
| Schmuck | 20 % für den Anteil des GVK ≤ 250,00 EUR, 5 % für jeden Anteil des GVK > 250,00 EUR |
Bei variablen Provisionen wird der Gesamtverkaufspreis oft in Segmente unterteilt, auf die unterschiedliche Prozentsätze angewendet werden. Ein Beispiel: Beim Verkauf von Schmuck mit einem GVK von 300 EUR fallen 20 % auf die ersten 250 EUR (50 EUR) und 5 % auf die restlichen 50 EUR (2,50 EUR) an, was einer Gesamtprovision von 52,50 EUR entspricht.
Sondergebühren, die zusätzlich anfallen können
Neben den grundlegenden Verkaufsgebühren und Provisionen gibt es weitere Sondergebühren, die in bestimmten Fällen anfallen können:
- Abschlussgebühren: Diese fallen ausschließlich bei Medienartikeln an. Sie betragen 1,01 EUR für Bücher und 0,81 EUR für Musik, DVDs, Videos, Videospiele und Software.
- Gebühr für das Einstellen großer Angebotsmengen: Diese Gebühr betrifft Verkäufer, die mehr als 2 Millionen aktive SKUs (Artikelnummern) anbieten, die keine Medienartikel sind. Für jede SKU über der Schwelle von 2 Millionen wird eine zusätzliche Gebühr von 0,0004 EUR pro Monat erhoben.
- Bearbeitungsgebühren für Erstattungen: Wenn eine Erstattung an einen Kunden veranlasst wird (z. B. bei Stornierungen), behält Amazon eine Bearbeitungsgebühr ein. Diese beträgt 20 % der ursprünglich berechneten Verkaufsprovision für den Artikel, maximal jedoch 5,00 EUR pro Artikel.
Diese Sondergebühren sind zwar nicht für jeden Verkäufer relevant, sollten aber bei der Kalkulation berücksichtigt werden, falls sie auf Ihre Produktpalette oder Ihr Geschäftsvolumen zutreffen.
Kosten für „Versand durch Amazon“ (FBA)
Die Nutzung von Amazons Fulfillment-Service FBA (Fulfillment by Amazon) bringt zusätzliche Kosten mit sich, die jedoch durch die Übernahme von Lagerung, Versand, Retouren und Kundenservice gerechtfertigt sein können. FBA-Gebühren setzen sich hauptsächlich aus Lagergebühren und Versandgebühren zusammen.
Lagergebühren bei FBA
Die Lagergebühren hängen vom durchschnittlichen täglichen Lagervolumen (in Kubikmetern) und der Lagerdauer ab. Sie variieren auch je nach Saison (Hauptsaison Oktober-Dezember ist teurer), Produktart (Bekleidung/Schuhe vs. sonstige Produkte) und Produktgröße (Standard vs. Übergröße).
Hier eine Übersicht der monatlichen Lagergebühren pro Kubikmeter:
| Standardgröße | Übergröße | |
|---|---|---|
| Bekleidung und Schuhe | Nebensaison: 15,60 € Hauptsaison: 21,60 € | Nebensaison: 18,00 € Hauptsaison: 25,00 € |
| Sonstige Produkte | Nebensaison: 26,00 € Hauptsaison: 36,00 € | Nebensaison: 18,00 € Hauptsaison: 25,00 € |
Zusätzlich zu diesen regulären Gebühren fallen langfristige Lagergebühren an, wenn Produkte länger als 365 Tage im Lager verweilen. Diese betragen grundsätzlich 170 € pro Kubikmeter und Monat. Bei Medienartikeln kann stattdessen eine Gebühr von 0,10 € je Artikel anfallen, falls diese den Betrag pro Kubikmeter übersteigt.

Versandgebühren bei FBA
Die FBA-Versandgebühren decken das Picken, Verpacken und den Versand der Produkte ab. Sie sind abhängig von Produkttyp, Gewicht, Abmessungen und dem Standort des Logistikzentrums. Im Gegensatz zum Eigenversand (FBM) können die Versandkosten bei FBA nicht selbst festgelegt werden, dafür profitieren Kunden von schnellen Lieferzeiten. Die Gebührenstruktur kann je nach genutztem Versandprogramm (z. B. Europäisches Versandnetzwerk EFN oder Pan-Europäischer Versand) variieren, insbesondere beim internationalen Verkauf.
Ein Beispiel für die Gesamtkosten (Lager + Versand) eines Standardpakets (z.B. Toaster, 2,2 kg) in der Nebensaison:
| Verkauf auf | Versandprogramm | Versandgebühr | Lagergebühr | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Amazon.de | Mitteleuropa | 4,57 € | 0,29 € | 4,86 € |
| EU-Marktplatz | Mitteleuropa (EFN) | 10,12 € | 0,29 € | 10,41 € |
| EU-Marktplatz | Lokal (Pan-Europäisch) | Ab 4,67 € | Ab 0,29 € | Ab 4,96 € |
Diese Beispiele verdeutlichen, dass die FBA-Kosten je nach Produkt und Versandmethode erheblich variieren können. Es gibt auch spezielle Programme wie „Small and Light“ für kleine und leichte Produkte mit niedrigeren Preisen, die potenziell geringere FBA-Gebühren ermöglichen.
