20/05/2023
Jimi Hendrix wird weithin als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Gitarristen in der Geschichte der Rockmusik angesehen. Seine experimentelle und innovative Spielweise auf der E-Gitarre hatte eine tiefgreifende und nachhaltige Wirkung auf die Entwicklung des Genres. Mit Bands wie The Jimi Hendrix Experience und Gypsy Sun And Rainbows prägte er die Musikszene und trat auf den berühmtesten Festivals seiner Zeit auf, darunter das Monterey Pop Festival 1967, das Woodstock-Festival 1969 und die Isle of Wight 1970.

Sein Leben war jedoch nicht nur von musikalischem Erfolg geprägt, sondern auch von persönlichen Herausforderungen, die seine Kunst und sein Wesen formten.
- Kindheit und Jugend
- Militärdienst statt Gefängnis
- Beginn der Musikerkarriere
- Entdeckung und The Jimi Hendrix Experience
- Erste Hits und Rückkehr in die USA
- Electric Ladyland und das Ende der Experience
- Woodstock und die Band of Gypsys
- Die neue Experience und letzte Auftritte
- Person und Charakter
- Beziehung mit Kathy Etchingham
- Drogen und ihr Einfluss
- Politische Aussagen
- Tod
Kindheit und Jugend
Geboren als John Allen Hendrix, war er der Sohn des Tänzer-Ehepaares Lucille Jeter und James Allen Hendrix. Beide Eltern hatten afroamerikanische und Cherokee-Vorfahren. Sein Vater, James „Al“ Hendrix, benannte ihn später in James Marshall Hendrix um. Die Familie war arm, und die Eltern kämpften mit Alkoholproblemen und häufigen Streitigkeiten, was dazu führte, dass Jimi sich zurückzog und in Schränken versteckte. Die Familie zog oft um und übernachtete in billigen Hotels. Gelegentlich verbrachte Jimi Zeit bei seiner Großmutter in Vancouver, was ihn zu einem schüchternen und sensiblen Jungen machte. Nach der Scheidung seiner Eltern 1951 wuchs Jimi bei seinem Vater auf. Seine Mutter verstarb 1958 im Alter von nur 33 Jahren an Leberzirrhose.
Jimi Hendrix' erstes Musikinstrument war eine Mundharmonika, die er mit vier Jahren erhielt. In der Grundschule imitierte er eine Gitarre mit einem Besen, was die Aufmerksamkeit einer Sozialarbeiterin erregte, die sich erfolglos für eine finanzierte Gitarre einsetzte. Erst 1957 fand er eine Ukulele mit nur einer Saite, auf der er nach Gehör spielte. Sein Vater kaufte ihm später eine gebrauchte akustische Gitarre für fünf Dollar. Als Linkshänder zog Hendrix die Saiten in umgekehrter Reihenfolge auf. Er spielte kurzzeitig mit seiner ersten Band, The Velvetones, bevor er eine elektrische Gitarre geschenkt bekam, eine „Supro Ozark 1560S“, die er auch in seiner zweiten Band, The Rocking Kings, spielte.
Militärdienst statt Gefängnis
Nachdem er die Garfield High School wegen schlechter Noten verlassen musste, wurde Jimi Hendrix nach einem Autodiebstahl vor die Wahl gestellt: zwei Jahre Gefängnis oder drei Jahre Army. Er entschied sich für die Army und verpflichtete sich im Mai 1961. Nach der Grundausbildung diente er bei der 101. US-Luftlandedivision. Hendrix hatte Schwierigkeiten, sich in das Befehls- und Gehorsamssystem einzufügen. Vorgesetzte kritisierten seine mangelnde Motivation und Verstöße gegen Regeln. Sie bemängelten, dass er sich zu sehr auf seine Gitarre außerhalb des Dienstes konzentrierte und keine guten Charaktereigenschaften besaß. Nach nur 13 Monaten wurde Hendrix vorzeitig entlassen.
Beginn der Musikerkarriere
Während seiner Zeit in der Army freundete sich Hendrix mit Billy Cox an, einem Bassisten. Zusammen gründeten sie nach der Entlassung von Hendrix die Band The King Kasuals in Nashville. In den folgenden Jahren arbeitete Hendrix als Begleitmusiker für bekannte Künstler wie Little Richard, Ike & Tina Turner, The Supremes, The Isley Brothers, King Curtis und Jackie Wilson.
