Wann hat das Rathaus in Friedrichsdorf geöffnet?

Friedrichsdorf: Geschichte, Verwaltung & mehr

28/07/2023

Rating: 4.95 (8385 votes)

Friedrichsdorf, eine charmante Stadt im Herzen des Taunus, blickt auf eine ebenso reiche wie interessante Geschichte zurück. Geprägt von den französischen Hugenotten und bekannt als Geburtsort einer bahnbrechenden Erfindung, bietet Friedrichsdorf seinen Einwohnern und Besuchern eine einzigartige Mischung aus historischem Erbe und modernem Leben.

Wann wurde Friedrichsdorf gegründet?
Friedrichsdorf ist eine junge Stadt und blickt auf eine – für europäische Verhältnisse – kurze Geschichte zurück. 1687 wurde die Stadt von französischen Glaubensflüchtlingen, den Hugenotten, gegründet.

Die Geschichte Friedrichsdorfs beginnt im späten 17. Jahrhundert. Im Jahr 1687 wurde die Stadt von französischen Glaubensflüchtlingen, den sogenannten Hugenotten, gegründet. Sie fanden auf Einladung von Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg hier eine neue Heimat. Der Landgraf gewährte den Siedlern zahlreiche Privilegien, um ihnen den Start in der Fremde zu erleichtern. Dazu gehörten die Beibehaltung ihrer Sprache und Religion sowie eine zehnjährige Steuerfreiheit. Diese großzügigen Bedingungen trugen maßgeblich zum frühen Erfolg der Siedlung bei.

Übersicht

Die Entwicklung vom Dorf zur Stadt

Dank des Fleißes und der handwerklichen Fähigkeiten der Hugenotten entwickelte sich die neue Siedlung schnell zu einem gewerblichen Zentrum in der überwiegend landwirtschaftlich geprägten Region. Strumpfwirker sowie Lein- und Flanellweber trugen maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Als Anerkennung für diese positive Entwicklung wurden Friedrichsdorf im Jahr 1771 die Stadtrechte verliehen. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Verleihung eines Stadtwappens im Jahr 1821. Die „colonie française“, wie sie lange genannt wurde, erhielt ein Wappen mit neun weißen Rosen auf blauem Grund.

Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Wirtschaftsstruktur der Stadt. Zahlreiche mittelständische Industriebetriebe ersetzten die frühere Flanellweberei. Diese neuen Unternehmen produzierten vor allem Hüte, Leder- und Teigwaren. Friedrichsdorf erlangte in dieser Zeit besondere Berühmtheit als „Stadt des Zwiebacks“. Um 1900 gab es gleichzeitig rund 15 Zwieback-Bäckereien, die ihre süße Ware in ansprechend gestalteten Blechdosen in die ganze Welt exportierten. Aus einer dieser Zwiebackdynastien ging später einer der größten Produzenten für Kindernahrung hervor: die Firma Milupa. Diese Ära prägte das wirtschaftliche Bild der Stadt nachhaltig.

Die Stadt wuchs im Laufe der Zeit auch territorial. Im Jahr 1916 wurde das 1804 von Vogelsberger Bauern gegründete Dorf Dillingen eingemeindet. Eine größere Gebietsreform im Jahr 1972 führte dazu, dass Friedrichsdorf auf vier Stadtteile mit insgesamt rund 25.000 Einwohnern anwuchs. Diese Entwicklung spiegelt das Wachstum und die Anpassungsfähigkeit der Stadt über die Jahrhunderte wider.

Wann hat das Rathaus in Friedrichsdorf geöffnet?
Friedrichsdorf (fw). Das Rathaus ist zu den Sprechzeiten Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag und Dienstag von 13.30 bis 15.30 Uhr, Donnerstag von 13.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Philipp Reis: Der Erfinder des Telefons

Eine der berühmtesten Persönlichkeiten, die eng mit Friedrichsdorf verbunden sind, ist Philipp Reis. Hier, in Friedrichsdorf, erfand er das erste brauchbare Telefon und stellte es 1861 der Öffentlichkeit vor. Seine bahnbrechende Erfindung legte den Grundstein für die moderne Kommunikationstechnologie. In seinem ehemaligen Wohnhaus in der Hugenottenstraße befindet sich heute die Philipp-Reis-Sammlung, eine Dependance des Museums für Kommunikation in Frankfurt. Hier können Besucher Exponate persönlicher Gegenstände des Erfinders besichtigen und einen intensiven Eindruck von seiner Person und seinem Wirken erhalten.

Philipp Reis war nicht nur Erfinder, sondern auch als Lehrer tätig. Er unterrichtete am „Institut Garnier“, einem Knabeninternat, das seinerzeit weit über die Grenzen Friedrichsdorfs hinaus bekannt war. Die baulich einzigartige Doppelhofanlage des „Institut Garnier“ entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und steht heute unter Denkmalschutz. Sie ist ein weiteres Zeugnis der reichen Geschichte und des kulturellen Erbes der Stadt.

Architektur und Stadtbild

Das Stadtbild von Friedrichsdorf ist eine gelungene Verbindung aus historischem Erbe und modernem Gesicht. Das bauliche Erbe der Hugenotten ist noch heute vielerorts sichtbar, insbesondere in Form von pittoresken Hofreiten mit malerischen Innenhöfen. Diese historischen Strukturen stehen im reizvollen Kontrast zu den modernen Entwicklungen einer aufstrebenden Stadt.

