Was kann man statt Tacker nehmen?

Der richtige Tacker: Auswahl, Nutzung & Tipps

23/07/2024

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Tacker gehören zu den unverzichtbaren Werkzeugen in fast jedem Büro und Haushalt. Sie sind praktische Helfer, wenn es darum geht, Dokumente schnell und sicher zusammenzuhalten oder auch bei kleineren Bastel- und Reparaturarbeiten im Hobbybereich. Doch die Auswahl ist groß, und die richtige Nutzung will gelernt sein. Von einfachen Büroheftgeräten über leistungsstarke Elektrotacker bis hin zu speziellen Modellen für Handwerker – jeder Tacker hat seine spezifischen Stärken. Dieser Artikel führt Sie durch die Welt der Tacker, hilft Ihnen bei der Auswahl des passenden Geräts und zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Dokumente oder Materialien effektiv und ordentlich heften.

Welcher Tacker ist der beste?
NagelgrößenPositionRang 1 sehr gutRang 2 sehr gutArtikelnameValueMax Hand Stapler SetStanley PHT150Preis bei Amazon.deca. 17 €ca. 25 €Länge der Klammern6-14 mm, 10-12 mm, 15 mm Typen 28, 8, 1406 – 8 mm Typ GPluspunkt der Tackervielseitig einsetzbarsehr wenig Kraftaufwand nötig
Übersicht

Verschiedene Tackerarten im Überblick

Je nach Einsatzzweck gibt es unterschiedliche Arten von Tackern, die sich in ihrer Funktionsweise und ihren Anwendungsbereichen unterscheiden:

Der Handtacker

Der Handtacker ist der Klassiker und findet sich häufig im Büro oder bei Hobbyhandwerkern. Er ist ideal für das schnelle Zusammenheften von Papierstapeln, das Befestigen von Stoffen, Folien oder dünnen Materialien auf Holz. Sein Mechanismus basiert auf einer gespannten Feder, die beim Auslösen die Heftklammer in den Untergrund treibt. Dies erfordert einen gewissen Kraftaufwand, der jedoch bei modernen Geräten durch ergonomische Griffe und eine gute Mechanik oft gering ist. Handtacker sind vielseitig einsetzbar für kleinere Flächen und überschaubare Mengen.

Der Büroheftgerät

Auch wenn er oft unter dem Begriff Handtacker subsumiert wird, ist das klassische Büroheftgerät speziell für das Zusammenheften von Papier konzipiert. Diese Geräte sind auf die gängigen Papierstärken und Blattanzahlen im Büroalltag ausgelegt. Sie sind kompakt, einfach zu bedienen und verwenden standardisierte Heftklammern. Viele Modelle bieten die Möglichkeit, zwischen geschlossener und offener Heftung zu wechseln.

Der Elektrotacker

Für größere Projekte oder bei häufigem Gebrauch ist der Elektrotacker eine ausgezeichnete Wahl. Er wird seltener im klassischen Büro, dafür aber oft im Handwerk oder bei umfangreichen Heftarbeiten eingesetzt. Die Heftklammer wird hier per elektrischem Impuls in den Untergrund geschossen. Das ermöglicht ermüdungsfreies Arbeiten über längere Zeiträume und erfordert kaum eigenen Kraftaufwand. Elektrotacker sind oft leistungsstärker als Handtacker und können dickere Materialien verarbeiten. Viele Modelle bieten eine regulierbare Schlagkraft und manchmal sogar eine einstellbare Schussfolge. Akku-Elektrotacker bieten zusätzliche Flexibilität, da kein Stromanschluss benötigt wird.

Der Drucklufttacker

Noch schneller und kraftvoller als Elektrotacker arbeiten Drucklufttacker. Sie sind typische Profigeräte im Handwerk und benötigen einen Kompressor als Luftquelle. Die Klammer wird durch Druckluft in das Material getrieben, was eine sehr hohe Schussfolge und minimalen Rückschlag ermöglicht. Sie eignen sich hervorragend für anspruchsvolle und zeitintensive Heftarbeiten auf Baustellen oder in Werkstätten.