Frustriert von den Regeln seiner Bandleader und dem Gefühl, künstlerisch stagnieren zu wollen, beschloss Hendrix im Januar 1964, seine eigene Karriere voranzutreiben. Er zog nach Harlem und freundete sich mit Lithofayne Pridgon an, die ihm Schutz, Unterstützung und Ermutigung in der Musikszene bot. Im Februar 1964 gewann er einen musikalischen Wettbewerb im Apollo Theater.
Er tourte 1964 für einen Großteil des Jahres als Gitarrist mit den Isley Brothers, verließ die Band jedoch gegen Ende Oktober, da er es leid war, jeden Abend dasselbe Set zu spielen. Danach schloss er sich kurz der Tourband von Little Richard an, doch auch hier kam es zu Auseinandersetzungen über Disziplin und Bühnenverhalten, was zu seiner Entlassung im Juli 1965 führte. Kurzzeitig kehrte er zu den Isley Brothers zurück und nahm eine Single mit ihnen auf.
1965 trat Hendrix der New Yorker Band Curtis Knight and the Squires bei. Der Manager der Band, Ed Chalpin, bot ihm einen Vertrag an. Hendrix unterschrieb für einen Vorschuss von einem Dollar und einen Prozentanteil an Lizenzeinnahmen, verpflichtete sich aber gleichzeitig, drei Jahre exklusiv für Chalpin zu spielen. Dieser Vertrag sollte sich später als hinderlich erweisen. Sein Engagement bei dieser Gruppe war nur von kurzer Dauer.
Die erste Band, in der Hendrix als Frontmann und Sänger agierte, war Jimmy James and the Blue Flames, gegründet 1965. Mit dieser Formation spielte er in Clubs des Greenwich Village und entwickelte in dieser Zeit seinen eigenen Stil und ein musikalisches Repertoire.
Entdeckung und The Jimi Hendrix Experience
Im Jahr 1966 wurde Jimi Hendrix im „Cheetah Club“ in New York von Linda Keith entdeckt, der damaligen Freundin von Keith Richards. Beeindruckt von seinem Spiel, stellte sie ihn dem ehemaligen Animals-Bassisten Chas Chandler vor, der Interesse an Künstlermanagement hatte. Chandler sah Hendrix im Café „Wha?“ unter dem Pseudonym Jimmy James auftreten und war besonders von seiner Interpretation des Songs „Hey Joe“ angetan. Überzeugt, daraus einen Hit machen zu können, überredete Chandler Hendrix, mit ihm nach London zu kommen, um dort eine musikalische Karriere zu starten.
Hendrix kam am 24. September 1966 in London an und gab noch am selben Tag einen Auftritt im „Scotch of St. James“. Chandler und Michael Jeffery, der ehemalige Manager der Animals, nahmen Hendrix unter Vertrag. Jeffery sollte sich um die finanziellen Belange kümmern, Chandler um den künstlerischen Teil. Hendrix legte sein Pseudonym ab und wurde „Jimi Hendrix“. Chandler suchte nach Begleitmusikern und fand den Schlagzeuger Mitch Mitchell und den Gitarristen Noel Redding, der als Bassist eingesetzt wurde. Im September 1966 gründeten sie in London die Formation „The Jimi Hendrix Experience“. Hendrix war als Leadgitarrist und Sänger vorgesehen, obwohl er zunächst Zweifel an seiner Stimme hatte.
Chandler und Jeffery gründeten die Yameta Company Limited, die die Band unter Vertrag nahm. Noel Redding beschrieb diesen Vertrag später als Knebelvertrag, den die Musiker aus Unkenntnis unterschrieben hätten.
Über Kontakte zu Johnny Halliday konnte die Band erste Auftritte in Frankreich als Vorgruppe vereinbaren, darunter im Pariser Olympia. Ihre ersten Auftritte in Deutschland hatten sie im November 1966 im Münchner Club Big Apple. Hier entwickelte Hendrix eine Show-Erfahrung, die ihn prägen sollte: Beim Versuch, einem frenetischen Publikum zu entkommen, zertrümmerte er erstmals seine Gitarre auf der Bühne, was vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Chandler entschied, die Gitarrenzerstörung als Markenzeichen in die Show einzubauen.
Nach erfolgreichen Auftritten in London und anderen Städten, unter anderem im „Bag O’Nails“, wo Größen wie die Beatles im Publikum saßen, und ersten Fernsehauftritten, gewann die Band schnell an Popularität in Europa.
