04/07/2023
Die Koehler-Gruppe ist ein bedeutender Akteur in der Papierindustrie, der nicht nur für die Qualität seiner Produkte, sondern zunehmend auch für sein Engagement in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz bekannt ist. Aktuelle Entwicklungen zeigen, wie das Familienunternehmen mit weltweit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowohl ökologische Verantwortung übernimmt als auch wirtschaftlich erfolgreich agiert. Ein Besuch des Ministerpräsidenten von Thüringen am Standort Greiz und die jüngsten Geschäftszahlen unterstreichen diese positive Entwicklung.

Koehler Paper hat sich auf die Herstellung verschiedenster Papiersorten spezialisiert. Besonders hervorzuheben ist der Standort in Greiz, Thüringen, der eine Schlüsselrolle bei der Produktion von hochwertigem Recyclingpapier spielt. Dieses Papier wird von Greiz aus in die ganze Welt exportiert und trägt somit den Namen der Stadt international bekannt. Die Produktionsanlagen in Greiz verfügen über eine erstklassige Altpapieraufbereitung, die es ermöglicht, aus gebrauchten Fasern neues, hochwertiges Papier herzustellen. Darüber hinaus zeichnet sich das Werk durch eine hochentwickelte Färbetechnologie aus. Diese Technologie erlaubt es, Recyclingpapiere in einer beeindruckenden farblichen Vielfalt zu produzieren, was den Produkten zusätzliche Anwendungsbereiche eröffnet und sie optisch ansprechend macht. Ein wichtiges Qualitäts- und Umweltmerkmal der in Greiz hergestellten Produkte ist das Umweltzeichen Blauer Engel. Dieses Siegel bestätigt, dass das Papier hohe Umweltstandards erfüllt, insbesondere im Hinblick auf Ressourcenschonung und Schadstoffarmut.
Die Bedeutung des Standorts Greiz und des Engagements von Koehler wurde durch den Besuch des Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen, Bodo Ramelow, im Rahmen seiner Sommertour hervorgehoben. Begleitet wurde er dabei unter anderem von lokalen Politikern wie Holger Steiniger, Stadtratsvorsitzender der Stadt Greiz. Im Mittelpunkt der Gespräche standen sowohl die lokalen Bedürfnisse des Werks in Greiz als auch die überregionalen Aspekte der Geschäftstätigkeit von Koehler Paper. Ministerpräsident Ramelow zeigte sich beeindruckt von der Produktion und lobte das Unternehmen für seinen Mut und sein Engagement. Er betonte, dass Unternehmen wie Koehler dazu beitragen, Thüringen als nachhaltigen Wirtschaftsstandort zu stärken. Laut Udo Hollbach, Geschäftsführer des Koehler Paper Standortes Greiz, ist die Arbeit in Greiz ein Beitrag dazu, den Namen der Stadt in die Welt zu tragen, worauf man zu Recht stolz sein könne.
Nachhaltigkeit als zentrale Säule
Die Nachhaltigkeit ist für die gesamte Koehler-Gruppe ein zentrales Thema und geht weit über die Produktion von Recyclingpapier hinaus. Das Unternehmen verfolgt eine ehrgeizige Klimastrategie und investiert bereits seit über zehn Jahren konsequent in erneuerbare Energien. Ein konkretes Beispiel dafür ist die Umstellung des Kraftwerks am Koehler Paper Standort in Thüringen auf Holzfeinfraktion. Diese Maßnahme ist ein bedeutender Schritt zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks des Unternehmens. Durch die Nutzung von Holzfeinfraktion anstelle fossiler Brennstoffe spart das Kraftwerk jährlich mehr als 24.000 Tonnen CO₂ ein. Dies ist ein greifbares Ergebnis der Bemühungen, die selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen und einen Beitrag zur Klimaneutralität in Deutschland zu leisten. Die Investitionen in erneuerbare Energien zahlen sich nicht nur ökologisch aus, sondern werden zunehmend auch zu einem wirtschaftlichen Vorteil, insbesondere angesichts steigender Energiepreise.
Neben der Energieerzeugung engagiert sich Koehler Paper auch im Bereich der Rohstoffbeschaffung und -nutzung. Angesichts weltweit steigender Rohstoffpreise und der Verknappung vieler Ressourcen gewinnt die Nutzung von Sekundärrohstoffen immer mehr an Bedeutung. Der Koehler Paper Standort Greiz unterstützt daher im Beirat sowie als Praxispartner die neue Forschungsgruppe seRo.inTech. Diese Forschungsgruppe widmet sich der Untersuchung sekundärer Rohstoffquellen in Thüringen unter Berücksichtigung innovativer Technologien. Udo Hollbach betont, dass die Mitgliedschaft in dieser Forschungsgruppe eine wichtige Plattform für den Austausch mit anderen Projektpartnern über die neuesten Trends im Bereich Sekundärrohstoffe darstellt und dazu beiträgt, die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens weiter voranzutreiben.
Wirtschaftlicher Erfolg trotz Herausforderungen
Die Fokussierung auf Nachhaltigkeit geht bei der Koehler-Gruppe Hand in Hand mit wirtschaftlichem Erfolg. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2021 zeigt, dass sich das Unternehmen in einem herausfordernden Markt- und Wettbewerbsumfeld, das stark von den Konsequenzen der weltweiten Covid-Pandemie und großen Preissprüngen an den Energiemärkten geprägt war, sehr gut behaupten konnte. Entgegen den ursprünglichen Prognosen konnte die Koehler-Gruppe ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2021 deutlich steigern.