Der Hammertacker

Wenn es um schnelles und weniger präzises Befestigen auf größeren Flächen geht, kommt der Hammertacker ins Spiel. Dieses Werkzeug wird buchstäblich wie ein Hammer auf das zu befestigende Material geschlagen. Beim Aufprall löst der Mechanismus aus und treibt die Klammer in den Untergrund. Hammertacker sind ideal für provisorische Befestigungen oder wenn es auf Schnelligkeit ankommt, zum Beispiel beim Anbringen von Folien. Man sollte jedoch beachten, dass sie weniger präzise sind und empfindliche Materialien beschädigen können.

Die Wahl der richtigen Heftklammern

Nicht jeder Tacker kann jede Klammer verwenden. Die Wahl der passenden Heftklammern ist entscheidend für ein sauberes und sicheres Ergebnis. Die wichtigsten Informationen über eine Klammer finden Sie in ihrer Bezeichnung, wie z.B. „24/6“ oder „26/8“. Diese Zahlen geben Auskunft über die Drahtstärke und die Schenkellänge.

Die erste Zahl (z.B. 24 oder 26) bezieht sich auf die Dicke des Drahtes. Eine höhere Zahl bedeutet hierbei einen dünneren Draht. Eine 26er Klammer hat also einen dünneren Draht als eine 24er Klammer. Die Drahtstärke beeinflusst die Stabilität der Klammer.

Wie tackert man Dokumente richtig?
Für Dokumente, die im Ordner geblättert werden sollen, tackere am seitlichen Rand mittig. Für alle anderen Papiere ist die obere linke Ecke optimal. Überflüssiges Zusammenheften: Manchmal ist weniger mehr. Bevor du zum Tacker greifst, überlege, ob die Zettel wirklich dauerhaft zusammengehalten werden müssen.

Die zweite Zahl (z.B. 6 oder 8) gibt die Länge der Schenkel der Klammer in Millimetern an. Die Schenkellänge ist ausschlaggebend dafür, wie viele Blätter Papier oder wie dickes Material Sie mit einer Klammer zusammenhalten können. Längere Schenkel können naturgemäß dickere Stapel durchdringen und sich umbiegen.

Hier ist eine ungefähre Orientierungshilfe basierend auf gängigen Klammergrößen und ihrer Kapazität:

Heftklammer-GrößeDrahtstärke (ca.)SchenkellängeMaximale Blattanzahl (ca., bei 80g/m² Papier)
24/60,6 mm6 mmbis zu 30 Blätter
26/60,5 mm6 mmbis zu 30 Blätter
26/80,5 mm8 mmbis zu 50 Blätter
26/100,5 mm10 mmbis zu 70 Blätter
23/80,7 mm8 mmbis zu 50 Blätter
23/100,7 mm10 mmbis zu 70 Blätter
23/130,7 mm13 mmbis zu 100 Blätter

Überprüfen Sie immer die Angaben Ihres Tackers, welche Klammergrößen kompatibel sind. Die Verwendung der falschen Klammergröße kann zu Problemen wie Verstopfungen, unvollständigem Heften oder Beschädigung des Geräts führen.

Dokumente richtig tackern: Positionierung und Techniken

Das einfache Zusammenheften von Blättern klingt banal, doch die richtige Technik und Positionierung können einen großen Unterschied machen, insbesondere bei Dokumenten, die abgelegt oder häufig genutzt werden.

Die Kunst der Positionierung

Wo Sie die Klammer setzen, hängt vom Verwendungszweck des Dokuments ab:

  • Eckheftung: Die gängigste Methode für lose Dokumente ist das Heften in der oberen linken Ecke. Dies hält den Stapel gut zusammen und ist intuitiv. Wenn die Dokumente später in einem Ordner abgeheftet werden sollen, kann das Heften in der Ecke jedoch dazu führen, dass der Stapel im Ordner dicker wird und das Blättern erschwert. Ein kleiner Trick kann hier sein, die Nadeln leicht versetzt zur Ecke zu setzen, um das Auftragen im Ordner zu minimieren.
  • Seitliches Heften in der Mitte: Für Dokumente, die primär in einem Ordner aufbewahrt werden, ist das Heften am linken Rand, etwa in der Mitte, oft praktischer. Diese Position erleichtert das Umblättern der gehefteten Seiten im Ordner.