Erste Hits und Rückkehr in die USA
Die ersten Songs, „Hey Joe“ und „Stone Free“, wurden im Oktober/November 1966 aufgenommen. Die Single „Hey Joe“ wurde im Dezember 1966 veröffentlicht und erreichte im Februar 1967 Platz 4 der britischen Charts. Das erste Album, „Are You Experienced“, erreichte Platz 2 der UK-Charts und festigte ihren Erfolg.
Nachdem „Hey Joe“ auch in den USA im Radio gespielt wurde, kehrte Hendrix am 18. Juni 1967 mit seiner Band als europäischer Popstar zurück, um auf dem Monterey Pop Festival in Kalifornien aufzutreten. Dieser Auftritt steigerte seine Popularität erheblich. Bekannt wurde der Auftritt auch durch das spektakuläre Ende, bei dem Hendrix nach dem Song „Wild Thing“ seine Gitarre anzündete. Er beschrieb dies später als ein Opfer: „Als ich meine Gitarre verbrannte, war das wie ein Opfer. Man opfert die Dinge, die man liebt. Ich liebe meine Gitarre.“
Nach Monterey folgten weitere Auftritte in den USA. Eine von Jeffery eigenmächtig gebuchte Tour als Vorgruppe der Monkees erwies sich als unpassend, da das Publikum hauptsächlich aus jungen Mädchen bestand, und die Experience wurde wieder aus dem Programm genommen.
Electric Ladyland und das Ende der Experience
Nach der Veröffentlichung von „Axis: Bold as Love“ im Oktober 1967 startete die Band im Februar 1968 eine ausgedehnte Tour durch die USA. Parallel dazu arbeiteten sie im Studio an ihrem nächsten Album. Die Studioarbeiten veränderten sich; neue Aufnahmetechniken und Effekte verführten Hendrix zu endlosen Overdubs. Die Aufnahmesitzungen waren oft von vielen Menschen und „Partys“ umgeben, was konzentriertes Arbeiten erschwerte und durch Live-Auftritte unterbrochen wurde. Hendrix probierte auf Tourneen kein neues Material aus, da das Publikum die bekannten Hits erwartete.
Diese unproduktive Phase führte zu Unstimmigkeiten zwischen Hendrix und Chas Chandler, der sich als künstlerischer Mentor sah. Ende Oktober 1968 wurde das Doppelalbum „Electric Ladyland“ fertiggestellt. Mit seinen innovativen Soundtechniken und Gastmusikern wie Stevie Winwood galt es als Höhepunkt des elektrischen und psychedelischen Rock. Das Album erreichte Platz 1 der Billboard 200.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Band durch das exzessive Touren auseinandergelebt. Der letzte gemeinsame Auftritt der Jimi Hendrix Experience fand am 29. Juni 1969 in Denver statt.
Woodstock und die Band of Gypsys
Das Jahr 1969 begann mit Problemen mit der Justiz, als Drogen in Hendrix’ Gepäck gefunden wurden. Im Sommer 1969 stellte er für das Woodstock-Festival eine neue Band zusammen: Gypsy Sun And Rainbows, mit Mitch Mitchell am Schlagzeug, Billy Cox am Bass, Larry Lee an der Rhythmusgitarre und zwei Perkussionisten. Ihr Auftritt verzögerte sich witterungsbedingt und fand erst am frühen Montagmorgen statt, als nur noch etwa 25.000 der ursprünglichen 400.000 Besucher anwesend waren.
In Woodstock, gekleidet in den US-Nationalfarben, präsentierte der Ex-Soldat Hendrix eine ikonische Interpretation der US-Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“. Durch den exzessiven Einsatz des Tremolohebels und von Effekten wie Wah-Wah und Fuzz-Face imitierte er Klänge, die an Maschinengewehrsalven und Bomben erinnerten. Dies wurde weithin als akustische Stellungnahme zur US-Kriegsführung in Vietnam interpretiert, obwohl Hendrix sich über eine angebliche Kontroverse verwundert zeigte. Die Hymne beschreibt einen britischen Angriff von 1812 mit „rockets’ red glare, bombs bursting in air“, was Hendrix musikalisch umsetzte.

Nach dem Woodstock-Auftritt löste sich die Jimi Hendrix Experience auf. Nachdem Ed Chalpin Ansprüche aus dem alten Vertrag geltend gemacht hatte, wurde ein Konzert mitgeschnitten, das an Silvester 1969 im Fillmore East stattfand. Dafür stellte Hendrix die Band of Gypsys zusammen, mit Billy Cox am Bass und Buddy Miles am Schlagzeug.