Markante Gebäude finden sich über die ganze Stadt verteilt. Dazu gehören die 1872 erbaute „Belvedere“ Villa Schenk sowie die beeindruckenden Jugendstilvillen, die von den Zwieback- und Nudelfabrikanten der Blütezeit errichtet wurden. Ein weiteres charakteristisches Element des Stadtbildes sind die kleinen Färbhäuschen, die im Zuge des Textilgewerbes entlang der Hugenottenstraße entstanden sind und heute vielfältig genutzt werden.

Die Hugenottenstraße wird dominiert von der imposanten Kirche, die von 1834 bis 1837 nach Plänen des Frankfurter Architekten Rudolf Burnitz erbaut wurde. Dieser Bau ersetzte den kleineren „temple“, wie die französisch-reformierten Kirchen traditionell genannt wurden. Eine ganz andere Art von Sakralbau kam 1987 hinzu, als die Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage) auf dem Areal der ehemaligen Nudelfabrik Haller ihren Tempel errichteten. Dieses Gebäude besticht durch eine strenge, moderne Architektur und fügt dem Stadtbild eine weitere Facette hinzu. Für Interessierte, die die Stadt und ihre Geschichte näher kennenlernen möchten, werden geführte Stadtspaziergänge angeboten.

Wie viele Mitarbeiter hat die Stadt Friedrichsdorf?
Rund 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Berufsgruppen sorgen in Rathaus, Stadtwerken, Kindertagesstätten und vielen weiteren städtischen Einrichtungen täglich dafür, dass dieses Motto gelebt wird.

Das Rathaus und die Stadtverwaltung

Das Rathaus in Friedrichsdorf ist die zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger und beherbergt die Stadtverwaltung. Die Sprechzeiten des Rathauses sind wie folgt:

  • Montag bis Freitag: 8 Uhr bis 12 Uhr
  • Montag und Dienstag zusätzlich: 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr
  • Donnerstag zusätzlich: 13:30 Uhr bis 18 Uhr

Um Wartezeiten zu vermeiden und den Besuch so effizient wie möglich zu gestalten, wird dringend empfohlen, vorab einen Termin zu vereinbaren. Dies ist telefonisch oder, wenn möglich, über die Online-Terminvergabe auf der offiziellen Website der Stadt Friedrichsdorf unter www.friedrichsdorf.de möglich. Die Nutzung der Online-Option spart Zeit und erleichtert die Planung sowohl für die Bürger als auch für die Verwaltung.

Neben den üblichen Verwaltungsdienstleistungen ist an der Info-Stelle im Rathaus während der Sprechzeiten auch der Kartenvorverkauf für die Friedrichsdorfer Kulturzeit möglich. Kulturinteressierte können hier ihre Tickets direkt erwerben. Alternativ können Karten für die aktuelle Spielzeit auch weiterhin online unter www.friedrichsdorf.de oder beim Holiday Land Reisecenter Stosius im Taunus Carré, Wilhelmstraße 23, erstanden werden. Bei letzterer Option fällt zuzüglich eine Servicegebühr an. Die Öffnungszeiten des Reisecenters sind Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 16 Uhr. Informationen rund um die Friedrichsdorfer Kulturzeit sind telefonisch unter 06172 731-1296 oder per E-Mail an stadtverwaltung[at]friedrichsdorf[dot]de erhältlich.

Die Stadt als Arbeitgeber

Unter dem Motto „Lebendig und erfindungsreich“ sorgt die Stadt Friedrichsdorf als Arbeitgeber für das tägliche Funktionieren des Gemeinwesens. Rund 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in unterschiedlichsten Berufsgruppen. Sie sind im Rathaus, bei den Stadtwerken, in Kindertagesstätten und vielen weiteren städtischen Einrichtungen tätig. Diese vielfältige Belegschaft trägt täglich dazu bei, dass das Motto der Stadt gelebt wird und die Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet sind. Die Stadt Friedrichsdorf sieht sich als attraktiven Arbeitgeber und lädt Interessierte ein, Teil ihres Teams zu werden. Freie Stellen werden online ausgeschrieben, und Bewerbungen können direkt über das Internet eingereicht werden.

Häufig gestellte Fragen zu Friedrichsdorf

Hier finden Sie Antworten auf einige häufig gestellte Fragen:

  • Wann hat das Rathaus in Friedrichsdorf geöffnet?
    Die allgemeinen Sprechzeiten sind Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr. Zusätzlich ist montags und dienstags von 13:30 bis 15:30 Uhr sowie donnerstags von 13:30 bis 18 Uhr geöffnet. Es wird empfohlen, vorab einen Termin zu vereinbaren.
  • Wann wurde Friedrichsdorf gegründet?
    Friedrichsdorf wurde im Jahr 1687 von französischen Hugenotten gegründet.
  • Wie viele Mitarbeiter hat die Stadt Friedrichsdorf?
    Die Stadt Friedrichsdorf beschäftigt rund 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen.

Friedrichsdorf präsentiert sich somit als eine Stadt mit einer tiefen historischen Verwurzelung, einer dynamischen Entwicklung und einer modernen Verwaltung, die sich um das Wohl ihrer rund 25.000 Einwohner kümmert.

Wenn du mehr spannende Artikel wie „Friedrichsdorf: Geschichte, Verwaltung & mehr“ entdecken möchtest, schau doch mal in der Kategorie Bürobedarf vorbei!

Go up