Der Umsatz erreichte im Berichtsjahr 941 Millionen Euro. Dies entspricht einem signifikanten Wachstum von 22,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Wachstum wurde sowohl durch eine Erhöhung der Absatzmenge als auch durch Preiserhöhungen erzielt, die aufgrund gestiegener Rohstoffpreise und Energiekosten am Markt durchgesetzt werden konnten. Auch das operative Ergebnis entwickelte sich positiv. Mit 76 Millionen Euro lag es um 13,7 % über dem Vorjahresniveau. Kai M. Furler, Vorstandsvorsitzender der Koehler-Gruppe, äußerte sich zufrieden über diese Ergebnisse. Er betonte, dass es dem Unternehmen trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gelungen sei, die Kunden zufrieden zu stellen und den Umsatz deutlich zu steigern. Das Jahr 2021 war für die Koehler-Gruppe neben den Herausforderungen an den Märkten auch der Beginn einer Transformation hin zu einem noch nachhaltigeren Unternehmen. Die zukünftige Ausrichtung ist stark vom Bestreben geprägt, nachhaltige, innovative Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette umzusetzen. Kai M. Furler bekräftigte, dass die kommenden Jahre davon bestimmt sein werden, die ambitionierten Klimaschutzziele, die sich das Unternehmen gesetzt hat, zu verwirklichen.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Koehler-Gruppe ein weiteres deutliches Wachstum des Umsatzes. Dies wird, ähnlich wie im Vorjahr, durch die gestiegenen Energiepreise am Weltmarkt sowie durch die anhaltend steigende Nachfrage nach den Produkten der Koehler-Gruppe begründet. Die frühzeitigen Investitionen in erneuerbare Energien erweisen sich in diesem Umfeld als besonders vorteilhaft.
Finanzielle Eckdaten 2021
| Kennzahl | Wert 2021 | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Umsatz | 941 Mio. € | +22,4 % |
| Operatives Ergebnis | 76 Mio. € | +13,7 % |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer ist der Geschäftsführer von Koehler Paper?
Innerhalb der Koehler-Gruppe gibt es verschiedene Führungspositionen. Kai M. Furler ist der Vorstandsvorsitzende der gesamten Koehler-Gruppe. Udo Hollbach ist spezifisch der Geschäftsführer des Koehler Paper Standortes in Greiz.
Wie hoch war der Umsatz der Koehler-Gruppe im Jahr 2021?
Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die Koehler-Gruppe einen Umsatz von 941 Millionen Euro.
Welche Art von Papier stellt Koehler Paper her?
Koehler Paper stellt eine Vielzahl von Papieren her. Am Standort Greiz liegt ein Fokus auf der Produktion von hochwertigem Recyclingpapier, das auch in farbiger Vielfalt erhältlich ist.

Was bedeutet das Umweltzeichen „Blauer Engel“ für Koehler Paper?
Das „Blauer Engel“ Umweltzeichen, das Produkte vom Standort Greiz tragen, bestätigt, dass diese Recyclingpapiere hohe Umweltstandards erfüllen. Es steht für umweltfreundliche Produkte, die Ressourcen schonen und schadstoffarm sind.
Was beinhaltet die Klimastrategie der Koehler-Gruppe?
Die Klimastrategie umfasst unter anderem langfristige Investitionen in erneuerbare Energien, wie die Umstellung des Kraftwerks in Thüringen auf Holzfeinfraktion zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Ziel ist die Verwirklichung ambitionierter Klimaschutzziele und ein Beitrag zur Klimaneutralität.
Was ist die Forschungsgruppe seRo.inTech?
seRo.inTech ist eine Forschungsgruppe, die sich mit der Untersuchung sekundärer Rohstoffquellen in Thüringen und innovativen Technologien befasst. Koehler Paper am Standort Greiz ist als Praxispartner und im Beirat dieser Gruppe aktiv, um den Austausch über Sekundärrohstoffe voranzutreiben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Koehler-Gruppe eindrucksvoll zeigt, wie ein Unternehmen in der energieintensiven Papierindustrie erfolgreich wirtschaften und gleichzeitig einen bedeutenden Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz leisten kann. Mit Investitionen in erneuerbare Energien, der Produktion von umweltfreundlichem Recyclingpapier und einem starken finanziellen Ergebnis positioniert sich Koehler als zukunftsfähiges Unternehmen in einem globalen Markt.
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