Die neue Experience und letzte Auftritte
Nach einem Monat mit der Band of Gypsys formierte Hendrix im März 1970 die Jimi Hendrix Experience neu, mit Billy Cox am Bass und Mitch Mitchell am Schlagzeug.
1970 fanden zahlreiche Studioaufnahmen statt, die in einem geplanten Album namens „First Rays of the New Rising Sun“ münden sollten (veröffentlicht erst 1997). Für die Aufnahmen ließ Hendrix in New York eigene Aufnahmestudios, die Electric Lady Studios, errichten.
Die Band ging in diesem Jahr auf ihre letzte US- und Europa-Tournee. Nach Auftritten in Stockholm, Kopenhagen und Berlin absolvierte Hendrix am 6. September 1970 beim Love-and-Peace-Festival auf Fehmarn seinen letzten Auftritt. Dort erinnert heute ein Gedenkstein an ihn.
Person und Charakter
Im Gegensatz zu seinem extrovertierten Bühnenimage war Jimi Hendrix privat ein sehr zurückhaltender, fast scheuer Mensch. Seine Kindheitserfahrungen, der Verlust der Mutter, der Streit der Eltern und das ständige Hin- und Hergeschobenwerden prägten ihn tief. Er schätzte die Vertrautheit und den Rückzugsraum mit seiner Freundin Kathy Etchingham. Etchingham beschrieb ihn als jemanden, der schlecht „Nein“ sagen konnte, insbesondere zu Leuten, die seinen Ruhm ausnutzten. Er versprach oft Dinge, die er nicht halten konnte. Gleichzeitig konnte er schnell verletzend werden, wenn er doch einmal „Nein“ sagte.
Noel Redding beschrieb, wie Hendrix sich im Laufe des zunehmenden Ruhms in sein Star-Sein verrennt, auf der Bühne Desinteresse zeigte oder dem Publikum den Rücken zukehrte. Zwischen den Shows litt er unter depressiven Phasen und Panikattacken.
Beziehung mit Kathy Etchingham
Jimi Hendrix lernte Kathy Etchingham an seinem ersten Abend in London im September 1966 kennen. Sie war gut in der Londoner Musikszene vernetzt und kannte Chas Chandler. Beide fühlten sich sofort zueinander hingezogen und wurden ein Paar. Etchingham bot ihm einen ruhenden Pol während seiner anstrengenden Musikerkarriere. Hendrix war eifersüchtig und bestand auf ihrer Treue, während er auf Tournee viele sexuelle Kontakte hatte. Mehrere seiner Songs, darunter „The Wind Cries Mary“, „Little Wing“ und „Foxy Lady“, bezogen sich auf Kathy. Im Opus 1983 wurde sie namentlich erwähnt. Das Paar lebte zusammen in London, unter anderem in einer Wohnung in der Brook Street, neben dem ehemaligen Wohnhaus von Georg Friedrich Händel. Diese Wohnung wurde zu ihrer gemeinsamen Heimstatt und einem Rückzugsort für Hendrix. Sie trennten sich 1969, nachdem Etchingham bei einem Besuch in New York negative Erfahrungen mit Hendrix’ Umfeld aus dem Drogenmilieu gemacht hatte.
Drogen und ihr Einfluss
Laut Noel Redding spielten Alkohol und Drogen von Anfang an eine Rolle im Leben der Band. Anfangs rauchten sie Haschisch zur Beruhigung, später steigerten sie den Konsum, insbesondere von synthetischen Drogen wie LSD, vor allem seit den Shows in Amerika. Redding schilderte, wie Hendrix immer weniger Kontrolle über seinen Missbrauch von Haschisch, LSD, Alkohol und Schlaftabletten hatte, was durch den Tourstress noch verstärkt wurde. Redding schrieb: „Ich gebe zu, dass Drogen unsere Musik beeinflussten. Ob wahr oder nicht wahr: wir dachten, dass wir ordentlich zugedröhnt sein mussten, um ordentlich zu spielen.(…) Bis wir schließlich nichts mehr zu geben hatten.“ Dieser Kreislauf aus Touren und Studioverpflichtungen, gepaart mit Drogenkonsum, führte dazu, dass sich die Band von ihrer ursprünglichen Kraft entfernte.
Kathy Etchingham war entsetzt von dem Milieu aus Zuhältern, Prostituierten und Drogenhändlern, mit dem sich Hendrix in New York umgab, was letztlich zum Abbruch ihrer Beziehung führte.