Heftungstechniken: Geschlossen vs. Offen

Viele Büroheftgeräte verfügen über eine drehbare Metallplatte an der Unterseite, die es ermöglicht, zwischen zwei Heftungstechniken zu wechseln:

  • Geschlossene Heftung: Dies ist die Standardeinstellung und die sicherste Methode. Die Enden der Heftklammer werden unter dem Papier nach innen gebogen, sodass sie fest im Papier verankert sind. Diese Technik sorgt für einen dauerhaften und sehr stabilen Halt. Sie ist ideal für wichtige Dokumente, Archivierungen oder alles, was über längere Zeit fest zusammenbleiben soll.

  • Offene Heftung: Bei dieser Technik werden die Enden der Klammer nach außen gebogen. Der große Vorteil ist, dass sich die Klammer dadurch sehr leicht wieder entfernen lässt, oft sogar ohne speziellen Entferner. Dies ist nützlich für Dokumente, die nur vorübergehend zusammengehalten werden müssen. Allerdings ist der Halt weniger sicher, und die nach außen gebogenen Enden können potenziell an Fingern oder anderen Papieren hängen bleiben.

Die Wahl zwischen offener und geschlossener Heftung hängt vom Zweck ab. Für maximale Sicherheit und Dauerhaftigkeit wählen Sie die geschlossene Heftung. Für einfache Entfernbarkeit bei temporären Bündelungen die offene Heftung. Testen Sie beide Methoden, um zu sehen, welche für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist.

Die Flachheftungs-Funktion

Einige moderne Tacker bieten eine Flachheftungs-Funktion. Dabei werden die Schenkel der Klammer nicht abgerundet, sondern flach auf der Rückseite des Papiers umgebogen. Dies führt dazu, dass der geheftete Stapel deutlich flacher ist. Das ist besonders vorteilhaft, wenn viele Dokumente in einem Ordner abgelegt werden, da es weniger Platz benötigt und den Ordner weniger „aufbläht“. Wenn Sie regelmäßig größere Stapel heften und archivieren, kann ein Tacker mit Flachheftung eine lohnende Investition sein.

Wie heißt das Ding, mit dem man Heftklammern entfernt?
Ein Klammerentferner (auch Enttackerer, Enthefter, Entklammerer, Heftklammernentferner, manchmal scherzhaft auch Schwiegermutter, Affenzahn, Hexe, Krokodil, Hebamme, Antitacker, Klammeraffe) ist ein Werkzeug zum Entfernen von Heftklammern aus Papier oder Holz.

Alternativen zum Tackern

Nicht immer ist Tackern die beste Lösung. Manchmal möchte man Dokumente zusammenhalten, ohne dauerhafte Löcher zu hinterlassen, oder der Stapel ist zu dick. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von effektiven Alternativen:

Der klammerlose Tacker

Eine innovative und umweltfreundliche Alternative ist der klammerlose Tacker. Statt einer Metallklammer stanzt und faltet er das Papier so, dass eine Lasche entsteht, die den Stapel zusammenhält. Diese Methode funktioniert gut für kleinere Stapel (oft bis zu 10 Blätter) und ist ideal, wenn Sie Metallklammern vermeiden möchten oder eine schnelle, einfache Bündelung für den internen Gebrauch benötigen.

Foldback-Klammern

Foldback-Klammern sind äußerst vielseitig. Sie halten Dokumentenstapel sehr fest zusammen, ohne Löcher zu hinterlassen. Sie lassen sich leicht anbringen und wieder entfernen. Sie sind eine ausgezeichnete Wahl für temporäre Bündelungen, das Zusammenfassen von Kapiteln oder das Markieren von Seiten. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich und können auch dickere Stapel bändigen.

Klemmschienen und Klemmbinder

Für ein professionelles Erscheinungsbild, insbesondere bei Präsentationen oder Berichten, sind Klemmschienen oder Klemmbinder ideal. Sie halten die Seiten fest zusammen und verleihen dem Dokument einen sauberen Rücken. Sie erfordern keinerlei Löcher oder Klammern im Papier und ermöglichen ein leichtes Austauschen von Seiten.

Bulldog-Clips

Ähnlich wie Foldback-Klammern bieten Bulldog-Clips einen sehr starken Halt für dickere Stapel. Sie sind robust und oft größer. Neben dem Zusammenhalten von Dokumenten können sie auch zum Aufhängen von Notizen oder als dekoratives Element verwendet werden.