Internationale Verkäufe: Unterschiede bei den Gebühren
Der Verkauf auf internationalen Amazon-Marktplätzen eröffnet große Chancen, erfordert aber auch die Berücksichtigung länderspezifischer Gebühren. Innerhalb Europas sind die Provisionsstrukturen oft sehr ähnlich, wobei Deutschland und die Niederlande tendenziell niedrigere Gebühren aufweisen als Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien.
Außerhalb Europas können die Unterschiede größer sein. Auf amazon.com (USA) können die Provisionen und die Kategorisierung der Produkte anders sein. Beispielsweise fallen in den USA für „Schuhe, Handtaschen & Sonnenbrillen“ 15 % Provision an, unabhängig von GVK oder Fulfillment-Methode, während „Bekleidung & Accessoires“ mit 17 % belegt ist. Auf asiatischen Marktplätzen wie Singapur sind die Gebühren oft spürbar niedriger (meist zwischen 6 % und 10 %).
Für Verkäufer, die auf mehreren Marktplätzen aktiv sind, bietet Amazon eine „vergünstigte Abonnementgebühr“ an. Durch die Verknüpfung internationaler Konten kann man für 39,99 USD weltweit verkaufen und so mehrfache monatliche Grundgebühren vermeiden.
Tools und Tipps zur Gebührenkontrolle
Um die Vielzahl der Gebühren zu überblicken und die eigene Profitabilität zu berechnen, stehen Verkäufern verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung:
Amazon Seller Central: Gebühren einsehen
Im Amazon Seller Central können Sie jederzeit die Höhe und Zusammensetzung der angefallenen Gebühren für jede Transaktion einsehen. Dies ist essenziell für die genaue Kalkulation der Produktmargen. Navigieren Sie dazu im Seller Central zu „Berichte“ -> „Zahlungen“ -> „Transaktionsansicht“ und klicken Sie auf die Beträge in den Spalten „Gesamt“ und „Amazon Gebühren“.
Der Amazon Gebührenrechner
Für die Vorbereitung und schnelle Orientierung bietet Amazon einen Gebührenrechner. Dieses Tool hilft, die voraussichtlichen Gebühren für einen Artikel basierend auf Marktplatz, Versandart und Kategorie zu schätzen. Es berechnet, welcher Betrag nach Abzug der Provisionen und geschätzten Versandkosten (nicht FBA) dem Verkäufer gutgeschrieben würde. Beachten Sie, dass dieser Rechner keine FBA-Kosten oder die monatliche Grundgebühr des professionellen Tarifs berücksichtigt, aber eine nützliche erste Schätzung liefert.
FBA-spezifische Tools
Wenn Sie FBA nutzen, sind der Versandgebührenrechner und die Gebührenvorschau im Seller Central wertvolle Planungswerkzeuge. Der Versandgebührenrechner schätzt die FBA-Versandkosten basierend auf Produktmerkmalen und Versandprogramm. Die Gebührenvorschau zeigt für Produkte in Ihrem FBA-Lager eine Schätzung der anfallenden Gesamtgebühren (Verkaufsprovision + FBA-Versandkosten) basierend auf dem Verkaufspreis und den geschätzten Amazon-Kosten. Diese Tools helfen, die FBA-Kosten besser zu verstehen und zu kalkulieren, auch wenn zusätzliche Kosten wie Lagergebühren oder optionale Services separat betrachtet werden müssen.
Effizienzsteigerung durch Middleware
Für Händler, die bereits einen eigenen Webshop betreiben und zusätzlich auf Amazon verkaufen möchten, kann die Nutzung einer Middleware-Lösung, die den Webshop mit Amazon (und anderen Marktplätzen) verbindet, die Effizienz erheblich steigern. Solche Tools automatisieren Prozesse wie Produkt-Upload, Preisabgleich, Lagerbestandssynchronisation und Bestellimport. Dies reduziert den manuellen Aufwand und die Fehleranfälligkeit, was indirekt zur Kosteneffizienz beiträgt. Der parallele Betrieb eines eigenen Shops und der Verkauf auf Amazon kann auch strategisch sinnvoll sein, um die Abhängigkeit von einem einzigen Kanal zu verringern und Synergieeffekte zu nutzen.

Häufig gestellte Fragen zu Amazon Verkaufsgebühren
Hier beantworten wir einige der häufigsten Fragen rund um die Kosten des Verkaufens auf Amazon:
Wie viel Prozent nimmt Amazon vom Verkäufer?