Politische Aussagen
Obwohl Jimi Hendrix kein politischer Aktivist war, äußerte er in den US-Medien Kommentare zu den Black Panthers, die eine „geistige Verbundenheit“ ausdrücken sollten. Er nahm an Benefizkonzerten teil und spendete Geld an die Black Panthers. Auch ein Konzert für Bobby Seale und die Chicago Seven wird erwähnt. Dies führte dazu, dass Hendrix auf dem Sicherheitsindex des FBI landete, wie aus freigegebenen Akten hervorgeht.
Tod
In den letzten Jahren vor seinem Tod im September 1970 hatte sich Hendrix’ Drogenkonsum massiv verstärkt. Dies beeinträchtigte seine Auftritte erheblich; er lieferte teilweise katastrophale Konzerte ab und verfiel danach in Depressionen. Nach seinem letzten Auftritt auf Fehmarn kehrte er „ausgelaugt und nervlich zerrüttet nach London zurück.“
Am 16. September 1970 jammte Hendrix im Ronnie Scott’s Jazz Club in London. Diese Session gilt als letzte Aufnahme von Hendrix.
Die Nacht vor seinem Tod verbrachte er im Apartment seiner Freundin Monika Dannemann im Londoner Samarkand Hotel. Am Abend nahm er eine hohe Dosis ihrer Schlaftabletten ein. Dannemann fand ihn am frühen Morgen des 18. September 1970 bewusstlos. Jimi Hendrix starb nach Einlieferung ins St Mary Abbot’s Hospital in London. Ursprünglich wurden „härtere“ Drogen vermutet, doch später wurde festgestellt, dass er Alkohol und Schlaftabletten konsumiert hatte und an seinem Erbrochenen erstickt war. In seiner Lunge fand man große Mengen Rotwein. Laut Krankenhausarzt trug Hendrix ein mit Rotwein getränktes Stück Stoff um den Hals.
Obwohl die offizielle Todesursache „Ersticken“ lautete, ranken sich zahlreiche Spekulationen um seinen Tod. Sein Manager Chas Chandler wurde zitiert, dass Hendrix’ Tod absehbar gewesen sei. Es entstanden Verschwörungstheorien über Mord oder Selbstmord. 1993 wurden Ermittlungen wieder aufgenommen, basierend auf der Klage einer ehemaligen Freundin, Dannemann habe den Notarzt zu spät gerufen. Ein Urteil wurde in diesem Prozess gegen Dannemann nicht gesprochen.
Hendrix’ ehemaliger Roadie James Wright beschuldigte in seiner Autobiografie den Manager Michael Jeffery des Mordes, um eine hohe Lebensversicherungssumme zu kassieren.
Jimi Hendrix wurde auf dem Greenwood Memorial Park in Renton bei Seattle beigesetzt. Seine sterblichen Überreste wurden 2002 in ein neuerrichtetes Familiengrab auf demselben Friedhof umgebettet.
Durch seinen Tod im Alter von 27 Jahren und seine herausragende Bedeutung als Rockmusiker wird Jimi Hendrix als eine der Hauptpersonen im sogenannten „Club 27“ betrachtet.
Häufig gestellte Fragen zu Jimi Hendrix
Warum gilt Jimi Hendrix als so besonders?
Jimi Hendrix gilt wegen seiner experimentellen und innovativen Spielweise auf der E-Gitarre, seinem kreativen Einsatz von Effekten und seinem tiefgreifenden Einfluss auf die Rockmusik als einer der bedeutendsten Gitarristen aller Zeiten.
Was machte seinen Auftritt in Woodstock so legendär?
Sein Auftritt in Woodstock 1969 ist legendär, nicht nur wegen der späten Stunde und des reduzierten Publikums, sondern vor allem wegen seiner einzigartigen und symbolträchtigen Interpretation der US-Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“, die Kriegsklänge imitierte.
Wie ist Jimi Hendrix gestorben?
Jimi Hendrix starb am 18. September 1970 in London. Die offizielle Todesursache war Erstickung am eigenen Erbrochenen nach dem Konsum von Alkohol und Schlaftabletten.
Was war die Jimi Hendrix Experience?
Die Jimi Hendrix Experience war die Band, die Hendrix 1966 in London mit Mitch Mitchell (Schlagzeug) und Noel Redding (Bass) gründete. Mit dieser Formation feierte er seine größten Erfolge in Europa und den USA.
Welche Rolle spielten Drogen in seinem Leben?
Drogen, darunter Haschisch, LSD, Alkohol und Schlaftabletten, spielten eine zunehmend problematische Rolle in Hendrix’ Leben, beeinflussten seine Auftritte und trugen letztendlich zu seinem frühen Tod bei.
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