Wann tackern und wann Alternativen nutzen? Eine Übersicht

Die Entscheidung, ob Sie tackern oder eine alternative Methode wählen, hängt stark vom Dokument und dessen Verwendungszweck ab:

  • Broschüren und Hefte: Für eine dauerhafte Bindung in der Mitte eignet sich ein Langarmtacker. Für eine elegante, nicht-permanente Lösung können Klemmschienen verwendet werden.
  • Bücher und umfangreiche Dokumente (sehr dick): Stapel, die die Kapazität eines normalen Tackers übersteigen, benötigen einen Spezialtacker (Blocktacker). Oft sind jedoch professionelle Bindungen wie Spiral- oder Klebebindungen für solche Dokumente die bessere Wahl.
  • Einzelblätter und temporäre Unterlagen: Hier sind Foldback-Klammern, Bulldog-Clips oder der klammerlose Tacker ideal, da sie schnell angebracht und entfernt werden können und keine bleibenden Spuren hinterlassen.
  • Wichtige und offizielle Dokumente (z.B. Lebensläufe, Verträge): Diese sollten oft makellos bleiben. Verwenden Sie Mappen, Klarsichthüllen oder Archivordner, um sie zu schützen und zusammenzuhalten, anstatt sie zu tackern.

Häufige Fehler beim Heften vermeiden

Auch beim Tackern können kleine Fehler große Auswirkungen haben. Hier sind einige Stolpersteine, die Sie leicht umgehen können:

  • Die falsche Größe der Heftklammer wählen: Eine zu kleine Klammer hält den Stapel nicht richtig, eine zu große kann das Papier unnötig beschädigen oder im Tacker verklemmen. Richten Sie sich immer nach der Blattanzahl und den Angaben Ihres Tackers.
  • Die falsche Tackerstelle wählen: Heften Sie Dokumente, die in Ordner kommen, seitlich, um das Blättern zu erleichtern. Heften Sie lose Dokumente, die nicht abgelegt werden, in der Ecke. Unüberlegtes Heften kann die Nutzung erschweren.
  • Überflüssiges Zusammenheften: Nicht jeder Zettelstapel muss getackert werden. Überlegen Sie, ob eine temporäre Lösung wie eine Foldback-Klammer nicht ausreicht, um Löcher im Papier zu vermeiden.
  • Entklammern ohne Heftnadelentferner: Der Versuch, eine Klammer mit Fingern, Stiften oder Scheren zu entfernen, führt oft zu eingerissenem oder zerknittertem Papier. Benutzen Sie immer einen Klammeraffe für saubere Ergebnisse.

Der unverzichtbare Helfer: Der Klammeraffe

Der Klammeraffe, auch Heftklammerentferner genannt, ist ein kleines, aber mächtiges Werkzeug, das in keinem Büro fehlen sollte. Er ermöglicht das saubere und unbeschädigte Entfernen von Heftklammern. Seine Spitzen greifen unter die umgebogene Klammer und biegen sie wieder gerade, sodass sie sich leicht herausziehen lässt. Viele moderne Tacker, insbesondere Büroheftgeräte, haben sogar einen integrierten Klammeraffe am hinteren Ende. Machen Sie sich mit diesem Werkzeug vertraut – es schützt Ihre Dokumente und erspart Ihnen viel Frustration.

Fazit: Der richtige Tacker für jede Aufgabe

Die Wahl des „besten“ Tackers hängt letztendlich von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Für den alltäglichen Bürogebrauch ist ein solides Büroheftgerät mit der Möglichkeit zur geschlossenen und offenen Heftung oft völlig ausreichend. Wenn Sie häufig dickere Stapel heften, achten Sie auf die maximale Blattkapazität und die Kompatibilität mit längeren Heftklammern. Für Bastler und Handwerker bieten Hand-, Elektro- oder Drucklufttacker spezifische Vorteile. Vergessen Sie nicht die Bedeutung der richtigen Klammergröße und der korrekten Hefttechnik, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und Ihre Dokumente gut zu organisieren. Und für den Fall, dass eine Klammer doch einmal wieder raus muss, ist der Klammeraffe Ihr bester Freund. Mit dem passenden Werkzeug und dem Wissen um die richtige Anwendung wird das Tackern zum Kinderspiel.

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