Die prozentuale Gebühr, die Amazon vom Verkäufer nimmt (die sogenannte Verkaufsprovision oder Referral Fee), variiert stark je nach Produktkategorie. Sie liegt auf dem deutschen Marktplatz meist zwischen 7 % und 15 % des Gesamtverkaufspreises. Für bestimmte Kategorien wie Zubehör für Amazon-Geräte kann sie bis zu 45 % betragen. Zusätzlich zur Provision können je nach Verkaufstarif eine Pauschalgebühr pro Artikel (0,99 EUR für Einzelanbieter) oder eine monatliche Grundgebühr (39 EUR für Professionelle) anfallen.
Wie setzen sich die Amazon Gebühren zusammen?
Die Amazon Gebühren setzen sich grundsätzlich aus einer Grundgebühr (monatlich oder pro Artikel, je nach Tarif) und einer prozentualen Verkaufsprovision (Referral Fee) zusammen, die vom Gesamtverkaufspreis und der Produktkategorie abhängt. Hinzu können Sondergebühren für Medienartikel, hohe Angebotsmengen oder Erstattungen kommen. Bei Nutzung von „Versand durch Amazon“ (FBA) fallen zusätzliche Gebühren für Lagerung und Versand an.
Was ist der Unterschied zwischen dem Einzelanbieter- und dem Professionellen Verkäufer-Tarif?
Der Hauptunterschied liegt in der Kostenstruktur und den Funktionen. Einzelanbieter zahlen keine monatliche Grundgebühr, dafür aber 0,99 EUR pro verkauftem Artikel plus Provision. Der professionelle Tarif kostet 39 EUR pro Monat, dafür entfällt die Gebühr pro Artikel. Der professionelle Tarif bietet zudem Zugang zu erweiterten Funktionen wie Werbung, Berichten und der Möglichkeit, die Buy Box zu gewinnen. Er lohnt sich finanziell meist ab etwa 40 Verkäufen pro Monat.
Fallen zusätzliche Kosten an, wenn ich FBA nutze?
Ja, die Nutzung von „Versand durch Amazon“ (FBA) verursacht zusätzliche Gebühren für die Lagerung und den Versand Ihrer Produkte. Die Lagergebühren hängen von Volumen, Dauer und Saison ab. Die Versandgebühren basieren auf Größe, Gewicht und Versandprogramm. Diese FBA-Kosten kommen zu den regulären Amazon-Verkaufsgebühren (Grundgebühr und Provision) hinzu.
Wie kann ich meine Amazon Gebühren einsehen?
Sie können eine detaillierte Aufstellung Ihrer Amazon Gebühren für jede Transaktion in Ihrem Amazon Seller Central einsehen. Gehen Sie dazu zu „Berichte“ -> „Zahlungen“ -> „Transaktionsansicht“ und klicken Sie auf die relevanten Beträge, um die Zusammensetzung der Gebühren zu sehen.
Fazit
Das Verkaufen auf Amazon ist mit verschiedenen Gebühren verbunden, deren Struktur auf den ersten Blick komplex erscheinen mag. Die Kosten setzen sich aus einer Grundgebühr (je nach Tarif monatlich oder pro Artikel), einer prozentualen Verkaufsprovision, potenziellen Sondergebühren und bei FBA-Nutzung zusätzlichen Kosten für Lagerung und Versand zusammen. Die Höhe der Provision hängt maßgeblich von der Produktkategorie ab. Ein sorgfältiges Verständnis dieser Kosten ist unerlässlich, um die Rentabilität des Verkaufs auf Amazon zu gewährleisten.
Die Wahl des richtigen Verkaufstarifs (Einzelanbieter oder Professionell) sollte basierend auf dem erwarteten Verkaufsvolumen und dem Bedarf an zusätzlichen Funktionen getroffen werden. Ab etwa 40 Verkäufen pro Monat ist der professionelle Tarif oft die wirtschaftlichere Wahl. Die Nutzung von FBA kann zwar zusätzliche Kosten verursachen, bietet aber auch erhebliche logistische Vorteile und kann die Kundenzufriedenheit steigern.
Durch die Nutzung der von Amazon bereitgestellten Tools wie dem Gebührenrechner und der detaillierten Berichte im Seller Central können Verkäufer ihre Kosten transparent nachvollziehen und ihre Preisstrategie entsprechend anpassen. Für Händler mit eigenem Webshop kann die Integration über eine Middleware-Lösung die Effizienz im Multi-Channel-Vertrieb steigern und helfen, die Prozesse zwischen Shop und Marktplatz zu optimieren, was indirekt ebenfalls zur Kosteneffizienz beiträgt.
Mit einer fundierten Vorbereitung und einem klaren Überblick über die anfallenden Gebühren steht einem erfolgreichen Verkauf auf dem Amazon Marketplace nichts im Wege. Die Investition in das Verständnis der Kostenstruktur zahlt sich langfristig aus und bildet die Grundlage für ein profitables Geschäft.
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